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Vorsorge als natürliches Verhalten, um Krisen zu vemeiden!

Lebensmittelbezugsschein Kartoffelkarte 1948

Lebensmittelbezugsschein Kartoffelkarte 1948

Aktuell hat die Bundesregierung erstmals seit mehr als 20 Jahren eine neue Zivilschutzstrategie beschlossen. Selbstredend nur, weil die beschlossene Überarbeitung zufällig eben gerade fertig wurde und nicht wegen tatsächlich bedrohlicher Krisenszenarien… Ungeachtet dessen für „Umwelt & Aktiv“ ein Anlaß, sich zu natürlich-menschlichem Verhalten einige Gedanken zu machen, denn Vorsorge zu betreiben und nicht blindes Vertrauen in „just in time-Prozesse“ ist natürliches Verhalten. Immerhin stellte Herr de Maizière zutreffend eine wachsende Verwundbarkeit unserer modernen Infrastruktur und die Abhängigkeit moderner Gesellschaften von oft überregional zur Verfügung gestellten Ressourcen – also Strom, Wasser, IT-Versorgung, Ernährung fest. Den Bürgern wird nun geraten, für zehn Tage einen Lebensmittelvorrat vorzuhalten und je zwei Liter Wasser für einen Zeitraum von fünf Tagen.

Die Politik kriegt zwar von der Finanz- über die Staatsschulden- bis hin zur Flüchtlingskrise seit geraumer Zeit in Europa kaum mehr etwas vernünftig geregelt, aber wenn ein den Alltagsablauf unmittelbar auf den Kopf stellender Katastrophenfall eintritt, haben die derzeit Verantwortlichen dies binnen zehn Tagen im Griff – und drei mal Vier ist Donnerstag… In solchen Fällen wird der, weil sich gesund und nachhaltig ernähren wollende, auf hohen Selbstversorgungsgrad ausgerichtete Freizeitgärtner die besseren Karten haben. Dieser wird gepaart mit vernünftiger Vorratshaltung nicht in Nervosität ausbrechen, wenn der Supermarkt aufgrund von Kraftstoffmangel oder Stromausfall nicht beliefert wird.

Grundsätzlich: ein hoher Anteil an für sich selbst getätigter Eigenarbeit steigert den Grad der Unabhängigkeit und Selbstbestimmung! Als Grundsätze einer Krisenvorsorge können nachfolgende Aspekte als Orientierung gelten:

  • Anlegen von Vorräten
  • Lagern von Lebensmitteln
  • Haltbarmachen von Lebensmitteln
  • Anlegen von Wasservorräten
  • Lagern von Wasservorräten
  • Erlaubte Waffen und Sicherheitsvorkehrungen
  • Die wichtigsten Medikamente
  • Die wichtigsten Utensilien
  • Wichtige Tauschmittel

Die Notvorsorge ist in erster Linie nötig, um die Zeit zur Herstellung einer weitestgehenden Selbstversorgung zu überbrücken. Dann gilt: alles, was ich selbst zu erzeugen in der Lage bin, muß nicht über Gebühr vorrätig gehalten werden. Vor allen Dingen sollte man sich eine Vorstellungen von all seinen täglichen Handlungen unter den Rahmenbedingungen einer Wegfallenden Stromversorgung und knapper Wasservorräte machen! Derjenige, der sich seine nicht selbst erzeugten Lebensmittel regelmäßig beim nächstgelegenen Bauern holt, wie „Umwelt & Aktiv“ es empfiehlt, wird auch den persönlich besseren Kontakt zu diesem haben, zumal wenn das Geldsystem vielleicht zusammengebrochen sein sollt und besagter Bauer aufgrund Krafstoffmangels und Stromausfalls plötzlich auf mehr körperliche Arbeitskraft angewiesen sein wird.

Wer sich eingehender mit dem Themenkomplex Krisenvorsorge befassen möchte, dem seien nachfolgende Weltnetzverweise nahegelegt:

http://www.derkleinegarten.de/nutzgarten-kleingarten/selbstversorgung/krisenvorsorge/checkliste-krisenfall.html

http://www.krisenvorsorge.com/

http://www.langzeitlebensmittel.de/

http://www.urban-growing.net/notfall-checklisten/

Und unabhängig von der persönlichen Einschätzung der Wahrscheinlichkeit oder Unwahrscheinlichkeit eines Krisenszenarios: je unabhängiger Sie sich Ihr Leben organisieren, desto ökologischer und auch freier können Sie es sich erlauben aufzutreten!

Gerhard Keil

Bildquelle: 196255_web_R_B_by_Thomas Max Müller_pixelio.de.jpg

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