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Dahlien können nicht nur schön, sondern auch schmackhaft sein!

Dahlienzauber

Aus Selbstversorger-Gesichtspunkten wird in einschlägigen Portalen immer wieder einmal das Thema des sogenannten essbaren Gartens behandelt und man muß dabei feststellen, das Ästhetik und nichtvisueller Nutzwert sich keineswegs ausschließen müssen. Wie wenigen ist beispielsweise bekannt, das die Felsenbirne nicht allein wegen ihrer Herbstfärbung einen sinnvollen Strauch im Garten darstellt, sondern ihre Beeren auch für den Menschen und nicht allein für die Vögel äußerst schmackhaft sind. Insbesondere lohnt die Mühe Marmelade daraus herzustellen. Die wenigsten werden bislang Felsenbirnen-Marmelade gekostet haben: sie ist ein kulinarischer Hochgenuß! Noch mehr dürfte jedoch die Freunde des Blumengartens überraschen, daß dem Ziel des essbaren Gartens auch mit den vielfach beliebten Dahlien nachgekommen werden kann. Die Genießbarkeit ihrer Knollen, und nicht deren dekorative Wirkung, war sogar der wesentliche Grund, weshalb sie einst aus Mittelamerika importiert wurden. Dort wurden sie von der Bevölkerung vergleichbar den Kartoffeln genutzt.

Über lange Zeit war die Züchtung allerdings einzig mit Blick auf die Blüten erfolgt, weshalb die Dahlie als Nahrungsmittel in gewissem Maße heute auch ein Experimentierfeld ist, was Knollengröße, Nährwert und Geschmack anbelangt. Jedoch hatte der Schweizer Pflanzenhändler Lubera in jüngerer Zeit auf ihren Geschmack getestete Dahlien angeboten. Erfahrungsberichten zufolge soll der Geschmack entsprechend der Dahlienvielfalt ebenso vielfältige Aromen aufweisen. Der Selbstversuch ist nicht schwierig: die Jungpflanzen ab etwa Ende Mai in Freiland gesetzt, über den Sommer in den Herbst hinein sich an der Blütenpracht erfreut und dann die Knollen genossen. Eine Entfernung der Nebenknospen unterhalb der Hauptknospe soll übrigen sowohl der Blütenbildung, als auch dem Knollenwachstum förderlich sein. Erntezeit ist im Spätherbst nach dem ersten Frost. Vor dem Verzehr empfiehlt sich die Knollen ein paar Tage trocknen zu lassen. Die Knollen sind unter Kellerbedingungen über den Zeitraum einiger Wochen für den Verzehr lagerfähig.

Unter den heutigen Dahliensorten soll die DeliDahlie sich als schmackhaft erwiesen haben. Bezüglich der Zubereitung kann sich an den Grundtechniken für die Kartoffelspeisen orientiert werden. Vorwiegend sollen die jungen, nicht die Hauptwurzel Verwendung finden. Die Knollen müssen gut geschält und etwas länger als die Kartoffel gekocht werden. Nachfolgend ein Video eines kulinarischen Dahlien-Pioniers.

http://www.gartenvideo.com/pflanzen/delidahlien/1/68/14/1/d

Als Rezept-Empfehlung möchte „Umwelt & Aktiv“ noch nachfolgenden Weltnetzverweise anbieten:

http://www.gaertnerei-waldhaus.ch/images/PDF/Mexikanische_Rezepte_Dahlienknollen_12.2014.pdf

Sollte sich einige unserer Leser evtl. die nächsten Jahre als private Dahlien-Züchter betätigen und die Aufmerksamkeit weniger auf die Blüte, als auf die Knolle legen, dann teilen Sie uns Ihre Ergebnisse bitte mit!

Gerhard Keil

Bildquelle: 487829_web_R_K_B_by_Grace Winter_pixelio.de

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