Umwelt & Aktiv

Das Magazin für gesamtheitliches Denken

Das Magazin für ganzheitliches Denken

Umweltschutz, Tierschutz, Heimatschutz

Die Scholle sollte uns heilig sein! Schluß mit Uranbelastung und Phosphatdüngung!

Warnschild: Radioaktivität!

In der konventionellen Landwirtschaft verwandter Phosphatdünger hinterläßt eine Uran-Belastung des Bodens. Dies ist zwar nicht so neu, wie medial dargestellt, doch bestätigten eine diesbezügliche Bodenkontaminierung aktuell Beamte des Umweltministeriums im Umweltausschuß des Bayerischen Landtags. Vielfach enthalten Düngemittel neben Uranisotopen auch weitere ungesunde Substanzen wie Cadmium, Blei oder Arsen. Und wenngleich auch vom Umweltbundesamt ein Urangehalt von 50 mg Uran/kg Phosphat im Düngemittel empfohlen wird, sind im Durchschnitt 283 mg Uran pro kg im Phosphat der Mineraldüngemittel. Daran ändert auch die Kennzeichnungspflicht ab 20 mg Uran/kg Phosphat nicht das Geringste. Eine Kennzeichnungspflicht für Mineraldünger existiert bisher ebenso wenig wie ein Uran-Grenzwert. Laut dem Julius Kühn-Institut beträgt der Uraneintrag in den Boden bei ausschließlicher Verwendung von Mineraldünger mittlerweile 10 bis 22 g Uran pro Hektar jährlich, im Mittel 15,5 g Uran pro Hektar.

Das Umweltinstitut veröffentlichte hierzu einige interessante Informationen. Demnach landen insgesamt 100 Tonnen Uran pro Jahr auf deutschen Böden. Zur Beruhigung teilt man der Öffentlichkeit gerade mit, daß wenigstens im Wasser noch keine Uranbelastung nachweisbar sei. Nur wurde bereits 1985 festgestellt, dass ein Zusammenhang zwischen Phosphatdüngung und erhöhten Urangehalten in Oberflächenwässern, speziell im Sickerwasser von Entwässerungsgräben, besteht. Laut Umweltinstitut werden etwa 90 % des Urans von der Bodenmatrix zurückgehalten, sprich die restlichen 10 % des gelösten Urans wandern durch die Bodenhorizonte in die Tiefe und können ins Grundwasser gelangen, weshalb folglich durchaus mit einer Belastung des Trinkwassers mit Uran zu rechnen, insbesondere dann, wenn das Trinkwasser oberflächennah gewonnen wird. Bereits 2012 war berichtet worden, daß eine Million Menschen in Deutschland mit Wasser versorgt werden, das mehr als die erlaubten 10 µg Uran pro Liter enthält. Wobei die aufgrund der jahrelangen intensiven Phosphat(über)düngung zeitverzögerte Grundwasserkontamination zudem in Betracht zu ziehen ist, um eine realistische Einschätzung zu gewinnen.

Unter Inkaufnahme der technischen Kosten wäre eine zwar nicht vollständige, aber doch deutlich reduzierende Uranabtrennung bei der Düngemittelherstellung möglich, nur bislang weigert sich die Düngemittelindustrie -, sowie die Politik es versäumt, dies anzuordnen. Die erbgutschädigenden Auswirkungen durch die Uranbelastung scheinen die deutsche Politik nicht zu bewegen. Interessant ist, daß dies in Israel offensichtlich anders gesehen wird, da dort besagte Abtrennung durchgeführt wird. Und überdies sollte nicht vergessen werden, daß alternativ zu verwendender organischer Dünger zehnmal weniger Uran enthält als Mineraldünger. – „Umwelt & Aktiv“ empfiehlt, sich seines Gartenertrages durch Permakultur, Fruchtfolge und eigene Kompostierung zu erfreuen, und gesund zu bleiben! Und vergessen Sie nicht, sich bei Ihrem örtlichen Wasserversorger Auskunft über den Urangehalt im Trinkwasser erteilen zu lassen.

Gerhard Keil

 

Bildquelle: 503495_web_R_B_by_Thommy Weiss_pixelio.de

 

Verwandte Artikel:


Artikel-Metadaten

Datum
15.04.2016

Kategorie



Kommentare sind nicht mehr zugelassen.