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Kein Ei mit 3!

622139_web_R_by_g√§nsebl√ľmchen_pixelioBei Weihnachtsgeb√§ck auf versteckte K√§figeier achten

Pl√§tzchen, Stollen und Lebkuchen geh√∂ren zu Nikolaus und der Adventszeit dazu. Im Supermarkt oder beim B√§cker gekauftes Geb√§ck enth√§lt allerdings nach wie vor meist Eier von Hennen aus K√§fighaltung. In sogenannten Kleingruppenk√§figen leben die Tiere auf Gitterst√§ben und auf engstem Raum. F√ľr den Verbraucher ist dies nicht erkennbar, eine Kennzeichnungspflicht f√ľr die Herkunft verarbeitender Eier existiert nicht. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt daher, beim Einkauf ganz genau hinzuschauen und im Zweifelsfall lieber selbst zu backen ‚Äď mit Eiern aus Freiland- oder Biohaltung. Auch vegane Rezepte ganz ohne Eier bieten eine leckere Alternative.

Eier aus K√§fighaltung sind bei den Verbrauchern l√§ngst durchgefallen. Immer mehr Handelsketten sind bereits dem Druck der Verbraucher und dem Aufruf des Deutschen Tierschutzbundes gefolgt, soda√ü frische Schaleneier aus K√§fighaltung bereits vollst√§ndig aus den Sortimenten verschwunden sind. Zehn Prozent aller in Deutschland produzierten Eier stammen aber nach wie vor von Tieren, die in K√§figen gehalten werden. Die sogenannten Kleingruppenk√§fige haben 2009 die K√§figbatterien abgel√∂st, bieten den Hennen aber kaum mehr Platz. Etwas mehr Platz als ein DIN A4-Blatt steht jedem Tier zur Verf√ľgung. Erst Ende 2025 soll diese Haltungsform abgeschafft werden. Umso wichtiger ist es, da√ü die Verbraucher ihre Macht nutzen, um verarbeiteten K√§figeiern in anderen Produkten schon heute die rote Karte zu zeigen.

Keine Kennzeichnungspflicht bei verarbeiteten Eiern

Eier aus K√§fighaltung m√ľssen mit der Ziffer 3 gekennzeichnet werden. Die 3 findet sich allerdings nur auf den Schaleneiern – nicht auf Produkten, in denen Eier verarbeitet wurden. F√ľr Verbraucher ist damit nicht erkennbar, aus welchem Haltungssystem die Eier in gekauftem Geb√§ck oder auch in Eierlik√∂r stammen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher eine verpflichtende Kennzeichnung der Eiherkunft auf den Packungen. Dabei stehen die Ziffern 2 (Bodenhaltung), 1 (Freilandhaltung) und 0 (Biohaltung) f√ľr tierfreundlichere Alternativen. Mit einer verpflichtenden Kennzeichnung h√§tten Verbraucher die M√∂glichkeit, auch bei Fertigprodukten eine Wahl zugunsten der Tiere zu treffen und Produkte, die mit K√§figeiern hergestellt wurden, vermeiden zu k√∂nnen. Solange nicht anders gekennzeichnet, stammen die enthaltenen Eier mit gr√∂√üter Wahrscheinlichkeit aus der K√§fighaltung. Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt, in diesem Fall lieber auf den Kauf zu verzichten und die Weihnachtspl√§tzchen mit Freiland- oder Bioeiern selbst zu backen. Auch ganz ohne Eier l√§sst sich mittlerweile problemlos backen ‚Äď leckere vegane Rezepte finden sich in vielen Backb√ľchern oder im Internet.

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Pressemitteilung vom 30.11.2015
Deutscher Tierschutzbund e.V. Bonn

Bildquelle: g√§nsebl√ľmchen / pixelio.de

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Datum
30.11.2015

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