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Felsenbirne – tolle Herbstfärbung und exzellente Marmelade!

Blühende Felsenbirne

Nicht nur meine Amseln im Garten haben sie zum Fressen gern: die etwa heidelbeergroßen, von Kelchblättern gekrönten, purpurschwarzen Früchte der Felsenbirne. Auch ich liebe diesen Strauch, insbesondere seine Früchte. Amelanchier-Arten sind sommergrüne, kleine Bäume und Sträucher. Die bei Reife dunkelvioletten bis bläulich schwarzen, kleinen, apfelförmigen Früchte mit vier bis zehn einsamigen Fächern weisen am oberen Ende noch die zurückgekrümmten Kelchblätter auf. Die Wildfrüchte werden ab Anfang Juni nach und nach reif, weshalb öfter zu ernten ist. Die Felsenbirnen-Arten werden zumeist nur als Ziersträucher in die Gärten gepflanzt, vielfach noch mehr wegen ihrer herrlichen Herbstfärbung als aufgrund der Blüte. Die wenigsten heutigen Zeitgenossen, wagen sie allerdings zu genießen, da sie allgemein für giftig gehalten werden. Daran ist jedoch nur ein unbedeutendes Körnchen Wahrheit. Blätter und Samen der Felsenbirne enthalten geringe Mengen cynogener Glykoside, doch selbiges trifft auf Apfelkerne zu. Unzerkaute Samen werden unverdaut wieder ausgeschieden und selbst nach dem unbeabsichtigten Zerbeißen einiger Samen sind noch längst keine Vergiftungssymptome zu erwarten.

Die Felsenbirne verfügt über zahlreiche gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe, die sogar zur Blutdrucksenkung beitragen können. Felsenbirnenfrüchte enthalten zahlreiche Vitamine, normalisieren den Schlaf, die Herzleistung und helfen bei Hals- und Mundentzündungen. Flavonoide (Vitamin P) halten die Gefäße geschmeidig und das Herz gesund, Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Eisen unterstützen den Schlaf, eine normale Nervenfunktion und Muskeltätigkeit. Die in der Naturmedizin bekannten Gerbstoffe werden eingesetzt, um Entzündungen im Mund- und Rachenraum zu bekämpfen und unverdauliche Ballaststoffe wie beispielsweise Pektin sättigen, ohne Kalorien zu liefern, sprich unterstützen so das Abnehmen sowie die Verdauung. Insbesondere eignet sich die Felsenbirne zur Herstellung von Marmelade, aufgrund des hohen Pektingehalts soll dies sogar ohne Gelierzucker gelingen. Felsenbirnen-Marmelade ist mein persönlicher absoluter Konfitürefavorit, weshalb ich mir der Strauch in unserem Garten mit seinen mehr als drei Kilogramm Beeren – obwohl mit den Amseln geteilt – eine große Freude bereitete.

Die unempfindliche und robuste Felsenbirne ist abgesehen von Schatten und nassen, stark sauren Böden wenig anspruchsvoll. Mit Blick auf die Früchte sollte die Felsenbirne an einem nicht allzu trockenen Standort stehen, weist an solchen jedoch die intensivere Herbstfärbung auf. Schön und schmackhaft kann ich Ihnen die Felsenbirne nur wärmstens als Gartenstrauch empfehlen!

Ihr

Gerhard Keil

Bildquelle: 255134_web_R_K_B_by_zaubervogel_pixelio.de

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Datum
07.07.2017

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