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Umweltschutz, Tierschutz, Heimatschutz

Ökologische Maßnahmen zum Pflanzenschutz

Marienkäfer auf erfolgreicher Jagd

Marienkäfer auf erfolgreicher Jagd

Die Gartenbesitzer werden im Lenzing/März mit der Frühjahrsgartenarbeit begonnen haben und dürften zum Ostermond/April mit der Sichtbarwerdung ihrer ersten Gemüsepflanzen rechnen bzw. beginnen, erste Vorzuchten in die Freibeete zu versetzen. Ab diesem Zeitpunkt sieht man sich in Gärten, in denen das Flora- und Fauna-Habitat noch kein ideales ökologisches Gleichgewicht aufweist, der Herausforderung ausgesetzt, ein Augenmerk auf den Pflanzenschutz zu legen, vielfach auch als „Schädlingsbekämpfung“ bezeichnet. Nur sollte dabei nicht vergessen werden, daß besagte „Schädlinge“ zumeist die Nahrungsgrundlage der Nützlinge darstellen. In einer optimalen ökologischen Umgebung kennt Mutter Natur keine Probleme, allerdings besitzt nicht jeder einen diesbezüglich ausreichend großen Garten und die dementsprechende Nachbarschaft. Dennoch ist dies noch lange kein Grund, es mit dem Griff zur chemischen Keule zu „verschlimmbessern“. Wer sich kundig macht, stößt auf eine Vielzahl naturverträglicher Maßnahmen, die nachfolgend, fernab jeglichen Anspruches auf Vollständigkeit, kurz angeschnitten werden.

Häufig wird sich an Blattläusen gestört, zu deren natürlichen Freßfeinden neben Florfliege und Marienkäfer auch der sogenannte Ohrenkriecher gehört. Baut man Letzterem nahe der befallenen Pflanzen aus einem mit etwas Holzwolle gefülltem umgekehrt aufgehängten Blumentopf einen Unterschlupf, wird sich der Blattlausjäger schnell heimisch fühlen. Auch beugen generell Mischkulturen einem übemäßigen Blattlausbefall vor, doch insbesondere ätherische Öle enthaltende Pflanzen, wie bspw. Lavendel zwischen die bedrohten Pflanzen gesetzt, verfehlen ihre Wirkung nicht. Auch Bohnenkraut ist zu diesem Zwecke zu empfehlen. Zusätzlich zu den Verbündeten der Insektenwelt kann man befallene Pflanzen mit Brennesselsud besprühen. Hierzu gibt man Brennesseln in kochendes Wasser und läßt dies zwei, drei Tage ziehen. Man kann den daraus entstehenden Sud noch etwas verdünnen, ehe man ihn auf die Pflanzen gibt. Durch diese Maßnahme erzielt man außerdem noch eine düngende Wirkung. Ebenso hilft auch das Besprühen mit kaltem Kaffe, scharzem Tee oder ein 1:2-Gemisch aus Milch und Wasser.

Nicht weniger unbeliebt sind bei den Gärtnern Schnecken und nicht jeder besitzt diese fressende Laufenten oder Schneckeneier beseitigende Hühner. Dennoch: Vermeiden Sie Blaukorn! Kaufen Sie sich stattdessen lieben einen Schneckenzaun. Und wer kein Geld dafür ausgeben will, achte auf einen ausreichend trockenen Bereich um die Beete, den man zudem noch mit Holzwolle, Steinmehl, Asche oder Kalk ausstreuen kann. Unterschlupfmöglichkeiten für Igel sind ebenfalls sehr zu empfehlen: Ein Igel im Garten löst das Schneckenproblem weitgehend! Aber auch mit Pflanzen kann man sich der Schneckenplage erwehren. Kapuzinerkresse, Thymian, Salbei oder Rosmarien werden von Schnecken im Regelfall gemieden. Ebenso Phacelia, die zudem auf Bienen und andere nektarliebende Nützlinge anziehend wirkt. Dahlien, Petunien, Funkien und Tagetes allerdings ziehen Schnecken an. Doch braucht oder soll ein Garten auch nicht zu hundert Prozent schneckenfrei sein, denn auch diese Tiere haben, unabhängig davon, von anderen gefressen zu werden, ihren Nutzen. Es geht um´s natürliche Gleichgewicht! Zum Vertilgen ungesunder Pflanzen oder für die Verbesserung der Bodenqualität durch das abgesonderte Schleimsekret sind auch diese Tiere von Nutzen und geben Mutter Natur somit wieder etwas zurück.

Heute kann sich der moderne Gärtner mit Weltnetzzugang sogar den Luxus gönnen, sich seine Pflanzenschutztruppen frei Haus liefern zu lassen – diesbezüglich erlaubt sich „Umwelt & Aktiv“ auf nachfolgenden Weltnetzverweis aufmerksam zu machen:

http://www.gruenteam-versand.de/nuetzlinge

Investieren Sie im Zweifelsfall nicht in Gift, sondern, wenn Sie schon Geld zur sogenannten „Schädlingsbekämpfung“ in die Hand nehmen wollen, dann holen Sie sich zusätzliches Leben in den Garten!

Gerhard Keil

 

Bildquelle: 734807_web_R_K_B_by_piu700_pixelio.de.jpg

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