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Schnecken-Grenzschutz und Schrecken der Schnecken ohne Chemie!

Schneckenplage

Schneckenplage

Selbst viele im Allgemeinen ökologisch bewußte Gärtner verzweifeln häufig vor der Schneckenplage und genehmigen sich deshalb die gelegentliche Umweltsünde, Blaukorn zu verwenden. Aufgrund der Schadenswirkung des Blaukorns ebenso für zahlreiche Schneckenfeinde verhindert diese Verhaltensweise jedoch das Entstehen eines ökologischen Gleichgewichts von Nützlingen und sog. „Schädlingen“. „Umwelt & Aktiv“ möchte diesbezüglich auf seinen vor einiger Zeit erschienen Artikel über ökologische Maßnahmen zum Pflanzenschutz verweisen (siehe: http://www.umweltundaktiv.de/allgemein/oekologische-massnahmen-zum-pflanzenschutz/) und mit diesem Nachtrag noch eine hilfreiche Ergänzung speziell zum Thema Schnecken anbringen. Für den Gärtner gilt bei dieser Tierart – wie so häufig in der Natur – nicht alle Schnecken sind gleich! Von den etwa 400 bei uns existierenden Schneckenarten sind nur wenige für unsere Gartenpflanzen schädlich. Viele fressen nur abgestorbenes Pflanzenmaterial und manche sogar die Eier der „schädlichen“ Nacktschnecken. Über unser Gemüse machen sich vor allem die Spanische Wegschnecke, die Gartenwegschnecke und die Genetzte Ackerschnecke her.

Zusätzlich zu den im vorgenannten Weltnetzverweis zur ökologischen Schneckenabwehr genannten Maßnahmen kann man den Nacktschnecken auch den Appetit verderben. Moose haben beispielsweise seit Jahrmillionen Abwehrstoffe entwickelt, die gegen Schimmelpilze, Bakterien und eben auch Schnecken wirken. Regelmäßiges Besprühen der Pflanzen mit Lebermoos-Extrakt macht diese somit weniger schmackhaft für Schnecken. Das Pflanzenstärkungsmittel Lebermoos-Extrakt ist ein Naturprodukt, das schnell abbaubar ist, ohne – im Gegensatz zu beispielsweise Kupferbrühe – Rückstände im Boden zurückzulassen. Unter anderem kann das Extrakt beispielsweise über nachfolgenden Weltnetzladen bezogen werden:

https://www.jean-puetz-produkte.de/shopdev/lebermoosextrakt-pflanzenstaerkungsmittel-100-ml-p-103.html

Auch Knoblauch-Präparate sollen sich diesbezüglich bereits als hilfreich erwiesen haben. Mithilfe von Alkohol können besagte Extrakte auch selbst hergestellt werden.

Doch mit Blick auf das ökologische Gleichgewicht seiner Garten-Fauna ist die Hilfsarbeit bestimmter Nematoden eine wirkungsvolle Methode der Schneckenbekämpfung! Die winzigen für Mensch und Tier ungefährlichen Fadenwürmer der Art Phasmarhabditis hermaphrodita machen aktiv Jagd auf Schnecken, um sich im Innern dieser zu vermehren. Besagte Nematoden werden in Wasser eingerührt und, wegen deren UV-Licht-Empflindlichkeit, abends oder bei bedecktem Himmel auf dem Beet ausgebracht, wobei der Boden vor dem Gießen bereits leicht feucht sein und die Temperatur nicht unter 12 Grad Celsius liegen sollte. Eine Bestellung dieser kleinen „Assistenz-Gärtner“ sowie eine dazugehörige Dosierspritze ist über nachfolgende beiden Weltnetzverweise möglich:

https://www.schneckenprofi.de/nematoden-phasmarhabditis-hermaphrodita.html?id=MZ622Y9p&mv_arg=cc%3d1400000000000&mv_pc=32

Nematoden-Dosierspritze:

https://www.schneckenprofi.de/aquanemix-2-prozent.html?id=MZ622Y9p&mv_arg=cc%3d1400000000000&mv_pc=25

Beginnen sollten Sie Ihre Abwehr einer Schnecken-Invasion allerdings mit „sicheren Grenzen“, in diesem speziellen Fall einem Schneckenzaun, der ebenfalls im Fachhandel bzw. über diverse Weltnetzläden zu erwerben ist – siehe nachfolgenden Hinweis:

http://www.der-schneckenzaun.de/IRKA-Schneckenzaun-Typ-1

Und sollten dennoch alle ökologischen Maßnahmen nicht bis zur letzten Schnecke todbringend sein, vergessen Sie nicht, daß wir über einen Garten und keinen Friedhof sprechen! Zudem ist jeder sog. „Schädling“ für seinen Fraßfeind ein Nützling – das Gleichgewicht zählt!

Gerhard Keil

Bildquelle: 716735_web_R_K_B_by_M. Großmann_pixelio.de.jpg

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