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Ökologisch, aber erfolgreich gegen Blattläuse!

Marienkäfer auf erfolgreicher Jagd

Das Gartenjahr ist seit geraumer Zeit im Gange und womöglich plagt sich so mancher inzwischen mit lästigen Blattläusen an seinen Pflanzen. Und da sich Blattläuse explosionsartig vermehren, sollten Sie mit Gegenmaßnahmen nicht allzu lange warten. Entscheidend ist: Es ist keine Chemie vonnöten! Nicht nur der gepunktete Glückskäfer (Umwelt & Aktiv berichtete: http://www.umweltundaktiv.de/allgemein/marienkaefer-ein-winterquartier-fuer-das-glueck/) ist ein Freßfeind der Blattläuse, sondern ebenso sind der Ohrenkriecher, die Florfliegenlarve und die Gallmücke hilfreiche Blattlausjäger. Und wem es nicht schnell genug gelingt, in seinem Garten die ökologischen Rahmenbedingungen zu schaffen, sich diese Hilfskräfte anzulocken, kann diese zum Start auch käuflich erwerben. Verschiedentlich werden Marienkäfer und ihre Larven, die Larven von Florfliegen oder die Puppen von Gallmücken angeboten. Sie können sich im Weltnetz erkundigen bzw. der Einfachheit halber nachfolgend ein möglicher Verweis:

https://www.gruenteam-versand.de/nuetzlinge

Weniger bekannt ist, daß auch Meisen helfen, eine Blattlausplage einzugrenzen. Übrigens vergessen diese gefiederten Freunde nicht, wer ihnen über den Winter Meisenknödel angeboten hat. Meisenkästen als Nistmöglichkeit im Frühjahr befördern zudem den Umzug in ihren Garten. Als zusätzlich vorbeugende Maßnahme können auch Lavendel sowie andere ätherische Öle enthaltende Pflanzen gezielt zwischen das anfällige Gemüse gesetzt werden. Mit Blick auf die schwarze Blattlaus machte sich auch das Bohnenkraut einen guten Namen. Eine bewährte natürliche Lösung gegen Blattläuse ist auch der Einsatz von Steinmehl. Dieses gibt es in unterschiedlichen Körnungen zu kaufen, wobei sich fein gemahlenes besonders empfiehlt. Hilfsweise siehe auch diesbezüglich nachfolgenden Verweis:

http://www.urgesteinsmehl-shop.de/

Es wird auf die Blätter der Pflanzen gestäubt und bildet dort eine hauchdünne Schicht, die Blattläusen sowie Spinnmilben die Atemwege verstopft, weshalb die Schädlinge meist schnell verschwinden. Darüber hinaus werden die Pflanzen über das Steinmehl mit Mineralstoffen versorgt, die insbesondere deren Blattstruktur stärkt.

Ein althergebrachtes Mittel gegen Blattläuse ist der Ackerschachtelhalm, der auch als Zinnkraut bekannt ist. Für eine Brühe aus Ackerschachtelhalm setzen Sie entweder 500 Gramm frisches Zinnkraut oder 80 Gramm getrockneter Schachtelhalm mit fünf Litern Wasser in einem Eimer an und lassen diesen 24 Stunden stehen. Danach füllen Sie die benötigte Menge in einen Topf und kochen den Inhalt etwa eine halbe Stunde. Nach dem Kochen gießen Sie den Sud durch ein Sieb und fangen ihn in einem weiteren Eimer auf. Wenn die Schachtelhalmbrühe abgekühlt ist, mischen Sie sie mit der fünffachen Menge Wasser. Dann ist die Brühe einsatzbereit. Die von Blattläusen befallenen Pflanzen besprühen Sie gründlich von allen Seiten mit dem Zinnkraut-Wasser. Auch die Erde dürfen Sie damit gießen. Diese Maßnahme sollte alle zwei bis drei Wochen angewandt werden. Ebenso hilft auch ein Sud aus Brennesseln. Der Sud wird im Verhältnis 1:10 hergestellt, sprich es werden 100 Gramm Brennnesseln mit einem Liter kochendem Wasser übergossen. Den Sud abkühlen und zwei Tage ziehen lassen und durch ein Sieb in eine Sprühflasche umfüllen und die Pflanzen großzügig einsprühen.

Man kann den Blattläusen sogar mit kaltem Kaffe zu Leibe rücken, indem man die Pflanzen damit besprüht. Bei bereits großflächigem Befall kann man auch als Erstmaßnahme vorsichtig mit einer feinen Zahnbürste vorgehen. Fest steht: Durch eine Kombination der genannten Maßnahmen ist in jedem Falle ein zufriedenstellender Erfolg zu erzielen. Und es ist auch keineswegs nötig bis zur letzten einzelnen Blattlaus einen Vernichtungskrieg zu führen, da ein nur marginaler Befall, der in Schach gehalten wird, die Pflanzen nicht ernsthaft beeinträchtigt. Schließlich sollte nicht vergessen werden, daß jeder Schädling im ökologischen Gleichgewicht für seinen Freßfeind einen Nützling darstellt.

Gerhard Keil

 

Bildquelle: 734807_web_R_K_B_by_piu700_pixelio.de

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