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Vogelschlag: Broschüre informiert über vogelfreundliches Bauen

toter-vogelJe transparenter eine Fensterscheibe ist, bzw. je stärker sie die Umgebung spiegelt, desto größer ist die Gefahr des so genannten Vogelschlages

Viele Vogelarten haben als so genannte „Kulturfolger“ unsere Städte und Dörfer als attraktiven Lebensraum entdeckt. Vorteilen wie dem günstigeren Mikroklima und dem größeren Nahrungsangebot, stehen aber auch beträchtliche Gefahren gegenüber: „Mehr Glück als Verstand braucht ein Vogel, um eine durchsichtige oder die Umgebung spiegelnde Glasscheibe als ein Hindernis zu erkennen. Sein Flug endet allzu oft an gläsernen Bushaltestellen, Einkaufspassagen, Wintergärten oder Terrassenfenstern“ betont Dr. Markus Nipkow, Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz). Ein Grund hierfür ist die seitliche Lage der Augen an den Köpfen der Tiere. Dies verschafft Ihnen zwar einen sehr guten Rundumblick, gleichzeitig wird aber nur ein kleiner Winkel von beiden Augen gleichzeitig abgedeckt, was die räumliche Wahrnehmung verringert.

Lange Zeit wurde wenig unternommen, um dem „Vogelschlag“ wirksam entgegen zu treten. Aufklebbare „Greifvogelsilhouetten“ wurden – und blieben – das Symbol eher verzweifelter Versuche, hier Abhilfe zu schaffen. Doch bei weiträumiger Verteilung über der Fensterfläche mußten auch diese nahezu wirkungslos bleiben.

Erst seit einigen Jahren befassen sich Wissenschaftler und auch Glashersteller intensiver mit diesem Thema. „Was sie an wirksamen Lösungen herausgefunden und an „Vogelschutzgläsern“ entwickelt haben, ist beachtlich“, so Nipkow weiter. „Teilweise helfen schon vergleichsweise einfach umzusetzende Maßnahmen wie die Verwendung halbtransparenter Materialien oder das Aufbringen von Linien und Rastern auf Glasflächen. Doch das Wissen um die technischen Möglichkeiten und ihre Produkte ist noch kaum verbreitet“.

broschuereAuf diese Lücke zielt die Publikation „Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht“ der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, die der NLWKN im Informationsdienst Naturschutz Niedersachsen veröffentlicht hat. Sie richtet sich nicht nur an Vogelfreunde, die dem Vogeltod an ihrer Wohnzimmerscheibe einen Riegel vorschieben wollen, sondern ausdrücklich auch an Architekten, Planer sowie die kommunale Verwaltung. „Denn den größten Nutzen erzielen wir, wenn der Kollisionsschutz für Vögel bereits in der Gebäudeplanung berücksichtigt wird und nicht erst hinterher nachgebessert werden muß.“

Das Heft umfaßt 60 Seiten und ist erhältlich gegen Rechnung (4,- € zzgl. Versandkosten¬pauschale) beim NLWKN, Naturschutzinformation, Postfach
910713, 30427 Hannover, E-Mail: naturschutzinformation@nlwkn-h.niedersachsen.de, Tel: 0511 / 3034-3305, Fax: 0511 / 3034-3501, Internet: http://www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutz/veroeffentlichungen/vogelfreundliches-bauen-mit-glas-und-licht-109388.html

Presseinformation des NLWKN

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Datum
11.03.2016

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