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Herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs bei den Urwildpferden!

Przewalski-Pferde

Das Urwildpferd, auch Przewalski-Pferd genannt, steht auf der roten Liste der gefährdeten Arten und kommt in freier Wildbahn nur noch äußerst selten vor. Und auch dies nur aufgrund von Auswilderungsprogrammen, nachdem es abgesehen von einigen Zootieren in Freiheit seit 1969 bereits als vollständig ausgerottet galt (Umwelt & Aktiv berichtete bereits früher: http://www.umweltundaktiv.de/tierschutz/przewalski-herde-auf-truppenuebungsplatz/). Unlängst wurden erst wieder vier dieser seltenen Urwildpferde von Tschechien aus mit einem Militärflugzeug zur Auswilderung in die Mongolei geflogen worden. Zwei von ihnen waren in deutschen Tierparks zur Welt gekommen. Konkret Naya in München und Romy in Leipzig. In einem Freigehege werden die Neuankömmlinge zunächst ein Jahr lang an das Leben in der asiatischen Steppenlandschaft gewöhnt. Mit ihnen steigt die Gesamtzahl der Przewalski-Pferde im Gobi-Schutzgebiet auf nun 170 wieder wildlebende Pferde. Im Rahmen mehrerer Beweidungsprojekte, wie beispielsweise in Tennenlohe, Hanau, Gießen, Augsburg oder im Nationalpark Bayerischer Wald sowie im ungarischen Nationalpark Hortobagy, werden inzwischen wieder eine beachtliche Anzahl der ursprünglichen Wildpferde betreut.

Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang, daß es bei den Przewalski-Pferden im Nationalparkzentrum Falkenstein im niederbayerischen Landkreis Lkr. Regen zu gesundem Nachwuchs kam. Mit dem frischentbundenen Fohlen ist die Herde der Wildpferde im Tierfreigelände auf insgesamt neun Tiere angewachsen, die dort ein großes Wiesengelände mit Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung haben. Auch der Nationalpark hat bereits Auswilderungsprojekte unterstützt. Über das Arterhaltungsbemühen hinaus darf dieser Zuwachs vermutlich auch als magnetischer Ausflugsgeheimtipp angesehen werden, denn wer hat schon einmal ein Przewalski-Fohlen gesehen. – „Umwelt & Aktiv“ erfreut sich über jegliche Erfolge bei der Erhaltung bedrohter Arten, ob in Fauna oder Flora sowie anthropologisch den in seiner Population zunehmend abnehmenden autochthonen Europäer! Letzterer Umstand wird bedauerlicherweise häufig übersehen.

Gerhard Keil

 

Bildquelle: 670618_web_R_K_by_Karlheinz Felsch_pixelio.de

 

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