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Krebserregende Bestandteile in Coca-Cola und Pepsi?

In den USA ändern Coca-Cola und Pepsi die Herstellung von Inhalten ihrer Softdrinks. Der Farbstoff, der Cola dunkel werden läßt, kann vermutlich krebserregende Bestandteile enthalten und da die Produzenten keine Warnschilder auf die Flaschen drucken wollen, wird die Herstellung der Substanz in den USA umgestellt. In Deutschland wird sich dagegen nichts ändern.

Ein Zusatz, der zum Färben der Getränke genutzt wird, soll künftig anders produziert werden. Je nach Produktionsform kann Zuckercouleur (E150a bis d) einen größeren oder kleineren Anteil des sogenannten 4-Methylimidazols enthalten, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Insbesondere der Einsatz von Ammoniak- und Ammoniumsulfit-Zuckercouleur (E150c und d) wird von Verbraucherschützern in den USA kritisiert. In Deutschland verleiht E150d ebenfalls die dunkle Farbe in Coca-Cola.

Zu der Umstellung der Substanzherstellung kam es, da vom Bundesstaat Kalifornien 4-Methylimidazol in eine Liste krebserregender Stoffe aufgenommen wurde. Cola und auch Pepsi wären daher verpflichtet gewesen, ab einem bestimmten Anteil der Substanz im Getränk das Etikett der Flaschen oder Dosen mit dem Warnhinweis „krebserregend“ zu versehen und um dies zu vermeiden, haben die beiden Hersteller das Rezept in den gesamten USA angepaßt. Und dies, obwohl ein Sprecher der US-Nahrungsmittelkontrolleure aussagte, daß ein Mensch mehr als tausend Dosen Cola an einem Tag trinken müsse, um auf die Dosis zu kommen, die bei Nagetieren Krebs auslöse.

Aus der deutschen Niederlassung des Softdrink-Herstellers ist zu erfahren, daß der Farbstoff für gesundheitlich unbedenklich gehalten werde, daher wird hierzulande die Rezeptur nicht geändert.

Quelle: Spiegel Online 19.3.2012
Bildquelle: motograf / pixelio.de

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Datum
20.06.2012

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1 Kommentare zum Artikel “Krebserregende Bestandteile in Coca-Cola und Pepsi?”


  1. Vinzenz Leutloff meint:
    04.07.2012 um 02:46


    Schon bedenklich, dass man in den USA die Rezeptur ändert, um die Bevölkerung dort vor Schäden durch den Konsum zu schützen, man aber für die anderen Nationen keine Notwendigkeit sieht. Deutsche werden damit zu Konsumenten zweiter Klasse degradiert.

    Wenn das aber auch diverse andere Produzenten so praktizieren, dann konsumieren wir Bürger alle chemische Cocktails, die natürlich in der Summe gravierende Auswirkungen auf den Organismus haben können.

    Koffeinhaltige Getränke stehen ohnehin unter Verdacht das Risiko von Darmkrebs zu erhöhen.

    Dennoch sehe ich bei diesen Getränken eine viel größere Gesundheitsgefahr mit Blick auf Diabetis Typ 2. Laut der Webseite des Hersteller Coca-Cola beinhaltet diese 10,6 Gramm Zucker auf 100 ml. Die empfohlene Zuckermenge beträgt laut WHO nur 50-60 Gramm pro Tag.

    Eine Flasche Cola mit einem Liter enthält folglich bereits 106 Gramm Zucker, also das doppelte der empfohlenen Tagesmenge. Eine 1,5 Liter Flasche sogar 50% mehr.

    Das heiĂźt, wenn man am Tag eine Flasche trinkt, dann nimmt man bereits die doppelte bis dreifache Menge an Zucker auf, als von der WHO empfohlen wird.

    Wenn man Tabakkonzerne zur Kasse bittet, weil Krebs resultieren kann, wäre es folglich nur logisch die Hersteller von Zuckerlimonade zur Kasse zu bitten, weil Diabetis und andere Krankheiten resultieren können oder nicht?

    Auf den Verpackungen fehlen Warnhinweise, zudem sind die Getränke sogar an Kinder frei verkäuflich, obwohl die schädigende Wirkung von übermäßigem Zuckerkonsum längst in der internationalen Medizin bekannt ist.

    So wird doch sehr deutlich, dass die Behörden in der EU und der BRD nicht das Wohl der Bürger über Industrien, sondern Industrien über das Wohl der Bürger stellen.

    Ich habe nichts gegen ein kühles Glas Cola, genauso wenig bin ich gegen Zigaretten, aber der Staat als auch die Firmen sollten zumindest dafür sorgen, dass Aufklärung stattfindet und Produkte nur in den Maßen konsumiert werden, in denen eine Schädigung nicht auftritt.

    Momentan ist es aber so, dass sich die Konsumenten letztendlich selbst vergiften, einfach weil die heutige Allgemeinbildung soweit reduziert wurde, dass viele Bürger gar nicht wissen, wo die Grenze zwischen verträglich und schädlich liegt.