Umwelt & Aktiv

Das Magazin für gesamtheitliches Denken

Das Magazin für ganzheitliches Denken

Umweltschutz, Tierschutz, Heimatschutz

Die Ur-Bevölkerung Europas – Eine längst fällige Richtigstellung

karlheinz_baumg1

Immer wieder wird in Geschichtsdarstellungen geschrieben von den „Indogermanen“, von der „indogermanischen, indoarischen Kultur“. Man bezieht sich dabei auf das Sanskrit, auf die alte, indische Sprache. Damit wird ein Zusammenhang hergestellt zwischen Europa und dem fernen Osten mit dem Gedanken, damit die Herkunft unserer Vorfahren zu erklären. Was hat es damit auf sich ? Wird mit solchen Behauptungen wirklich die Herkunft unserer Sprache und Kultur „erklärt“, d.h. bewiesen ?

Das Wort „indogermanisch“ hat der aus Berlin gebürtige Orientalist Heinrich Klaproth 1823 geprägt in seiner Schrift „Asia polyglotta“. Dieser Begriff hat sich seither in die Köpfe vieler Menschen eingenistet. Der eine übernimmt es vom anderen. Und es paßt auch so gut in die politische Landschaft („ex oriente lux“). Kaum einer denkt mehr darüber nach. Das Sanskrit beweist gar nichts, eher das Gegenteil, daß die altindische Sprache viele Begriffe aus der ur-europäischen Sprache übernommen hat. RUDOLF GORSLEBEN hat diese Sprachzusammenhänge beschrieben („Hochzeit der Menschheit“, Leipzig 1930, Faksimile-Verlag Bremen). Der Begriff „indogermanisch“ ist Irreführung. Er entspricht der alten politischen Lüge des „ex oriente lux“, die Behauptung nämlich, daß die Europäer ihre Kultur aus dem Orient bzw. aus dem Osten erhalten hätten. E. Baumann zum Beispiel folgert, die nordische Überlieferung sei „gar nicht so alt“, unsere eigenen Quellen seien „nicht nordischer Herkunft“, die nordische Überlieferung sei „nicht das Original“. Erkennen wir die Absicht ? Und es meldet sich kein Widerspruch, weil die politische Umerziehung weitgehend verwirklicht ist.

In der Zeitschrift „Deutschland in Geschichte und Gegenwart“ 3/93 brachte Karlheinz Baumgartl den Beweis für die Urbevölkerung Europas. Dieser Beweis wurde möglich durch die Forschung über die frühgeschichtliche Himmelskunde. Nur den seßhaften Menschen – den Gärtnern und Bauern – war es möglich, über sehr große Zeiträume dieses hohe Wissen über den Gang der Gestirne zu erlangen. Dieses Wissen über zum Teil komplizierte Vorgänge ist das Ergebnis von Himmelsbeobachtungen vieler Generationen und konnte niemals importiert werden. Und diese europäische, uralte, astrale Kultur hatte vor rund 5.000 Jahren ihren ersten großen Höhepunkt mit „Stonehenge“ in Südengland. Stonehenge ist heute erkannt als der perfekte Sonne-Mond-Kalender, als eine vollkommene Zeitmeßanlage. Wir können nur ahnen, wie viele Jahrtausende Himmelsbeobachtung nötig waren für diese, auf der Erde einzigartige, Sternwarte. Die Wurzeln dieser Kultur lassen sich nachweisen bis in die Eiszeit und noch früher.

Es mag ja sein, daß diese alteuropäische, die „nordische“ Kultur durch Einwanderer, vielleicht auch aus Indien, überlagert wurde. Aber niemals haben solche Zuwanderer hier entscheidend die Kultur geprägt. Dabei sei noch hingewiesen, daß das Gärtnertum (Arbeit ohne Pflug) viel älter ist als das Bauerntum (Arbeit mit Pflug). Der Pflug des Bauern war doch schon eine Erfindung des frühen Kapitalismus, als man dem Boden mehr abringen wollte oder mußte, als er von sich aus geben konnte. Der Gärtner braucht keinen Pflug. Es gibt andere Methoden der Bodenlockerung. Das Gärtnertum ist sehr viel älter als das Bauerntum. Davon ist auszugehen. Auf diese Weise kommen wir wieder zu den Wurzeln unserer eigenen Kultur.

 Karlheinz Baumgartl.

Verwandte Artikel:


Artikel-Metadaten

Datum
22.12.2013

Kategorie



Kommentare sind nicht mehr zugelassen.