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Umweltfreundlich Reinigen – Die besten Tipps auf einem Blick

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Im Moment herrscht eine starke Tendenz gegen unnötige Chemie – und dafür hin zu einem nachhaltigeren Umgang mit der Natur. Das Tolle daran ist, wie einfach das im Alltag umsetzbar ist. Umweltfreundliches Putzen ist ganz groß im Trend – und davon profitiert auch der Mensch! Wir zeigen die besten Tipps für eine optimale ökologische Reinigung.

Putzen ohne Giftstoffe

Leider ist vielen gar nicht bewusst, wie schädlich chemische Inhaltsstoffe in Putzmitteln sein können. Zum einen leidet unsere Umwelt daran, indem sie die meisten dieser Stoffe sehr schwer oder gar nicht biologisch abbauen kann. Und auch uns Menschen tun diese Gifte nicht gut – Reizungen der Haut und Schleimhäute sind dabei noch die harmloseren Konsequenzen. Doch muss das sein?

Fakt ist: Jährlich landen tausende Kilogramm an Reinigungsmitteln im Abwasser. Das hat schwere Folgen für Gewässerorganismen – gängige Phosphor- oder Stickstoffverbindungen erzeugen eine Überdüngung der Gewässer.

Glücklicherweise gibt es eine geniale und doch einfache Alternative: nachhaltiges Reinigen! Indem man seine Putzgewohnheiten auf eine möglichst geringe Umweltbelastung anpasst, kann man schon sehr viel Gutes bewirken – für die Gegenwart und die Zukunft.

Auf diese Inhaltsstoffe kann man verzichten

Typische Haushaltsreiniger enthalten sehr oft eine hohe Konzentration an Giftstoffen. Beispiele wären Phosphonate, Polycarboxylate, Silicone, Konservierungsmittel, Paraffine oder optische Aufheller, Farb- und Duftstoffe. Chlorhaltige Sanitärreiniger und anorganische Säuren sind ebenfalls sehr belastend. Schädlich für die Umwelt sind außerdem diese Problemstoffe:

  • Flüchtige Lösungsmittel: verschlechtern die Qualität der Raumluft.
  • Stark saure/alkalische Reiniger: Folgen sind Hautreizungen und Verätzungen.
  • Raumduftmittel: sorgen ebenfalls für ein schlechtes Klima.

Also: besser auf die Gefahrenstoffkennzeichnung achten, lösemittelfrei putzen, und statt künstlichen Düften einfach Lüften.

Nachhaltige Reinigungsmittel erkennen

Naturbewusstes Putzen geht mit den richtigen Methoden ganz easy. Denn davon gibt es mittlerweile schon sehr viele – dafür muss man nicht extra in den Bio-Laden schlendern. Immer mehr normale Läden bieten ökologische Putzmittel an. Das Geniale an ihnen ist, sie sind vollkommen frei von:

  • synthetischen Konservierungsmitteln
  • Duftstoffen
  • chlorchemischen Zusätzen

Dafür haben diese umweltfreundlichen Reiniger einen viel größeren Mehrwert zu bieten. Sie werden:

  • aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt
  • sind absolut biologisch abbaubar
  • frei von Gentechnologien
  • garantiert ohne Tierversuche entstanden

Beispiele für solche Öko-Vorreiter wären etwa die Firma Ecover mit ihrem gleichnamigen Produkt Ecover und dem Mittel Held eco oder auch oecoplan von der Marke Coop. Erkennbar sind diese grünen Stars zum Beispiel am Blauen Engel – der garantiert eine umweltfreundliche Produktion.

Ökologisch putzen einfach gemacht

Die meisten Schmutzfälle sind mit diesem Set an Putzbasics überzeugend zu bewältigen:

  • Soda

Damit kann man die Wirkung von Seife sehr gut verstärken und es ist auch ein guter Wasserenthärter. Als natürliches Mineralsalz ist es biologisch ideal abbaubar.

  • Essigsäure/Zitronensäure

Sie werden sich wundern, was mit diesen Grundelementen alles möglich ist. Diese natürlichen organischen Säuren sind perfekte Kalklöser und werden sogar gut abgebaut.

  • Brennsprit

Mit natürlichem Alkohol (Ethanol) kann man sehr gut Fett lösen – und er wird trotzdem rasch von der Natur wiederverwertet.

  • Schmierseife oder Tenside aus pflanzlichen Rohstoffen

Legen Sie sich diese kleinen Hilfen unbedingt zu – sie bestehen nur aus natürlichen Ölen und Fetten. Denn pflanzliche und tierische Altöle können teilweise wiederverwendet werden und sind außerdem ebenfalls schnell abbaubar.

  • Backpulver

Das funktioniert super bei Kalk – weil Backpulver aus Natron, sowie einem Säuerungsmittel besteht.

Ein Beispiel zeigt, wie Sie Ihre Toilette mit solchen einfachen Schmutzbekämpfern hygienisch und ökologisch sauber bekommen: Nehmen Sie einfach etwas Essig, Zitrone, Backpulver und Cola. Dieses Gemisch lassen Sie dann etwa zwei Stunden einwirken – das Ergebnis wird Sie überzeugen.

Alternative Haushaltskniffe

Für ein sauberes Wohlgefühl müssen Sie also nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Mit einem nachhaltigen Putz-Stil können Sie sogar sparen – denn viele konventionelle Putzteufel sind wirklich teuer – kein Wunder bei der ganzen Chemie! Stattdessen helfen ein paar gute Natur-Tipps weiter. Was man dafür braucht, haben Sie wahrscheinlich ohnehin schon zu Hause. Finden wir es heraus:

  • Problem 1: unangenehme Küchengerüche

Faszinierend – streuen Sie einfach eine Prise Kaffeepulver auf die warme Herdplatte. Wer braucht schon künstliche Raumdüfte?

  • Problem 2: Stock-Moder- und Schimmelflecken

Je nach Stärke der Flecken, kann man die betroffenen Stellen einige Stunden bis Tage lang in Buttermilch einweichen und dann auswaschen.

  • Problem 3: Turnschuhe, Schweißgeruch

Backpulver ist die Lösung! Streuen Sie ein wenig davon hinein und lassen Sie es über Nacht einwirken.

  • Problem 4: Rotweinflecken

Wir alle kennen wohl das Problem mit diesen hartnäckigen Weinflecken. Ideal dagegen funktioniert interessanterweise Weißwein – einfach damit neutralisieren und einweichen. Später dann auswaschen und wenn möglich in der Sonne trocknen lassen und immer wieder anfeuchten.

  • Problem 5: Rost

Probieren Sie doch einmal, die Problemstellen mit heißem Zitronensaft zu beträufeln.

  • Problem 6: Angebrannte Kochtöpfe

Mischen Sie Essig mit Backpulver und lassen Sie alles 15 Minuten lang einwirken: voilà!

  • Problem 7: Flecken im Teppich

Saugen Sie den Teppich zunächst gründlich ab, ehe Sie in dann mit einem Baumwolltuch und Essigwasser abreiben. Diese Art der Teppichreinigung könnte nicht effektiver sein.

Das sind nur ein paar der vielen Beispiele, wie Sie nachhaltig reinigen können. Möchten oder können Sie nicht vollkommen auf chemische Mittel verzichten, dann gibt es auch Alternativen. Verwenden Sie zum Beispiel einfach weniger Putzmittel und lieber Konzentrate – die richtige Dosierung beim Waschen und Putzen bedeutete schon eine bessere Entlastung der Umwelt.

Solche natürlichen Putztricks sind wirklich effektiv und einfach, sparen Geld und halten Ihren ökologischen Fußabdruck schön grün. Wenn auch Sie sich nicht länger nur auf chemische Gifte verlassen wollen, können Sie stattdessen die wunderbaren Kräfte unserer Natur nutzen. Probieren Sie es doch mal aus! Nachhaltiges Reinigen schont Mensch und Umwelt.

Patrick Tracht

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Datum
02.11.2016

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