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Einen grünen Teppich für Göttin Ostara – Der Garten im März!

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Gewächshaus

„Umwelt & Aktiv“ steht nicht für rein theoriebezogenes ökologisches Lehren, sondern für naturgemäßes Leben, und aktiv zu werden gilt es im Angesicht des herannahenden Lenzing (März) vor allem im eigenen Garten. Hier gilt es nun wieder spürbar eins zu werden mit der sprichwörtlich heimischen Scholle, hier kann Schöpfung unmittelbar erlebt, ja mitgestaltet werden. Bodenbearbeitung gleichsam als Gottesdienst. Im Lenz sollte der winterliche Obstgehölzschnitt zu Ende gebracht werden, wobei darauf zu achten ist, junge Bäume, die im Vorjahr noch keine Früchte trugen und ein starkes Triebwachstum aufweisen, keinesfalls zu stark zuzuschneiden. Es empfiehlt sich vorerst nur Konkurrenztriebe und nach innen wachsende Triebe zu schneiden sowie Langtriebe ggf. in die Waagerechte zu binden. Die Gemüsebeete sollten, sobald der Boden abgetrocknet ist und nicht mehr schmiert, etwas gelockert und kompostiert werden. Bei Gartenkompost mit hohen Anteilen an Rasenschnitt und Gemüseabfällen ist auch der Stickstoff-Anteil hoch. Bereits jetzt, Ende Hornung (Februar) können ins Gewächshaus Kohlrabi, Kopfsalat oder Rettich gepflanzt werden. Auch den langsam wachsenden Paprika kann man frühzeitig aussähen. Doch sind Paprika und Tomaten wärmebedürftig, weshalb ein Vorziehen auf der Fensterbank zu empfehlen ist. Radieschen auf der sonnenbeschienen Fensterbank bereiten ebenso frühe Gartenfreuden sowie gewisse Salat- und Spinatsorten mit Vlies oder Tunnelfolie vor Kälte und Nässe geschützt, ins Frühbeet können.

Rote Rübe, Petersilie, Möhren, Spinat, Chicorée, Zwiebeln, Frühkohl, Topinambur, Steckzwiebeln, Dicke Bohne sowie Spargel und Rhabarber kann man schon ins Freie pflanzen. Bei den vorgezogenen Tomaten wartet man damit je nach Witterung bis Mitte/Ende März. Bei entsprechenden Temperaturen und/oder mit Vlies vor Frost geschützt, können auch vorgekeimte Frühkartoffeln, sobald sie stabil gewachsene Keime aufweisen, ausgepflanzt werden. Dies ermöglicht eine erste Kartoffelernte ab etwa Mitte Juni. Gerade für den bewußt Krisenvorsorge betreibenden Selbstversorger-Gärtner sind Bohnen und Kartoffel die mitunter wichtigsten Nahrungsmittel. Am Rande sei an dieser Stelle eine Befassung mit dem „selbstgärnternden“ Topinambur angeraten! Doch dürfen neben den kulinarischen und ästhetischen Gartenwünschen keinesfalls unsere Mitbewohner wie Vögel, Igel, Insekten & Co. in Vergessenheit geraten! Diese sind auch unsere wichtigsten Verbündeten, weshalb Hecken, Tothölzer und Steine als Gestaltungsmerkmale berücksichtigten werden sollten. Eine nicht gemähte Wildnisecke, insbesondere mit sommerblühenden Pflanzen und vielleicht einem Insektenhotel sollte sich jeder Gärtner nicht weniger als den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und künstliche Dünger als ethische Selbstverpflichtung auferlegen! – Einer dergestalt gepflegten Gartenkultur wird bereits am Ende des Lenzing Göttin Ostara ihren Segen nicht verwehrt haben!

Gerhard Keil

 

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Datum
24.02.2016

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