Umwelt & Aktiv

Das Magazin für gesamtheitliches Denken

Das Magazin für ganzheitliches Denken

Umweltschutz, Tierschutz, Heimatschutz

Agrophotovoltaik: Sowohl Energie-, als auch Landwirt sind möglich!

Auf dem richtigen Weg: Solarstromerzeugung

Der Traum von der Sonnenenergie wird zwar im Zuge der Energiewende zunehmend gelebt, jedoch reicht die bisherige Nutzung bei weitem noch nicht aus, um von der Realisierung einer vollständigen Energiewende sprechen zu können. Nachdem aufgrund ihrer Flächen insbesondere Landwirte auf die Photovoltaik setzten, kam schnell die Kritik daran auf, dass eine ungesunde Konkurrenz zwischen dem Landwirt und dem Energiewirt aufkam. Diesem Problem widmet sich die sogenannte Agrophotovoltaik, bei der es darum geht, die für eine Energiegewinnung notwendigen Module in einer Höhe zu installieren, dass dem Landwirt dennoch eine weitere ackerbauliche Flächennutzung mit seinen Geräten möglich ist. Forscher vom Fraunhofer ISE entwickelten ein solches System, gemäß dem Projektierer und Installateure von BayWa r.e. in einem Versuchsaufbau in der Bodenseegegend 720 bifaciale Module über 10.000 Quadratmetern Ackerfläche installierten, um besagte Doppelnutzung von landwirtschaftlichen Flächen zu untersuchen.

Anhand nachbarschaftlicher Kulturpflanzungen wurden anlagenbedingte Verschattungsfolgen beobachtet und Ertragsergebnisse verglichen. Bei Kartoffeln, Weizen und Sellerie wurden dabei nach dem ersten Versuchsjahr Ernteverluste von nicht ganz einem Fünftel festgestellt, beim Kleegras jedoch gerade einmal knapp über fünf Prozent. Im Gegenzug lieferte die Anlage dafür 1.266 Kilowattstunden Solarstrom. Mit dem Einsatz eines Stromspeichers sind die Demeter-Landwirte der Hofgemeinschaft überzeugt, könnte der Eigenverbrauch von bislang 40 Prozent wahrscheinlich auf bis zu 70 Prozent gesteigert werden. „Bis zur Marktreife der Technologie müssen jedoch noch weitere Sparten und Anlagengrößen getestet und die technische Integration vorangetrieben werden, zum Beispiel bei der Speicherung”, erklärte Andreas Bett, Institutsleiter des Fraunhofer ISE. Künftig sollen die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten unter anderem in Kombination mit Obst-, Beeren-, Wein- und Hopfenbau sowie mit Energiespeicher, organischer Photovoltaikfolie und solarer Wasseraufbereitung und -verteilung untersucht werden. – „Umwelt & Aktiv“ meint, dies könnte ein Beispiel sein, wo Fortschritt wirklich begrüßenswert ist!

Ihr

Gerhard Keil

Bildquelle: 305876_web_R_K_B_by_RainerSturm_pixelio.de

Verwandte Artikel:


Artikel-Metadaten

Datum
30.11.2017

Kategorie



3 Kommentare zum Artikel “Agrophotovoltaik: Sowohl Energie-, als auch Landwirt sind möglich!”


  1. R. Berger meint:
    08.12.2017 um 14:07


    Unsere schöne Heimat wird zunehmend mit Windrädern und riesigen Solarflächen verunstaltet. „Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert“. ( AfD-Programm, übrigens in vielen Punkten sehr interessant und informativ )

  2. Ralf M. Kersting meint:
    09.12.2017 um 16:49


    Zum Kommentar von R. Berger möchte ich folgendes anmerken:

    Das Parteiprogramm der AfD ist wirklich in vielen Punkten interessant
    und informativ, aber leider nicht im positiven Sinne. Denn es zeigt auf
    erschreckende Weise, wie wenig Verständnis viele „Konservative“ bis
    heute für ökologische Probleme, wie zum Beispiel dem Klimawandel,
    haben.

    Bedauerlicherweise habe ich nicht die Zeit dafür, um all die einzelnen
    Punrte hier persönlich zu wiederlegen. Mit Zustimmung der hiesigen
    Schriftleitung würde ich aber gerne einen Hinweis auf eine andere Seite
    im Weltnetz setzen, die sich sehr gut und ausführlich mit diesem Thema
    auseinander setzt:

    https://www.klimafakten.de/meldung/was-sagt-die-afd-zum-klimawandel-was-sagen-andere-parteien-und-was-ist-der-stand-der

    Ich empfinde es als einen schweren Fehler der Vergangenheit, daß sich
    das politisch rechte Lager das Thema Umwelt- und Naturschutz von dem
    links-bürgerlichen Lager so vor der Nase haben wegschnappen lassen.
    Und dadurch bestimmen unglücklicherweise jetzt diejenigen die Debatte,
    denen nicht viel am Erhalt unserer Heimat gelegen ist.

    Für mich gilt: Wer die Umwelt erhalten will, darf weder die verlogenen
    „Grünen“, noch die ignorante AfD wählen.

    Grüße aus Aachen,

    Ralf M. Kersting

  3. Rickmer Stohp meint:
    11.12.2017 um 11:27


    Gute Sache, die Agrophotovoltaik, aber eine absolute Nische.
    Der überwiegende Teil der Energiewirte erzeugt Biomasse auf Ackerflächen. Und wer braucht nochmal Glyphosat am dringensten ?