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Keine weitere Glyphosat-Zulassung!

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Erst im März wurde in Wien ein neuer Bericht mit dem Titel „Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft“ vorgestellt, der aufzeigte, wie Monsanto und andere Glyphosat-Hersteller wissenschaftliche Belege zu Gesundheitsgefahren des Unkrautvernichters manipulierten. Dadurch versuchten die Agrar-Konzerne ein Verbot des Wirkstoffs in der EU verhindern. Die Hersteller sind bereits seit Längerem bestrebt, die deutlichen Belege für die krebserregende und erbgutschädigende Wirkung von Glyphosat mittels von Herstellerseite finanzierten Studien zu vertuschen. Es ist auch kein Ruhmesblatt für die in das Zulassungsverfahren von Pestiziden involvierten deutschen und europäischen Behörden, wie beispielsweise das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bzw. die europäische Lebensmittelbehörde (EFSA), die sich diese fragwürdigen Studien-Ergebnisse unkritisch zu eigen gemacht haben. Kein unbekannterer als der Pestizidkonzern Monsanto – Erfinder von Glyphosat – war maßgeblich an vermeintlich unabhängigen Studien über den Unkrautvernichter beteiligt.

Ende vergangenen Monats wurde öffentlich, dass der umstrittene US-Beamte Jess Rowland als Teilnehmer an einer Telefonkonferenz der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA die Bewertung einer Studie über Krebs bei Mäusen beeinflußte. Im Rahmen eines Gerichtsverfahrens in den USA stellte sich heraus, daß Rowland sich als Mitarbeiter der Umweltbehörde EPA in E-Mails an Monsanto sogar damit brüstete, einen Prozess zur Bewertung von Glyphosat „vom Gleis genommen zu haben“. Der Toxikologe Prof. Dr. Christopher Portier, ehemals Chef Chef der Behörden für Umweltgesundheit und toxische Substanzen in den USA, warf unlängst dem deutschen Bundesinstitut für Riskobewertung (BfR) vor, in acht Studien signifikante Hinweise auf eine krebserzeugende Wirkung des Unkrautvernichters nicht berücksichtigt zu haben. Ende 2017 entscheidet die EU darüber, ob das weltweit am häufigsten eingesetzte Gift für weitere zehn bis 15 Jahre zugelassen wird. Über die nachfolgende Bürgerinitiative ist es möglich, sich an einer Unterschriftenpetition dagegen zu beteiligen:

https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/europaeische-buergerinitiative-stop-glyphosat.html

Für den Autor dieser Zeilen war interessant, daß anläßlich meines jüngsten Hausarztbesuches dieser, nachdem wir mehr oder weniger beiläufig auf das Thema Garten zu sprechen kamen, die ihm offensichtlich bekannten „Glyphosat-Studien“ ansprach und keinen Hehl daraus machte, denjenigen, die auf eine Krebsgefährdung hinwiesen für eindeutig seriöser zu halten. „Umwelt & Aktiv“ bleibt unerschütterlich bei seiner Haltung: Verzichten Sie auf Gift – und bleiben Sie gesund!

Ihr

Gerhard Keil

Bildquelle: 654252_web_R_B_by_Erich Westendarp_pixelio.de

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Datum
01.07.2017

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  1. Verfassungswirklichkeit heute: Umweltschutz ist gut und links, Heimatschutz aber schlecht und rechts? | rundertischdgf 04 07 17