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Alte samenfeste Sorten statt Hybridsaatgut!

GemĂĽsegarten

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Spätestens seit der Mitte des vorangegangenen Jahrhunderts, im Grunde schon einige Jahrzehnte frĂĽher mit Einsetzen der landwirtschaftlichen Industrialisierung und im Zuge der zunehmenden Monopolisierung geht die Sortenvielfalt unserer Nutzpflanzen rapide verloren. Viele ĂĽber Generationen gepflegte alte Sorten gingen nahezu gänzlich verloren, und dies nicht, weil sie weniger schmackhaft wären, zumeist ist sogar das Gegenteil der Fall. Dennoch sind Sorten, die in einer Region optimal gedeihen nicht in den dortigen Supermärkten zu finden. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Saatgutgesetzgebung vorschreibt, lediglich Saatgut in Verkehr zu bringen, das eine Sortenzulassung beim Bundessortenamt oder ĂĽber die EU hat. Diese Sortenzulassung ist zudem nicht nur kostspielig, darĂĽber hinaus zielt der Gesetzgeber – das ist der, den Sie/wir wählen (!) – auch auf eine Einheitlichkeit ab, die aufgrund eines ausdifferenzierten Genpools im Grunde alles andere ist, als ein klassisches Kennzeichen der Natur. Die gegenwärtige Saatgutgesetzgebung ist stark von der Saatgutindustrie geprägt. Diese liefert nur auf standardisierte Pflanzen ausgerichtetes Hybridsaatgut, das keine eigene Wiederkeimfähigkeit aufweist und stets neu „hergestellt“ werden muĂź. Die Rechte hierfĂĽr sicherten sich die inzwischen marktdominierenden Saatgutkonzerne. Monsanto beispielsweise verfĂĽgt allein ĂĽber ein Viertel des gesamten Saatguts.

Doch selbst viele in ihrem Privatheim einen kleinen Garten betreibenden Hobby-Gärtner greifen ebenso auf das in den Supermärkten erhältliche Hybridsaatgut zurĂĽck. „Umwelt & Aktiv“ empfiehlt jedoch, den Vorteil der regionalen Anpassungsfähigkeit samenfester traditioneller Sorten zu nutzen, die sich durch die eigene Vermehrung an den Pflanzstandort optimal anpassen und zumeist durch besondere Robustheit auszeichnen. DarĂĽber hinaus erlebt man eine ungeahnte Geschmacksvielfalt als Alternative zur Supermarktware. Von alten Apfelsorten beispielsweise war sogar zu hören, daĂź diese gelegentlich selbst fĂĽr Allergiker verträglich sind. Alte Getreidesorten weisen oft eine bessere Nährstoffverwertung und/oder Trockenheitstoleranz aus. – Und wenn auch in Ihnen noch ein Pflänzchen Innovationsgeist keimt, sollten auch Sie sich mit traditionellen Sorten zurĂĽck in die Zukunft gärtnern. Hinsichtlich Bezugsquellen samenfesten Bio-Saatguts empfiehlt „Umwelt & Aktiv“ den nachfolgenden Weltnetzverweis:

http://www.die-welt-ist-im-wandel.de/Aussteigerleben/Altes-Saatgut-Bezugsquellen.htm

Machen Sie sich unabhängig, erhalten Sie unsere tradierte Nutzpflanzenkultur und ernähren Sie sich gesund!

Gerhard Keil

 

Bildquelle: 288220_web_R_K_B_by_Kladu_pixelio.de.jpg

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