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Selbstversorger müssen auch im Winter nicht hungern!

Wintergemüse

Zunehmend beginnen Familien eine Sehnsucht nach mehr Ursprünglichkeit und Selbstbestimmung im Leben durch eine Erhöhung des Anteils an Eigenarbeit und einer auf Erhöhung des Selbstversorgungsanteils ausgerichteten Subsistenzwirtschaft innerhalb eines gleichgesinnten Freundeskreises in die Tat umzusetzen. Hierbei werden jedoch häufig gewisse Anfangssorgen als beschwerlich empfunden, wie die Frage nach dem geeigneten Garten- bzw. Hofgrundstück, die Aneignung der Fertigkeiten, die sukzessive Reduzierung der abhängigen Erwerbstätigkeit eines oder beider Ehepartner, ggf. das Vorhandensein bzw. die Nähe geeigneter Tauschpartner für Produkte und Nachbarschaftshilfe und ähnliche Fragen mehr. Viele, die nicht nur eine ökologische Gesichtspunkten entsprechende Gartenwirtschaft zur Ergänzung ihres Speiseplans, sondern eine sehr konsequente Umsetzung eines weitgehend selbstversorgenden Lebensstils beabsichtigen, stellt sich gleich unseren frühen Vorvätern die Frage, wovon zur Winterjahreszeit gelebt werden solle. Doch wie zu früheren Zeiten auch läßt sich diese Frage natürlich beantworten, denn wäre es anders, wären wir heutzutage gar nicht in der Lage, diese Frage überhaupt noch zu stellen.

Der Grundstock ist natürlich das Jahr über zu legen sowie in der Fertigkeit, die in diesem Zeitraum erwirtschafteten Vorräte für die Lagerung haltbar zu machen. Als Anleitung, um sich darin zu üben empfiehlt „Umwelt & Aktiv“ seinen Lesern nachfolgendes Buch:

https://www.oekobuch.de/buecher/rund-um-haus-und-hof/natuerlich-konservieren.htm

Darüber hinaus gibt es aber auch eine Vielzahl an Gemüse, das selbst bis in die anfängliche Winterzeit hinein sogar noch frisch geerntet werden können und selbst dann noch gut lagerfähig sind, wenn sie nicht allzu starken Frösten ausgesetzt waren. Als Beispiele seien Rüben, Rosenkohl, Topinambur, Winterrettich, Knollensellerie, Brokkoli, Feldsalat, Pastinak, Lauch, Wirsing oder Chicoree genannt. Und wer sich gerne im Freien bewegt, kennt sicher auch einige Standorte von Winterpflanzen bzw. kann man diese auch gezielt Pflanzen. Diesbezüglich sei beispielsweise mit Blick auf die Früchte auf Schlehe, Sanddorn oder die Mispel verwiesen oder hinsichtlich der Verwendung von Blüten bzw. Blätter auf die Hasel, Kornelkirsche oder Brombeerblätter. Nicht zu vergessen, daß es betreffend der Obstbäume Sorten gibt, deren Erntezeitpunkt auf Januar und Februar fällt. Als Apfelwintersorten bieten sich Gelber Edelapfel, dessen Genußreife von Oktober bis Februar reicht, oder die Sorten Gloster, Winterrambur und Kaiser Wilhelm, deren Genußreife bis März reicht und deren Haltbarkeit bis zu zwölf Wochen beträgt.

Was für die Freunde des Waldes in Sachen Winterpilze Mutter Natur anzubieten hat, darauf hat „Umwelt & Aktiv“ in einem früheren Artikel bereits hingewiesen, der über nachfolgenden Verweis nachgelesen werden kann:

http://www.umweltundaktiv.de/allgemein/winterpilze-weniger-verwechslungsgefahr-und-gesuender/

Und „Umwelt & Aktiv“ möchte zum Jahresende neben den besten Wünsche für 2017 noch den Rat mit auf den Weg geben, bereits im Lauf des Januar mit den Gartenplanungen für das Jahr zu beginnen und sein Samensortiment auf Vollständigkeit und Keimfähigkeit zu überprüfen.

Gerhard Keil

Bildquelle: 745349_web_R_K_B_by_Peter_Pleischl_pixelio.de.jpg

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Datum
29.12.2016

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