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Totalversagen des BUND: Feldhamster contra Moscheebau!

Feldhamster

Im Mai 2016 stellte die Ahmadiyya-Gemeinde Pläne für den Neubau einer Moschee im Erfurter Ortsteil-Marbach vor, was bereits Anfang Juni für Aufregung im Rahmen einer Informationsveranstaltung sorgte, indem immerhin hunderte Anwohner in Marbach ihr Mißfallen über das Vorhaben zum Ausdruck brachten. Die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde erhielt dessen ungeachtet im Dezember eine positive Rückmeldung der Stadt Erfurt für ihre entsprechende Bauvoranfrage der Moschee. Einige Gegner des Moscheebaus argumentieren unter anderem dagegen, daß es in Marbach ein bundesweit bedeutendes Vorkommen der vom Aussterben bedrohten Feldhamster gebe („Umwelt & Aktiv“ berichtete bereits über den Feldhamster – siehe: http://www.umweltundaktiv.de/tierschutz/feldhamster-der-letzte-seiner-art/) und diese durch die Errichtung der Moschee weiter gefährdet würden. Der politisch korrekte Umweltverband BUND sieht den Bau der ersten Moschee in Thüringen in Erfurt-Marbach allerdings nicht durch Vorkommen des bedrohten Feldhamsters gefährdet. Wobei das Thüringer Becken sogar nach Angaben des Umweltministeriums und des Umwelt- und Naturschutzamtes der Stadt Erfurt tatsächlich eines der wenigen Gebiete ist, in denen diese Nager überhaupt noch vorkommen.

Die Moschee-Gegner hingegen haben inzwischen sogar einen eigenen Naturschutzverein gegründet, der sich ausdrücklich dem Schutz des Feldhamsters verschrieben hat. Nachfolgende Widersprüchsgründe wurden unter anderem gegen das Moschee-Projekt beim Landesverwaltungsamt eingereicht:

  • Die Moschee führe zu einer unzumutbaren Erhöhung des Straßenverkehrs.
  • Marbach sei kein passender Standort, da dort keine Gemeindemitglieder der Ahmadiyya wohnten.
  • Die Bürger hätten Angst vor interreligiösen Konflikten.
  • Lärmbelästigungen könnten durch einen extremen Zulauf der Moschee entstehen, da es die erste ihrer Art in Thüringen wäre.
  • Außerdem lebe auf der betroffenen Fläche der gleichermaßen besonders geschützte und bedrohte Feldhamster.

Vier weitere Widersprüchsgründe wurden als Sammelwidersprüche eingelegt. Mit einem Ergebnis des Widerspruchsverfahrens könne noch innerhalb dieses Jahres gerechnet werden, hieß es. Für „Umwelt & Aktiv“ seht außer Frage, daß der Lebensraum des Feldhamsters Vorrang vor einem islamischen Gebetshaus zu genießen hat! Schließlich gehört der Feldhamster zu Deutschland, aber nicht der Islam!

Gerhard Keil

Bildquelle: 233027_web_R_K_B_by_Sybille Daden_pixelio.de

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Datum
16.06.2017

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