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Erstes Umwelt & Aktiv Lesertreffen ein voller Erfolg!

Das erste Umwelt & Aktiv Lesertreffen in Thüringen darf als voller Erfolg bezeichnet werden. Vor ca. 65 Teilnehmern beleuchteten die Referenten Dudo Erny, Philip Stein, Dr. Angelika Willig und Herr Prof. Dr. Walter Marinovic vor beeindruckender Kulisse das Thema Überbevölkerung und Ökologie.

 

Einen guten Eindruck über die Veranstaltung vermitteln die zahlreichen Berichterstattungen im Internet. So sei hier auszugsweise der Bericht des Nachrichtenportals wanus.de mit freundlicher Genehmigung des Autors erwähnt:

 

dudo-erny

„Die größte Paßgenauigkeit zum Arbeitstitel der Tagung dürfte der Autor des Buches „Grünschwätzer“, Dudo Erny, aufgewiesen haben, da der Schweizer Staatsbürger kroatischer Abstammung, der sich selbst als Beispiel gelungener Integration bezeichnete und in Zürich Geographie studierte, in seinem Buch sich bereits ausführlich mit dem Phänomen der Bevölkerungsexplosion auf manchen Kontinenten auseinandersetzte. Denjenigen, die im Zusammenhang mit der Überbevölkerung immer nur von einem Verteilungsproblem reden, unterstellt Dudo Erny, nicht begriffen zu haben, was eine Exponentialfunktion ist. Anhand einiger eindrucksvoller Beispiele versuchte er eine weniger abstrakte Vorstellung von den Zahlendimensionen im Milliardenbereich zu schaffen, um das Bewußtsein für die Fragestellung zu schärfen, was es neben der Versorgung mit Nahrungsmitteln bedeutet, für einen weiter anschwellenden Bevölkerungs-Tsunami dementsprechende Infrastruktur zu schaffen. Starke Kritik übte Dudo Erny auch an den Medien, die dem Problem einer täglich um 220 000 Menschen steigenden Weltbevölkerung auswichen oder es sogar manipulativ verschweigen. Er sprach in diesem Zusammenhang nicht von einer Lügen-, sondern einer Schweigepresse.

 

philip-stein

Außer Dudo Erny referierte der junge Geschichts- und Philosophiestudent Philip Stein, der derzeit an einem Buch zur „Rechten Ökologie“ arbeitet. Stein spannte den Bogen von den konträr zueinander verlaufenden Bevölkerungsentwicklungen der Entwicklungsländer und derjenigen Europas zur unmittelbar stattfindenden Umweltveränderung durch Bevölkerungsaustausch. Stein forderte eine Gegenkultur zum Zeitgeist, die den Menschen in natürlicher Umgebung und Gemeinschaft verortet. Anhand von zwei technikkritischen Zitaten von Friedrich Georg Jünger aus den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts leitete der junge Referent zu dem ethischen Standpunkt über, daß der Mensch nicht mehr beanspruchen dürfe, als ihm zustehe. Philip Stein forderte in diesem Kontext eine „nachhaltige Wachstumsrücknahme“ und stellte fest, daß Ökologie sinnvoll nicht losgelöst von einem organischen Weltbild gedacht werden könne, weshalb es nur folgerichtig sei, Ökologie und Heimat zusammenzudenken. Der junge Buchautor sprach von der Ökologie als Baustein einer kulturellen Revolution, die der Durchökonomisierung aller Lebensbereiche den Kampf ansagt.

 

dr-angelika-willig

Die philosophische Unterfütterung der Veranstaltung war in jedem Fall gegeben, trat neben Philip Stein mit Frau Dr. Angelika Willig eine weitere Koryphäe dieser Zunft als Referentin auf. Die auch als Autorin für „Umwelt & Aktiv“ schreibende Referentin studierte Philosophie, Germanistik und Lateinische Philologie und promovierte in Philosophie über Martin Heidegger und Karl Jaspers. Mit einem intelligenten, aber zu keinem Zeitpunkt trockenen Vortrag, der als tiefgründig, humorvoll und anekdotenreich bezeichnet werden darf, setzte sie die Ökologie in einen Bezug zum Revierverhalten und definierte sie als Konfrontation mit dem Elementaren. Die Referentin erklärte, den Menschen nicht zentral im Mittelpunkt zu sehen, und erläuterte einen in so mancher Hinsicht religiös bedingten Zwiespalt der Menschen mit der Natur.

 

prof-walter-marinovic

Daran knüpfte mit einer Vielzahl historischer Bezüge der aus Wien angereiste mehrfache Buchautor Prof. Dr. Walter Marinovic an, der sich in seinem Vortrag einen thematisch weiter ausholenden Kreis erlaubte, jedoch ebenso zu dem Fazit gelangte, daß der Typus Konsumidiot einem ökologischen Selbstverständnis nicht weniger widerspreche, als die gegenwärtige Umvolkung. Der ehemalige Gymnasiallehrer für die Fächer Deutsch und Latein bekannte bei seiner Selbstvorstellung eingangs seines Vortrages, daß er nicht auf alle seine Schüler stolz sein könne und nannte den heutigen österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann, den er unterrichtete.

 

Der in der Einladung als Kulturkritiker bezeichnete Referent bekräftigte auf Nachfrage, daß es einen Zusammenhang zwischen gewachsenen intakten Kulturräumen und Ökologie gibt und nannte gewisse kulturelle Aspekte, die Grundvoraussetzung für ökologisch verantwortungsvolles Verhalten sind. Dabei beklagte Prof. Marinovic eine mangelnde Wertschätzung von Gottesgeschenken und bekannte auf Nachfrage, daß für ihn Ökologie nicht ohne metaphysisches Moment denkbar ist. Der lebenserfahrene Kulturkritiker sprach sich für eine Kultur der Dankbarkeit anstelle der Verschwendungssucht aus, die für ihn die Wiedergewinnung nicht materiell definierter Werte erfordert. Abgesehen von den Vorträgen wurde seitens des Veranstalters an beiden Tagen darauf Wert gelegt, ausreichend zeitliche Freiräume in den Programmablauf zu integrieren, um den Veranstaltungsteilnehmern die Möglichkeit zu umfangreichen Gesprächen zu geben.“

 

Den vollständigen Bericht finden Sie unter http://wanus.de/2016/04/12/zweitaegiges-leser-und-autorentreffen-von-umwelt-aktiv/

 

In den kommenden Tagen ist auch mit der Veröffentlichung mehrerer Film- und Tonaufnahmen seitens teilnehmender Medienvertreter zu rechnen. Wir halten Sie diesbezüglich selbstverständlich auf dem Laufenden.

 

Freuen Sie sich mit uns jetzt schon auf das Umwelt & Aktiv Lesertreffen 2017!

 

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1 Kommentare zum Artikel “Erstes Umwelt & Aktiv Lesertreffen ein voller Erfolg!”


  1. Asenpriester meint:
    19.04.2016 um 02:12


    Ökologie geht nur von ‚Rechts‘!
    Denn das Thema Überbevölkerung, Heimatschutz, Kulturbewahrung existiert gar nicht bei den Links-Grünen. Der konservative Ökologe Herbert Gruhl warnte schon in seinem ersten Buch 1975 vor der Bevölkerungsexplosion, besonders in der 3. Welt und dem Wirtschaftswachstum in den ‚entwickelten Staaten‘.
    Die Weltbevölkerungsentwicklung seit dem 18. Jahrhundert:
    1800 1 Mrd. Menschen
    1927 2 Mrd.
    1960 3 Mrd.
    1974 4 Mrd.
    1987 5 Mrd.
    1999 6 Mrd.
    2011 7 Mrd.
    2007 lebten erstmals in der Geschichte mehr Menschen in den Städten als auf dem Land.
    Daß das herrschende Finanzkapital und die neuen Weltordner völlig ausgerastet sind, beweist, daß diese Wahsinnigen die gesamte Überbevölkerung der 3. Welt in Deutschland ansiedeln wollen.
    Herbert Gruhl hatte diese fatale und weltzerstörerische Entwicklung lange voraus gesehen. In einem Aufsatz von 1988 beschreibt er genau die jetzige selbstmörderische Phase:

    http://heimattreu-naturkonservativ.npage.de/ist-das-zerstoerte-fliessgleichgewicht-wieder-herstellbar-referat-aus-dem-jahr-1988-von-herbert-gru.html