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Topinambur – die nahrhaft gesunde Sonnenwurzel!

Topinambur

Es ist ein äußerst gesunder Kartoffelersatz oder eine Ergänzung, und für Selbstversorger als pflegeleichte gleichsam „selbstgärtnernde“ und im Grunde ganzjährig zu erntende Nutzpflanze von zudem besonderer Schönheit. Ehe sie von der Kartoffel verdrängt wurde, galt sie im 17. Jahrhundert in der Pariser Haute Cuisine als Delikatesse. Die der Sonnenblume vergleichbare Pflanze ist winterhart und verträgt auch Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, weshalb sie nicht stets aufs Neue gepflanzt werden muß, ganz im Gegenteil. Topinambur ist durch seine starke Knollenbildung „selbstgärtnernd“, für die sich sogar eine Wurzelsperre empfiehlt. Nötigenfalls kann man die Wurzel durch mehrmaliges Abmähen im Juni und August auslaugen, oder man baut ihn im Topf an, sozusagen als „Balkon-Ziergemüse“. Es empfiehlt sich die Knollen von November bis Mai einzusetzen und ab Oktober zu Ernten. Prinzipiell kann man die Knollen ganzjährig Ernten, nur ist im Herbst die Knollengröße am ergiebigsten. Die Blütezeit ist von August bis November. Die Knollen besitzen nicht die gleiche Lagerfähigkeit der Kartoffel, weshalb sie entweder bald verarbeitet oder in Erde gelagert werden sollten. Die Knolle kann mit oder ohne Schale, roh oder gekocht verwendet werden.

Die „Sonnenwurzel“, wie die ehrfürchtig-liebevolle Bezeichnung der Algonkin-Indianer lautete, ist eine wahre Naturapotheke. Die Topinambur-Knollen enthalten nur 31 kcal pro 100g – sprich etwa 60% weniger als Kartoffeln, weshalb auch in der Homöopathie Topinambur als Mittel zur Gewichtsreduktion verwendet wird. Gleichzeitig verfügt Topinambur aber über mehr Mineralien und Spurenelemente als die Kartoffel. Durch den hohen Gehalt an Kalium wirkt er entwässernd, entschlackend und blutdrucksenkend. Reichhaltig enthaltenes Eisen fördert die Blutbildung, Calcium und Kieselsäure festigen Knochen wie Zähne und beugen Haarausfall vor. Auch Vitamine ( Provitamin A sowie die Vitamine B1, B2, B6, C und D) und pflanzliche Eiweiße sind in der Topinambur-Knolle reichlich vorhanden. Ein bedeutender Inhaltsstoff ist jedoch das präbiotisch wirksame Inulin (nicht zu verwechseln mit dem Insulin!), das Topinambur für Diabetiker besonders verträglich macht und zudem die Darmgesundheit fördert. Das Inulin zügelt auch den Appetit. Allerdings sollte die Darmflora langsam an die Ballaststoffe gewöhnt werden, eine Zugabe von Kümmel empfiehlt sich dabei.

Die „Sonnenwurzel“ vermag es darüber hinaus auch glücklich zu machen, da es reich an Tryptophan ist, einer Aminosäure, mittels der im Gehirn das Glückshormon Serotonin gebildet wird. Und als Bienenweide für den Herbst erfüllt der Topinambur eine weitere wertvolle Funktion im Garten. „Umwelt & Aktiv“ empfiehlt, noch im Mai den Garten mit der Sonnenwurzel zu beehren und macht hierzu auf nachfolgenden Verweis aufmerksam:

https://www.dreschflegel-shop.de/wurzelgemuese/topinambur/

Bezüglich diverser Rezepte kann nachfolgender Hinweis hilfreich sein:

https://www.topinambur-manufaktur.de/Topinambur-Rezepte

Viel Freude mit der Sonnenwurzel wünscht

Ihr

Gerhard Keil

 

Bildquelle: 497231_web_R_K_B_by_M. Großmann_pixelio.de

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