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Ausgabe 1 – 2017

Vom Mathematikunterricht kennt man das Prinzip des kleinsten gemeinsamen Nenners. Und spätestens seit Galileo Galilei wissen wir, daß „die Natur die Sprache der Mathematik spricht.“  Und da sich alles im Universum nach dem Prinzip der Rationalität verhält, verwundert es nicht weiter, daß sich dieses Prinzip auch in menschlichen Verhaltensweisen niederschlägt. Die politische Linke hat dies unter dem Oberbegriff „getrennt marschieren, vereint schlagen“ zusammengefaßt. Eine Begrifflichkeit, die übrigens auf den preußischen Chef des Generalstabs General von Moltke zurückgeht. Und auch die politische Rechte ist seit Jahrzehnten (vergebens) auf der Suche nach diesem kleinsten gemeinsamen Nenner. Nun kristallisiert sich langsam der Begriff der Identität als der lange gesuchte Minimalkonsens heraus.

In unserem Leitartikel „zum Zusammenhang von Identität und Ökologie – identitär-ökologisches Panorama der Kontinente“ beschäftigt sich unser Autor Dominik Schwarzenberger ausführlich mit den Besonderheiten, daß dominierende globale links-grüne Politikerkasten zwar das Thema an sich besetzen, jedoch Ökologie nur eine untergeordnete oder gar Alibirolle einnimmt, während bei jenen raren patriotischen/nationalistischen Bewegungen das Thema Ökologie zum weltanschaulichen Kern gehört. Eine anschauliche Illustration des weltweiten Zustandes und ein aufrüttelnder Beitrag für die deutschsprachigen nationalen Kräfte!

Was es bedeutet, wenn eine Gesellschaft ohne jegliche Weltanschauung blind und unkontrolliert durch die Zeiten steuert, zeigt unser Autor Eduard Günther in erschreckender Weise auf. Mischwesen, Drei-Eltern-Kinder, Gene Drives – Frankensteins Erben verändern die Welt, wie wir sie kennen! Ohne ein Identitätsverständnis und dem Grundverständnis, daß alles Irdische auf den Prinzipien der Natur fußt, wird dem selbstzerstörerischen Treiben sogenannter Gentechniker Tür und Tor geöffnet. Die möglichen Folgen sind mit nichts zu vergleichen, was der Mensch bisher zur Selbstzerstörung entwickelt hat.

Die sog. Heiden (in der christlichen Geschichte abfällig für Nichtchristen gebrandmarkt) zeigen heute noch eine starke Verwurzelung in der Natur und haben dadurch ihr ganz eigenes Bild von Identität entwickelt. Zugegeben, ein Bild, das für Außenstehende oft etwas okkult anmutet. Daß es hier auch sehr unterschiedliche Ausprägungen gibt, zeigt unser Autor Robert Blum mit einem Überblick über aktuelle „heidnische Literatur“. Auch für Anhänger anderer Religionen / Glaubensgemeinschaften ist der Artikel sehr lesenswert. So wird doch ein erster Eindruck in eine Welt vermittelt, die vielen bisher verborgen geblieben ist.

Interessanterweise ist der Blick für identitäre Eigenarten oft dort am meisten ausgeprägt, wo die Lebensbedingungen sehr karg und eher „unfreundlich“ sind. Zu diesen romantischen, aber doch sehr harten Lebensräumen gehören unsere Alpen. Hier haben sich bereits vor 7.000 Jahren die ersten Menschen niedergelassen und damit begonnen, ein einzigartiges Biotop zu schaffen. Identität ist hier ganz stark mit dem Begriff der Kultur (von lateinisch cultura: Bearbeitung, Pflege, Ackerbau) verbunden. In der Alpenregion hat sich über die Jahrtausende die Gebirgsbeweidung als vorherrschende Landwirtschaftsform etabliert. Eine kulturelle Errungenschaft, die in unseren Tagen auszusterben droht oder zu einer puren touristischen Attraktion verkommt. Warum dies nicht nur „der Lauf der Zeit“ ist, sondern eine ernsthafte Bedrohung für Flora und Fauna im Alpenzeitraum, zeigt unser Autor und Landwirtschaftsexperte Wolf Rafin. Daß aber auch direkt vor unserer Haustür ein fataler Rückgang beispielsweise unserer Singvögel festzustellen ist, wird in dem Beitrag „Vogelzählung“ verdeutlicht.
In diesem Sinne lassen Sie uns stets das Gemeinsame in den Vordergrund stellen und das Trennende solange vernachlässigen, bis wir einen Zustand erreicht haben, in dem wir unsere deutsche und europäische Identität nachhaltig bewahrt haben. Sonst könnten wir eines Tages mit all unseren Prinzipien in einer Kultur aufwachen, die sicherlich nichts mehr mit unserer Identität und unserem Verständnis von Ökologie zu tun hat. Es ist an uns, die Grundlagen für ein lebenswertes Leben unserer Kinder und Enkel zu schaffen. Laßt uns beginnen!

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