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Beim Einkauf auf Weichmacher achten!

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Renovierung

Es sind nicht nur der Smog in großstädtischen Ballungsgebieten oder geruchsintensive Beeinträchtigungen zu wirtschaftlichen Spitzenzeiten in Gewerbegebieten, die einen Anschlag auf unsere Atemwege und somit unser gesamtes Wohlbefinden darstellen können, sondern sehr häufig bis fast ständig viel sublimere Belastungen, die uns selbst in unseren eigenen vier Wänden betreffen, ungeachtet auch, wenn diese sich im ländlichen naturbelassenen Raum befinden sollten. Die Rede ist von sogenannten Weichmacherverbindungen. Weichmacher gasen nämlich durchaus ungesund aus, beispielsweise aus Tapeten mit Vinylschaum oder PVC-Bodenbelägen. Häufig finden Weichmacher auch als Lösungsmittelersatz in Farben oder in einigen Kunst- und Klebstoffen sowie Gummis Verwendung. Die als SVOC bezeichneten Stoffe sind schwer flüchtige Verbindungen, die langsam aber kontinuierlich die Innenraumluft kontaminieren. SVOC wie zum Beispiel Pyrethroide werden auch zum Schutz gegen Mottenfraß bei Naturfaser-Teppichen eingesetzt werden oder kommen auch in Insektensprays vor.

Gewisse SVOC können über viele Jahre ausgasen, wobei die damit verbundenen Probleme aufgrund der Geruchsneutralität nicht direkt wahrgenommen werden. Weichmacher lagern sich im Körpergewebe an, wo sie nur schwer abgebaut werden können. Da Weichmacher zum Teil auch in Lebensmittelverpackungen enthalten sind, wodurch sie in die Lebensmittel gelangen können, werden diese Stoffe nicht allein über die Atmung, sondern auch im Zuge der Nahrungsaufnahme aufgenommen. Die meistdiskutierten Weichmacher sind sogenannte Phthalatverbindungen, die auf das Hormonsystem wirken und Schäden im Embryonalstadium hervorrufen können. Manche dieser Verbindungen wirken auch krebserregend. Zunehmend werden Bauprodukte im Zuge des Verwendbarkeitsnachweises einer AgBB-Prüfung durch das Deutschen Institut für Bautechnik unterzogen, so daß inzwischen vielfach Kenntnis über die Emissionsintensität eines Produktes zu erlangen ist.

Als Verbraucher empfiehlt Ihnen „Umwelt & Aktiv“, sich beim Einkauf am Siegel „Blauer Engel“ zu orientieren. Eine direkte Nachfrage beim Hersteller von Bauprodukten bei deren Kauf kostet ebenfalls nicht mehr und stellt mit Sicherheit keinen Fehler dar. Allerdings entbindet dies die Politik keineswegs davon, entsprechende Grenzwerte durchzusetzen.

Gerhard Keil

 

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Datum
06.06.2016

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