Umwelt & Aktiv

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Umweltschutz, Tierschutz, Heimatschutz

Ausgabe 2 – 2014

ausgabe2-2014Kennen Sie das Gefühl, erdrückt zu werden, wenn Sie mit zehn anderen Personen im Fahrstuhl stehen? So ähnlich muß sich unser Planet angesichts der explodierenden Population unserer Spezies fühlen. In der Biologie habe ich einmal gelernt, daß die Population von Arten bei entsprechend positiven Rahmenbedingungen zuerst explodiert, dann aber auf dem Höhepunkt plötzlich implodiert, um damit das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen. Nun ist der Mensch nicht mit anderen Arten vergleichbar, weshalb auch in letzter Konsequenz die Frage gestellt werden muß: Wieviel Mensch verträgt die Erde? Des weiteren drängt sich die Frage auf, welche Menschen, mit welchen sozialen Standards usw. können und wollen wir uns im Kollektiv leisten? China hatte einst mit der Ein-Kind-Politik begonnen, diese Frage zu beantworten, wenngleich auch zwischenzeitlich wieder zurückgerudert wurde.

Grundsätzlich ist Bevölkerungspolitik ein Feld des Innern, wird sich aber ohne eine globalisierte Antwort auf diese ökologische Bedrohung nicht lösen lassen – so lautet zumindest die Auffassung unseres Interviewpartners Alan Weisman, der uns in dieser Ausgabe zum Thema „Überbevölkerung“ Rede und Antwort steht. Ein äußerst brisantes und explosives Thema – denn eins dürfte klar sein: Keine Nation wird einen Rückgang der eigenen Bevölkerung zu Gunsten einer anderen so ohne weiteres hinnehmen. Der vorherrschende Glaube vom „Jahrtausend des Friedens“ könnte demnach schnell zum Irrglauben werden.

Passend dazu präsentieren wir Ihnen in der nächsten Ausgabe das Thema „Urban Farming – wie wird die Stadt satt“. In dieser Ausgabe zeigen wir Ihnen in unserer Rubrik Familie, Haus & Garten „Wege zur Selbstversorgung“ auf, sei es aus dem eigenen Garten oder mit Hilfe von „Mundraub“. Wir möchten es an dieser Stelle aber auch nicht versäumen, Ihnen bewußt zu machen, was täglich „vom Acker auf unseren Tellern“ landet.

„Artgerecht ist nur die Freiheit!“ Dies gilt für den Menschen im Aufzug genauso wie für jedes Tier. Weder töten, noch quälen, noch nutzen – dies fordert die Autorin Hilal Sezgin in Form einer gesellschaftlich verbindlichen Tierethik. Damit widmen wir uns einem ureigenen, konservativen Thema – Freiheit heißt nicht, wie so oft angenommen, Liberalismus und Egoismus – Freiheit bedeutet, den Wert jedes einzelnen zu schätzen und doch das Große und Ganze, das Kollektiv nicht aus den Augen zu verlieren. Dieses Maß zu halten, kann nicht nur ein gesellschaftliches Anliegen sein, sondern muß das gesamte Spektrum des Seins in unserer Heimat erfassen. Aus diesem – ja fast schon philosophischen Blickwinkel heraus – freuen wir uns sehr, daß, im Gegensatz zu den vielen Feinden des Bibers, der „Burgherr“ endlich wieder zurückgekehrt ist und widmen ihm einen Teil dieser Ausgabe. Durch die Renaturierung unserer Flußlandschaften (s.a. Umwelt & Aktiv-Ausgabe 1/2014) konnte der Biber seinen angestammten Lebensraum wieder besiedeln.

Heimat – was bedeutet dieser Begriff eigentlich für uns? Und was bedeutet er für unsere Kinder und Enkel? In den letzten Jahren haben Psychologen, Pädagogen, Soziologen, Geographen und Ethnologen sich verstärkt der Bedeutung einer lebendigen inneren Verbindung des Menschen zu seiner „Heimat“ zugewandt. Raumbezogene Identität fördern, ein Plädoyer für die „Geographie des Heimatraumes“ – auch und besonders in der Schule!

Heimat bedeutet Regionen. Der Süden, der Norden, der Westen und die Mitte, jede Region hat seine Eigenart, seine landesspezifischen Schönheiten. Regionalwährungen sind ein Teil so mancher Region, wirklich erfolgreich etabliert haben sich diese Parallelwährungen nur in Ausnahmefällen. Wir möchten Ihnen etwas über die Hintergründe und die Geschichte von Regionalwährungen erzählen, Ihnen aber auch die Kehrseite des sog. „Rostgelds“ näherbringen.

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