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Erlebnisort zum Energie- und Rohstoffwandel

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Nachwachsende Energie

Rohstoffgebrauch und -verbrauch, Energie- und Nahrungsversorgung stellen zentrale existenzielle Aspekte unserer Zukunftsgestaltung dar. Investitionen in Strukturen, die dem ökologischen Fortschritt dienen, sind auch nicht Kosten, die zur Sicherung unserer Lebensgrundlagen erforderlich sind, sondern befördern in der Regel den sparsameren Umgang mit Ressourcen und vermeiden somit Kosten, wie ebenso mit Blick auf entfallende Schadensbehebung. Ein in diesem Sinne interessantes bislang in dieser Form bundesweit noch nicht vorhandenes Projekt soll die nächsten Jahre in Straubing entstehen. Bis 2019/2020 soll auf dem Gelände des Kompetenzzentrums für Nachwachsende Rohstoffe (KoNaRo) ein „Haus der nachhaltigen Rohstoffe und Energien“ (HNRE) als ein Informations- und Erlebnisort zum Energie- und Rohstoffwandel errichtet werden. Anläßlich der öffentlichen Vorstellung dieses Projekts sprach der Leiter des Technologie- und Förderzentrums (TFZ) Dr. Bernhard Widmann von einem Beitrag, um mit unserem Planeten etwas sorgsamer umzugehen und verwies darauf, daß die Einrichtung selbstverständlich aus nachwachsenden Rohstoffen und heimischen Materialien bestehen und dem Passivhausstandard entsprechen werde.

Das HNRE soll mit einer Dauerausstellung und Wechselausstellungen sowie Beratungstätigkeit zu einem Exkursionsziel fĂĽr eine breite gesellschaftliche Zielgruppe werden, so daĂź mit jährlich mehreren zehntausend Besuchern gerechnet wird. Das Ausstellungskonzept, das in neun Einheiten Inhalte von Energie- ĂĽber Nahrungsversorgung bis hin zum Aufzeigen von Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten eines jede Einzelnen abdecken soll, wurde von einem 29-köpfigen Expertengremium des TFZ und CARMEN (Centrales Agrar-Rohstoff Marketing und Energie-Netzwerk e. V.) entwickelt und beansprucht, wissenschaftlich und nicht politisch zu sein. Das Wissenschaftszentrum Straubing (WZS), das mit der Organisation CARMEN und dem Technologie- und Förderzentrum unter dem Dach des Kompetenzzentrums fĂĽr Nachwachsende Rohstoffe zusammenarbeitet, wurde ursprĂĽnglich von der TU MĂĽnchen gegrĂĽndet und ist dem Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW) angegliedert. Das Wissenschaftszentrum arbeitet branchen- und disziplinenĂĽbergreifend, wodurch Vertreter der Natur-, Ingenieur-, Ă–kosystem- und Wirtschaftswissenschaften zusammenarbeiten, um Fragestellungen vom MolekĂĽl bis zur Vermarktung in der Lehre und Forschung abzudecken. Wichtige Forschungsziele stellen Fragen um technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit, sowie die Verbreiterung der Rohstoffbasis dar. Die geplante Einrichtung „Haus der Nachhaltigen Rohstoffe und Energien“ verschreibt sich dem grundsätzlichen Ziel einer Wirtschaftsweise, die sich auf moderne Weise auf ihre Wurzeln besinnt. – Diesem Ansinnen kann man nur Erfolg wĂĽnschen! Und sicher werden viele „Umwelt & Aktiv“-Leser den Fortgang dieses Projekts nicht nur mit Interesse verfolgen, sondern – sobald möglich – zu den ersten Besuchern zählen.

Gerhard Keil

 

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Datum
16.03.2016

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