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	<title>Umwelt &#38; Aktiv &#187; Heimatschutz</title>
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	<description>Das Magazin für gesamtheitliches Denken</description>
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		<title>Die Sprache in Deutschland ist klares Deutsch</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 09:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Horn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimatschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesen ebenso klaren Ausruf macht Prof. Dr. Menno Aden. Das Vorstandsmitglied des „Verein Deutsche Sprache“ kritisiert aufs Schärfste den zunehmenden Zwang zur Verwendung des Englischen im Rechtsverkehr. Ausführlich erörtert Aden die deutsche Rechtslage und kommt zu dem Ergebnis, daß es nicht nur rechts-, sondern sogar grundgesetzwidrig sei, wenn staatliche und private Stellen auf der Verwendung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/08/deutschesprache.jpg"><img class="size-full wp-image-543 alignleft" title="deutschesprache" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/08/deutschesprache.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a>Diesen ebenso klaren Ausruf macht Prof. Dr. Menno Aden. Das Vorstandsmitglied des „Verein Deutsche Sprache“ kritisiert aufs Schärfste den zunehmenden Zwang zur Verwendung des Englischen im Rechtsverkehr. Ausführlich erörtert Aden die deutsche Rechtslage und kommt zu dem Ergebnis, daß es nicht nur rechts-, sondern sogar grundgesetzwidrig sei, wenn staatliche und private Stellen auf der Verwendung englischer Begriffe oder englischer Formulare und Vertragstexte bestehen. Aden fast zusammen, „uns erzählt man, daß alles Mögliche nur auf Englisch gesagt werden könne.“ Der Sprachschützer ist aber der „Meinung, daß wir Deutschen eine weltweit anerkannte Kultur haben; wir leben in dem, einer BBC-Umfrage zufolge, angeblich sogar beliebtesten Staat der Welt; wir haben eine wie sich in diesen Monaten der Finanzkrisen wiederum zeigte, eine höchst wettbewerbsfähige Wirtschaft aufgebaut. Alles in der Sprache, die wir am besten verstehen, in klarem Deutsch. Es ist ein Geheimnis, welcher Teufel uns reitet, unser Land international dadurch lächerlich und verächtlich zu machen, daß wir unsere deutsche Sprache und Kultur kopflos der Amerikanisierung preisgeben.“<br />
(Quelle: Zeitschrift für Rechtspolitik, Ausgabe 4/2011)</p>
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		<title>&#8220;Demokratische&#8221; Polizeiaktion gegen Tierschützer</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 10:38:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Horn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimatschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Parallel zur Berliner Landwirtschaftsausstellung „Grüne Woche&#8221; demonstrierten am 22. Januar über 22.000 Teilnehmern unter dem Motto „Wir haben es satt“ für eine ökologische, bäuerliche, tierschutzgerechte und gentechnikfreie Landwirtschaft. Ein Vorfall allerdings verdeutlichte, daß das Auge des Gesetzes, hier in Gestalt von Polizisten, in &#8220;politischer Korrektheit&#8221; mitmarschierte und in &#8220;demokratischer&#8221; Manier agierte: Eine Gruppe Tierschützer mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/01/plakatdemo.jpg" alt="" title="plakatdemo" width="200" height="280" class="alignleft size-full wp-image-493" />Parallel zur Berliner Landwirtschaftsausstellung „Grüne Woche&#8221; demonstrierten am 22. Januar über 22.000 Teilnehmern unter dem Motto „Wir haben es satt“ für eine ökologische, bäuerliche, tierschutzgerechte und gentechnikfreie Landwirtschaft. Ein Vorfall allerdings verdeutlichte, daß das Auge des Gesetzes, hier in Gestalt von Polizisten, in &#8220;politischer Korrektheit&#8221; mitmarschierte und in &#8220;demokratischer&#8221; Manier agierte: Eine Gruppe Tierschützer mit dem Plakat &#8220;Wir haben es satt &#8211; dem Schächten ein Ende setzen&#8221; wurde aus dem Demonstrationszug entfernt und das Transparent &#8220;sichergestellt&#8221;.<br />
Die Demonstration wurde in einem breiten Bündnis von verschiedenen Organisationen durchgeführt mit dem Ziel, daß die Agrarlobby, wie bisher nach jedem Lebensmittelskandal, die Pläne für schärfere Kontrollen und mehr Transparenz nicht wieder verwässert. Inzwischen wurde Landwirtschaftsministerin Aigner ein von 70.000 Menschen unterzeichneter Appell „Agrarfabriken stoppen“ überreicht mit der Absicht, daß sie nicht länger die Pläne der EU-Kommission blockiert, milliardenschwere EU-Subventionen von Agrarfabriken zu einer bäuerlich-ökologischen Landwirtschaft umzuschichten.<br />
Vom 21.1.-30.1.2011 fand wie jedes Jahr die Landwirtschaftsausstellung „Grüne Woche“ statt. Trotz Dioxin im Ei und anderer skandalöser Ereignisse auf dem Lebensmittelsektor und/oder tierschutzrechtlich bedenklicher Nachrichten – der ungebrochene Besucherstrom von mehr als 410.000 Menschen zeigte, was anscheinend die Leute sehen wollen: Lebensmittel appetitlich angerichtet, in der Tierhalle glückliche Kühe mit Vornamen und andere Augenwischereien. Die Besucher erhielten von fachkundigem Personal freundliche Antworten auf Essensfragen und Ministerin Aigner versprach „alles wird gut“.</p>
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		<title>Auf der Suche nach der Ehrfurcht vor dem Leben</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 09:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom 25. bis 27. September 2009 tagte die Herbert-Gruhl-Gesellschaft im fränkischen Marktheidenfeld. Das Hotel Schöne Aussicht wurde dafür sicher nicht zufällig als Tagungsort gewählt: In seinen Räumen wurde am 20. Juli 1975 unter Mitwirkung von Dr. Herbert Gruhl der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Anm.d.Red.) gegründet, dem er von 1975 bis 1977 selbst vorstand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf der Suche nach der Ehrfurcht vor dem Leben</strong></p>
<p><strong>Tagung der „Herbert-Gruhl-Gesellschaft“</strong></p>
<p><em>Vom 25. bis 27. September 2009 tagte die „Herbert-Gruhl-Gesellschaft“ im fränkischen Marktheidenfeld. Das Hotel „Schöne Aussicht“ wurde dafür sicher nicht zufällig als Tagungsort gewählt: In seinen Räumen wurde am 20. Juli 1975 unter Mitwirkung von Dr. Herbert Gruhl der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Anm.d.Red.) gegründet, dem er von 1975 bis 1977 selbst vorstand. Zahlreiche Vorträge und interessante Diskussionen drehten sich auf der Tagung um den heute inflationär gebrauchten Nachhaltigkeitsbegriff, die Ehrfurcht vor dem Leben und die Probleme heutiger Umwelt-, Natur- und Tierschutzschutzvereinigungen.</em></p>
<div id="attachment_460" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-460" title="Gespräch während der Exkursion im Spessart" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/12/gespraech.jpg" alt="Gespräch während der Exkursion im Spessart" width="250" height="264" /><p class="wp-caption-text">Gespräch während der Exkursion im Spessart</p></div>
<p>Gleich zwei schlechte Nachrichten erhielten die Teilnehmer am 25. September. Der Träger des diesjährigen „Herbert-Gruhl-Preises“, der Philosoph, Abtreibungs- und Sterbehilfegegner Prof. Dr. Dr. hc. mult. Robert Spaemann, mußte krankheitsbedingt absagen, und auch ein Referent war leider verhindert. Der guten Stimmung und der Qualität der Veranstaltung schadete dies jedoch nicht. Überraschend hinzu stieß am Nachmittag des 26. September dafür Regina Maria Lehsel, Leiterin der Regionalgruppe Marktheidenfeld des „Vegetarierbund Deutschland“ (VEBU).</p>
<p>Volker Kempf, der Vorsitzende der „Herbert-Gruhl-Gesellschaft“, hielt am Abend des 25. September wie geplant seine Begrüßungsrede. Diese stand unter dem Leitsatz „Zwischen Kulturverfall und Umweltkrise“. Kempf kritisierte die heutige Umweltkrise als Folge eines europäischen Nihilismus. Dieser wiederum sei Folge eines totalen geistigen und ethischen Verfalls. Die Plünderung der Erde sei somit Ausdruck einer Kulturkrise. Der Vorsitzende wörtlich: „Rückt man zudem den Tierschutz in den Horizont, wird das noch unterstrichen. Denn wie viele Tiere vernutzt werden, für Massengüter und den angeblichen medizinischen Fortschritt, läßt sich gar nicht mehr zählen. Selbst der Umgang mit dem ungeborenen menschlichen Leben ist unserer Kultur nicht heilig, im Gegenteil, die Schwächsten der Gesellschaft genießen nur noch sehr eingeschränkt einen rechtlichen Schutz. Da dem so ist, kämpfen Natur-, Tier- und Ungeborenenschützer an einer Front, in der einen und derselben Kultur.“</p>
<p><strong>Unbedingter Lebensschutz</strong></p>
<p>Am 26. September eröffnete der Medizinjournalist Rainer Klafka das Vortragsprogramm. Klafka ist Vorsitzender des Regionalverbandes Aachen der „Aktion Lebensrecht für Alle e.V.“ (ALfA). Er sprach zum Thema „Ungeborenenschutz: Erfahrungen – Blockaden – Perspektiven“ und nahm dabei einen streng katholischen Standpunkt ein. Er betonte jedoch, daß die ALfA eine überkonfessionelle Organisation für alle Lebensschützer sei.</p>
<p>Klafka kritisierte, daß Abtreibungen seit Ende der 1960er Jahre in den westlichen Demokratien eine Selbstverständlichkeit seien. Weder die Politik, noch die Kirchen hätten ein Interesse daran, den Abtreibungsparagraphen 218 StGB auf die Tagesordnung zurückzuholen. Dabei habe das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil vom 28. Mai 1993 ausdrücklich festgestellt, daß das Grundgesetz den Staat auch auf den Schutz des ungeborenen Lebens verpflichte. Dies sei auch in der Rechtsordnung zu gewährleisten, und zwar nicht nur abstrakt, sondern auch konkret für jedes einzelne Ungeborene. Die jetzige Rechtslage, so der Referent, verstoße daher gegen die Würde des Menschen (Art. 1 I GG) und gegen das Recht auf Leben (Art 2 I GG).</p>
<p>Aus der Beratungspraxis berichtete Klafka, daß eine Schwangerschaft bei unsicheren Frauen zu einer Denkblockade führe. Es entwickle sich die Haltung „Augen zu und durch… [die Abtreibungsprozedur]“. Mitarbeiter von Beratungsstellen berichten immer wieder, daß Studium/Ausbildung, Geldsorgen und die ablehnende Haltung des Kindsvaters die größten Sorgen seien. Dominierender Grund der Entscheidung sei jedoch die Angst, keine Karriere machen zu können. Dies seien aber alles lösbare Probleme, die eine Abtreibung nicht rechtfertigen. Er hält es für erwiesen, daß Frauen, denen man in der Beratung die Lösungswege konkret aufzeigt, sich für das Kind entscheiden.</p>
<p>Überhaupt sei eine Abtreibung eine zu kurz gedachte Problemlösung. Mitarbeiter von Beratungsstellen hätten berichtet, daß der Schwangerschaftsabbruch im Nachhinein von der Frau als persönliches Scheitern empfunden werden könne. Viel schlimmer sei jedoch das „Post-Abortion-Syndrom“: Zum errechneten Geburtstag des Kindes können Jahresreaktionen auftreten (Zuhängen von Spiegeln, Panik durch Staubsaugergeräusche oder den Anblick von Kinderwagen usw.).</p>
<p>Der Medizinjournalist verurteilte aufs Schärfste, daß die gesamte gynäkologische Ausbildung auf eine Billigung der Abtreibung ausgerichtet sei. Ein Medizinstudent, der keine Abtreibung vornehmen möchte, könne sein Studium heute nicht mehr beenden. Schon die Stellenausschreibungen für Gynäkologen seien darauf ausgerichtet, daß man sich dieser Praxis nicht entziehen könne.</p>
<p>Auch die Abtreibungsdiskussion sei immer nur auf Extremfälle ausgerichtet, die das Klima bestimmen, aber gar nicht die Regel darstellen würden. So seien im Jahr 2008 21 Kinder, die infolge einer Vergewaltigung gezeugt wurden, offizieller Abtreibungsgrund gewesen; ein äußerst geringer Anteil der vom Statistischen Bundesamt für 2008 in Deutschland registrierten 114.484 Schwangerschaftsabbrüche. Klafka meint, daß die Dunkelziffer etwa doppelt so hoch war, was sich unter anderem aus Berichten der Krankenkassen folgern lasse.</p>
<p>Rainer Klafka distanzierte sich ausdrücklich von einer positiven Bevölkerungspolitik. Das heißt, auch die Behinderung eines Kindes sei für ihn kein Abtreibungsgrund. Wohin der menschliche Drang führe, über Wert und Unwert eines Lebens entscheiden zu wollen, zeige der Vormarsch der aktiven Sterbehilfe. In den Niederlanden sei sie seit 2002 legal, in England ist sie geplant. Es finde mittlerweile eine Entsorgung von sozialen Lasten statt, die mit der Abtreibungsmentalität begonnen habe und nun jeden von uns noch im Alter treffen könnte. Insofern solle sich jeder gut überlegen, mit welchen Gründen er einem Embryo das Lebensrecht absprechen wolle.</p>
<p>Für die Zukunft plädierte Klafka für „Lebensschutz vom Anfang bis zum Ende“. Noch sei die Lebensschutzbewegung in Deutschland zwar schwach. Vor allem fehle ihr ein Aushängeschild aus dem öffentlichen Leben. Außerdem sei wegen der bunten Zusammensetzung der Aktivisten noch kein gemeinsames Grundziel formuliert worden, das man gemeinsam erreichen wolle und könne. Doch Bilder aus den USA, wo bis zu 80.000 Menschen an Lebensschutzmärschen teilnehmen, machen dem Referenten Hoffnung.</p>
<p>Die nach dem Vortrag einsetzende Diskussion kann hier leider nicht wiedergegeben werden. Sie war sehr kontrovers. Es meldete sich z.B. ein Notfallarzt zu Wort, der darauf hinwies, daß sein Alltag nicht nur aus einfachen „Ja- und Nein“-Antworten bestehe, wenn es um Leben und Tod ginge.</p>
<div id="attachment_461" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-461 " title="Gedenkplatte am Hotel Schöne Aussicht" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/12/gedenkplatte.jpg" alt="Gedenkplatte am Hotel Schöne Aussicht" width="400" height="196" /><p class="wp-caption-text">Gedenkplatte am Hotel Schöne Aussicht</p></div>
<p><strong>Gelähmte Riesen?</strong></p>
<p>Den zweiten Vortrag des 26. September hielt Dr. med. Götz Fenske. Sein Thema lautete „Naturschutz: Gelähmte Riesen? Die großen Naturschutzverbände im Streit um eine ökologisch orientierte Politik“. Fenske ist seit über 50 Jahren im Naturschutz aktiv. So überraschte es nicht, daß er auch außerhalb seines Vortrages immer wieder die Veranstaltung mit hochinteressanten Wortbeiträgen bereicherte.</p>
<p>Der Referent holte in seinem historischen Überblick über die Geschichte des Umweltschutzes in Deutschland weit aus und verwies auf die Romantik als Wurzel der Ökologie. Seit etwa 100 Jahren hätten sich dann zunächst kleine, schließlich immer größer werdende Verbände zum Schutze von Tier- und Pflanzenwelt gegründet. Erhaltenswert galt vorwiegend, was als „schön“ empfunden wurde, womit Dr. Fenske schließlich tief einstieg in den geistesgeschichtlichen Hintergrund des Umweltschutzes. Die Schilderungen können hier leider aus Platzgründen nicht angemessen vertieft werden.</p>
<p>Zur heutigen Lage meint Dr. Fenske: Die großen Umweltverbände stünden vor einer besonderen Problemaufschaukelung: Der Rückzug der Menschen aus dem Ehrenamt lasse die riesigen Verbände einerseits zu Riesen auf tönernen Füßen werden. Profis müßten diese Arbeit daher zunehmend wie einen Beruf ausüben. Andererseits verwenden Profis aber zwangsläufig eine volksferne Sprache, die den Bürger zusätzlich von der Arbeit der Verbände entfremde. Als Beispiel wurde hier der neue Modebegriff „Biodiversität“ genannt, der bei Profis nichts anderes als den Begriff Naturschutz ersetze.</p>
<p>Aber nicht nur hier sei der aktive (bzw. nicht mehr so aktive) Bürger das Problem. Es fehle schon die Möglichkeit, die den Bürger für Zukunftsprobleme zu sensibilisieren. Der technische Forstschritt habe dazu geführt, daß wir unser Leben immer weniger selbst gestalten könnten. Am extremsten zeige sich dies darin, daß wir sogar für die Gestaltung unserer Freizeit Geld benötigen. Es sei dadurch eine totale Abhängigkeit entstanden, die einen Menschen hilflos mache, sobald er ohne Geld in den Händen dastünde. Der tiefgreifende Wertewandel unserer Zeit sei dieser „ökonomischen Schreckstarre“ geschuldet. Konsum habe den Lebenssinn ersetzt. Niemand könne oder wolle sich noch etwas vorstellen unter Problemen, die uns im Jahre 2030 oder 2100 treffen werden. Daher habe der Naturschutz heute weniger Chancen denn je.</p>
<p>Dr. Fenske fand sich mit diesem Rückzugsgefecht aber nicht ab: „All das entbindet uns nicht von der Pflicht, für die Wende zu kämpfen – weil es keine Alternative gibt.“ Für ihn liege es klar auf der Hand, daß Großprojekte im Umweltschutz keine Massen mehr mobilisieren. Kleine Initiativen vor Ort der jeweils Betroffenen hätten einen weitaus größeren Zulauf und eine höhere Schlagkraft. Dies ließe sich schon psychologisch begründen: Wer selbst betroffen ist, kämpft engagierter; immer! Wenn z.B. der BUND mit etwa 5 Millionen Mitgliedern einen Aktionstag veranstalte, kämen vielleicht 300 Leute. Genau so viele Leute kämen aber auch in einem Dorf zusammen, das sich gegen eine Autobahn oder eine Mastanlage wehre. Diese kleinen Initiativen gelte es daher zu begründen und zu fördern. Hier könnten die großen Umweltverbände höchstens flankierend eingreifen.</p>
<p><strong>Waldgänger</strong></p>
<div id="attachment_462" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-462" title="40 Jahre alter Eichenbestand bei Bischbrunn" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/12/eichenbestand.jpg" alt="40 Jahre alter Eichenbestand bei Bischbrunn" width="250" height="333" /><p class="wp-caption-text">40 Jahre alter Eichenbestand bei Bischbrunn</p></div>
<p>Nach dem Mittagessen ging es bei heißstrahlender Herbstsonne auf eine dreistündige Wanderung in den Hochspessart. In Bischbrunn übernahm ein Beamter der (mittlerweile privatisierten) bayerischen Forstverwaltung die Führung der Gruppe.<br />
Von den 17.500 Hektar Waldfläche sind 5 % Eichenbestände. Während sich die Buchenwälder natürlich verjüngen, müssen die Eichenbestände durch Aussaat erhalten und besonders geschützt werden. Im natürlichen Wettbewerb würde die Buche die Eiche verdrängen. Zudem gelte es, die Eichen(-aussaat) z.B. vor Wildscheinen zu schützen. Die Eichenbestände im Spessartgebiet sind bis über 300 Jahre alt. Begünstigt wurde diese Lage dadurch, daß das Gebiet dem Adel einst nur zur Jagd diente und nicht zur Holzgewinnung.</p>
<p>Rot- und Schwarzwild sind in diesem Waldgebiet ebenso zu finden wie vor etwa 20 Jahren dort ausgewilderte Wildkatzen. Auch zwei Luchse seien mittlerweile gesichtet worden. Der Forstbeamte hält es zudem für wahrscheinlich, daß in Zukunft die ersten Wölfe aus der Lausitz folgen werden. Besonders wichtig sei der Wald für Tierarten, die auf alte Bäume angewiesen seien, wie z.B. bestimmte Fledermausarten oder Spechte. Als besonders schutzbedürftige Tierarten im Spessart gäbe es zudem den Schwarzstorch und die einzige baumnistende Mauerschwalbenkolonie Deutschlands.</p>
<p>Die Zeit im Walde verging wie im Fluge. Zwischen den Kurzvorträgen und Diskussionen konnte man sich mit Bucheckern und Brombeeren vom Wegesrand versorgen.</p>
<p><strong>Der Mensch als Psychopath</strong></p>
<p>Nachdem über Lebensschutz und die großen Umweltverbände ausgiebig gesprochen wurde, brach am 27. September der letzte Vortrag eine Lanze für den Tierschutz. Der Tierschützer Peter Arras sprach zum Thema „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Über die psychischen Ursachen des paradoxen Verhältnisses der Menschen zu ihren Mitlebewesen“. Arras ist Begründer der „Aktion Konsequenter Tierschutz“ (AKT) und des „Institut für Mitweltethik und ethologische Psychologie“. Er ist seit über 30 Jahren aktiver Tierschützer, betreibt eine Auffangstation für Exoten und Wildtiere und wurde dafür in seinem Heimatort mit einem Preis ausgezeichnet.</p>
<p>Peters Arras „enttäuschte“ seine Zuhörer zu Beginn des Vortrages mit der Mitteilung, daß er nicht über Tierschutz reden wolle. Die weltweite Ausbeutung und Vernichtung der Tiere durch den Menschen sei allgemein bekannt. Er würdigte Dr. Herbert Gruhl als einen der „allerersten Politiker, die das volle Ausmaß dessen erfaßten, was man die systematische Plünderung eines Planeten nennt“. Arras wollte nicht zeigen, was der Mensch mache, sondern weshalb er es mache. Vorweg schob er daher die Ablehnung des Begriffes Umwelt. Die Welt um uns herum sei unsere Mitwelt, so wie die Menschen um uns herum Mitmenschen.</p>
<p>Sehr ausführlich und hier nur vereinfacht wiedergegeben sieht Arras das herrische und vernichtende Verhalten des Menschen gegenüber seiner Mitwelt als das Resultat der menschlichen Vergangenheit. Der Mensch sei im Gegensatz zu Tieren körperlich einer feindlichen Umgebung schutzlos ausgeliefert gewesen; zum Überleben untauglich. Dem Tier voraus habe er nur die Vernunft und die Phantasie. Die aus seiner Schutzlosigkeit resultierende Angst um sein Bestehen in der Welt, habe ihn erfinderisch gemacht und so im Überlebenskampf über das Tier gehoben. Heute müsse der Mensch sich nicht mehr im Überlebenskampf mit dem Tier messen, habe aber seine angstverursachten Verhaltensweisen beibehalten. Da den Menschen keine Not zu einer erneuten Verhaltensänderung zwinge, sei er in diesem Stadium verblieben: „Die Weitergabe unserer immanenten Angst vor Tieren und Natur, den Unbilden, die wir in der Prähistorie erleben mußten, und die sich noch heute in diversen Phobien vor bestimmten Tieren, Gewittern, der Dunkelheit etc. widerspiegeln, macht uns noch heute unbewußt vor, daß wir noch immer gegen die Mitwelt und ihre Wesen Angst haben und kämpfen müßten.“</p>
<p>Das heutige Verhalten der Menschen erklärt der Referent schließlich mit interessanten und gut begründeten psychologischen Herleitungen und vergleicht ihn mit einem Psychopathen und dessen Verhalternsweisen gegen seine Opfer. „Die Menschheit verhält sich gegenüber der Mitwelt psychopathisch, narzißtisch und bezüglich der fatalen Folgen ihres Tuns autistisch. Der Homo sapiens, wie wir uns selbstgefällig bezeichnen, also der weise bzw. wissende Mensch, ist außer Stande, seinem Wissen gemäß zu handeln. Er weiß alles, aber er hat nichts begriffen“.</p>
<p>Die „Psychosafari“, auf die der Referent sodann die Vortragsgäste mitnahm, ist zu tiefgehend und detailliert, als daß sie hier angemessen dargestellt werden könnte. Die psychologische Kritik am Menschen greift letztlich aus in einen Rundumschlag gegen die bereitwillige Selbstentmündigung des Einzelnen, den sozialen Zersetzungsprozeß und die kapitalistische Ausbeutungsideologie, die alle Existenz dem Gelde unterordne.</p>
<p>Peter Arras rief abschließend zu einem Neuanfang auf, der zu einer Welt führen solle, die es wieder verdient habe, daß Leben in sie hineingeboren werde. Der Mensch müsse sich als Wesen höher entwickeln und zu einer neuen Ehrfurcht vor dem Leben finden. Der Mensch müsse begreifen, daß er nicht mehr in der Steinzeit lebe und seine Mitwelt ihm nicht mehr der tödliche Feind von einst sei.</p>
<p>Man mußte Arras nicht in jedem Detail zustimmen. Grundsätzlich traf seine Fundamentalkritik aber den Kern der heutigen Probleme des Menschen und des Tierschutzes. Peter Arras’ wirklich lesenwerter Vortragstext kann gegen Spende als geheftete Broschüre angefordert werden. Kontaktdaten siehe unten!</p>
<p>Mit diesem Vortrag endete die Tagung der „Herbert-Gruhl-Gesellschaft“. Die Teilnehmer dürften ein harmonisches, familiäres und mit vielen Informationen und Denkanstößen befruchtendes Wochenende erleben.</p>
<p>Diesen Artikel können Sie hier als PDF-Datei herunterladen:<br />
<a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/12/auf-der-suche-nach-der-ehrfurcht-vor-dem-leben.pdf" target="_blank">Umwelt &amp; Aktiv Ausgabe 4-2009 &#8211; Auf der Suche nach der Ehrfurcht vor dem Leben</a></p>
<p><em>Autor: Robert Blum<br />
Dieser Artikel erschien in der Umwelt &amp; Aktiv Ausgabe 4-2009</em></p>
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		<title>Werbelüge &#8220;Actimel&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 20:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Horn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimatschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Werbelügen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach deutschen Verbrauchern haben nun auch niederländische Konsumenten den Trinkjoghurt &#8220;Actimel&#8221; zur größten Werbelüge gewählt, in Großbritannien wurden Werbespots der Herstellerfirma Danone sogar verboten. Laut foodwatch bekommt Danone für seine Werbelügen in einem Land nach dem anderen die Rote Karte und der Versuch, einem überteuerten Joghurt als Gesundheitswunder zu verkaufen, ist von den Verbrauchern entlarvt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/07/actimel.jpg" alt="Werbelüge Actimel" title="Werbelüge Actimel" width="250" height="262" class="alignleft size-full wp-image-412" />Nach deutschen Verbrauchern haben nun auch niederländische Konsumenten den Trinkjoghurt &#8220;Actimel&#8221; zur größten Werbelüge gewählt, in Großbritannien wurden Werbespots der Herstellerfirma Danone sogar verboten. Laut foodwatch bekommt Danone für seine Werbelügen in einem Land nach dem anderen die Rote Karte und der Versuch, einem überteuerten Joghurt als Gesundheitswunder zu verkaufen, ist von den Verbrauchern entlarvt worden. Studien der Universität Wien belegen bereits seit Jahren, daß gewöhnlicher, preiswerter Naturjoghurt denselben positiven Effekt hat wie alle vermeintlich probiotischen Wunderbecher. </p>
<p><i>Bild: foodwatch.de</i></p>
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		<title>Bakterien-Käse: foodwatch stellt Strafanzeige</title>
		<link>http://www.umweltundaktiv.de/heimatschutz/bakterien-kase-foodwatch-stellt-strafanzeige/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 09:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Horn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[foodwatch]]></category>
		<category><![CDATA[Lidl]]></category>
		<category><![CDATA[Prolactal]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die Verbraucherschutzorganisation foodwatch in einem Rundbrief mitteilte, stellen diese Strafanzeige gegen Lidl, die Firma Prolactal und das baden-württembergische Verbraucherministerium.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/05/harzer-kaese.jpg" alt="Harzer Käse" title="Harzer Käse" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-394" />Wie die Verbraucherschutzorganisation foodwatch in einem Rundbrief mitteilte, stellen diese Strafanzeige gegen Lidl, die Firma Prolactal und das baden-württembergische Verbraucherministerium. Grund ist die Informationspolitik der Verantwortlichen im Falle des listerien-belasteten Harzer Käses. </p>
<p>Fünf Todesfälle in Österreich gelten als bestätigt, drei in Deutschland. Die Opfer hatten Käse des österreichischen Herstellers Prolactal gegessen, der Listerien enthielt &#8211; eine Bakterienart, die bei immungeschwächten Menschen tödliche Infektionen auslösen kann. In Deutschland wurde der Prolactal-Käse bei Lidl unter der Eigenmarke &#8220;Reinhardshof, Harzer Käse&#8221; verkauft. Nach Auffassung von foodwatch haben weder Lidl noch die zuständige Behörde, das baden-württembergische Verbraucherministerium, alles dafür getan, um die Bevölkerung vor der bekannten Gefahr für Leib und Leben zu warnen. foodwatch hat deswegen am 20. Mai 2010 Strafanzeige gegen die Verantwortlichen im Stuttgarter Ministerium, bei Lidl und bei der Herstellerfirma Prolactal wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und auf Körperverletzung mit Todesfolge gestellt.</p>
<p>Quelle: Rundbrief foodwatch<br />
Weitere Informationen unter: <a href="http://foodwatch.de/kampagnen__themen/eu_warnsystem/listeriose/index_ger.html">http://foodwatch.de/kampagnen__themen/eu_warnsystem/listeriose/index_ger.html</a><br />
Bildquelle: pixelio.de &#8211; wrw</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn Schinken drauf steht, muß auch Schinken drin sein!</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 08:10:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Horn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimatschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelbuchkommission]]></category>
		<category><![CDATA[Schinken]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrsbezeichnungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schinken muss kein Schinken mehr sein, Heringssalat kann bis zu 80 Prozent Rindfleisch enthalten. Denn über die so genannten Verkehrsbezeichnungen von Lebensmittel entscheidet die Lebensmittelbuchkommission.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/04/schinken.jpg" alt="Schinken" title="Schinken" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-391" />Im Supermarkt lächelt Sie ein großer, rosaroter Schinken an. Was Sie nicht wissen: Das muss gar kein Schinken sein. Vor Ihnen darf auch ein aus kleinen Muskelstücken mittels eines Enzyms zusammengeklebtes Stück Fleisch liegen. Sie wollen nicht glauben, dass &#8220;Klebeschinken&#8221; als Schinken verkauft werden darf? Doch das ist leider so. Und es ist ganz legal! Beispiele dreister Verbrauchertäuschung gibt es viele: Ein Schinkenbrot muss keinen Schinken enthalten. Ein Brot muss nicht gebacken sein. Ein Heringssalat kann bis zu 80 Prozent Rindfleisch enthalten.</p>
<p>Jetzt fragen Sie sich zu Recht: Wie kann es eigentlich sein, dass wir so plump angelogen werden? Die Erklärung: Über die so genannten &#8220;Verkehrsbezeichnungen&#8221; von Lebensmitteln entscheidet die &#8220;Lebensmittelbuchkommission&#8221;, die so etwas wie ein Geheimbund ist. Die vom Verbraucherministerium ernannten Mitglieder legen diese absurden Bezeichnungen für Lebensmittel fest, die uns dann tagtäglich im Supermarkt in die Irre führen. Doch: Öffentlich sind die Sitzungen der Kommission nicht. Auch bleiben die Protokolle geheim und die Mitglieder sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.</p>
<p>Das ist ein Skandal. &#8220;Verkehrsbezeichnungen&#8221; haben Gesetzescharakter. Wie sie zustande kommen, das muss öffentlich sein. Genauso wie in einem Parlament Debatten über Gesetze öffentlich sein müssen. Schließlich ist dies ein unveräußerliches Grundprinzip der Demokratie. foodwatch hat deshalb 2007 Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht und die Veröffentlichung der Protokolle gefordert. Doch die foodwatch-Klage wurde kürzlich vom Verwaltungsgericht Köln mit der Begründung abgelehnt, &#8220;dass ohne die gebotene Vertraulichkeit die offene Meinungsbildung und neutrale Entscheidungsfindung beeinträchtigt würden.&#8221;</p>
<p><i>Quelle: foodwatch newsletter<br />Bild: Heinz Ober &#8211; pixelio.de</i></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die faire Milch&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 12:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Horn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimatschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bauern]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnikfrei]]></category>
		<category><![CDATA[Milch]]></category>
		<category><![CDATA[Milchpreis]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Januar 2010 ist „Die faire Milch“ bei rund 1200 REWE- und 300 Tegut-Filialen in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg zum Preis von 89 bzw. 99 Cent pro Liter erhältlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_312" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><a rel="attachment wp-att-312" href="http://www.umweltundaktiv.de/2010/01/die-faire-milch/die-faire-milch/"><img class="size-medium wp-image-312" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/die-faire-milch-300x276.jpg" alt="Die faire Milch" width="300" height="276" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Die faire Milch - gentechnikfrei und gut für die Region</p></div>
<p><strong>Seit Januar 2010 ist „Die faire Milch“ bei rund 1200 REWE- und 300 Tegut-Filialen in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg zum Preis von 89 bzw. 99 Cent pro Liter erhältlich. Jakob Niedermeier, Geschäftsführer der Milchvermarktungsgesellschaft MVS, welche die „faire Milch“ vermarktet, erklärt dazu:</strong></p>
<p><strong> </strong><br />
„Unsere Milch ist dank der überdurchschnittlich hohen Omega-3-Fettsäure-Anteile im Vergleich zu herkömmlicher Milch besonders gesund. Sie ist traditionell, umweltgerecht hergestellt und natürlich gentechnikfrei – deshalb ist sie fair zum Verbraucher. Unsere Milch ist außerdem dank eines voll kostendeckenden Milchpreises fair zum Bauern. Das sichert das Überleben der Höfe und damit Arbeitsplätze in der Region.“<br />
Die Landwirte planen möglichst kurze Transportwege und legen großen Wert auf eine artgerechte Tierhaltung. Außerdem ist jeder Landwirt dazu verpflichtet, ein Tierschutz- oder Umweltprojekt zu betreuen.<br />
Damit die strengen Auflagen der „fairen Milch“ eingehalten werden, benennt die Stiftung „Gesunde Nahrung- Erhaltung und Pflege des ländlichen Raumes“ eine unabhängige Kontrollstelle, die prüft und analysiert, ob die Qualitätskriterien der „fairen Milch“ erfüllt sind.</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie unter: <a href="http://www.die-faire-milch.de">www.die-faire-milch.de</a> <em>(auch Bildquelle)</em></p>
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		<title>Rodung für eine Gartenschau</title>
		<link>http://www.umweltundaktiv.de/heimatschutz/rodung-fur-eine-gartenschau/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 13:04:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimatschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesgartenschau]]></category>
		<category><![CDATA[Landesgartenschau]]></category>
		<category><![CDATA[Lobbyismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 1951 werden in Deutschland Bundesgartenschauen (BUGA) abgehalten und finden in zweijährigem Rhythmus statt. Jede 5. Bundesgartenschau wird als Internationale Gartenschau (IGA) abgehalten. Seit 1980 erfolgen jedoch auch in einigen Bundesländern Landesgartenschauen, außerdem werden von kleineren Städten regionale Gartenausstellungen ausgerichtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_157" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><strong><strong><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/schweriner-schlossgarten.jpg"><img class="size-full wp-image-157" title="schweriner-schlossgarten" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/schweriner-schlossgarten.jpg" alt="Schweriner Schloßgarten" width="250" height="375" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Schwerin - Veranstaltungsort der Bundesgartenschau 2009</p></div>
<p><strong>Seit 1951 werden in Deutschland Bundesgartenschauen (BUGA) abgehalten und finden in zweijährigem Rhythmus statt. Jede 5. Bundesgartenschau wird als Internationale Gartenschau (IGA) abgehalten. Seit 1980 erfolgen jedoch auch in einigen Bundesländern Landesgartenschauen, außerdem werden von kleineren Städten regionale Gartenausstellungen ausgerichtet.</strong></p>
<p>Zeitraum im Mittelpunkt der Medien zu stehen, ist wohl Wunschtraum eines jeden Stadtoberhauptes samt Gefolge, jedoch natürlich auch nur dann, wenn die Berichte positiven Charakter haben. Und wie sich bisher gezeigt hat, eignet sich dazu vorzüglich die Austragung einer Landes- oder Bundesgartenschau. Bereits im Vorfeld des Ereignisses überschlägt sich die regionale Presse mit Lobeshymnen über Planungen, Konzepte und Einbringen von künstlerischen und/oder modernen Inspirationen in das entsprechende Projekt. Jede Gartenschau verspricht ihren Besuchern blühende Landschaften und prachtvolle Natur, die ausrichtende Kommune ihren Gewerbebetrieben, Gaststätten usw. gute Gewinne, mehr Lebensqualität für Bürger, Städte und Regionen.</p>
<p>Bei aller Begeisterung: Es geht hier um mit Staatsgeldern subventionierten Lobbyismus, wie nachstehend noch näher erläutert werden soll.</p>
<p>Erschwerend zu dieser Tatsache kommt, daß oft gewachsene Natur und Strukturen zerstört und durch eine Kunstwelt ersetzt werden. Die meisten Besucher sehen auch nur das Ergebnis und nicht, wie ökologisch wertvoll oft das Gelände war, bevor es für die Austragung der Gartenschau umgestaltet wurde für überdimensionierte, fußballfeldgroße Blumenrabatten, Kräuter- und Erlebnisgärten, Naturlehrpfade usw. usw. Daß bei solchen Ausstellungen durchaus auch positive Aspekte einfließen und interessante Projekte entstehen, soll trotz aller Kritik dennoch hier zumindest erwähnt sein.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_98" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><strong><strong><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/ausgabe3-2009_titel1.png"><img class="size-full wp-image-98" title="ausgabe3-2009_titel" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/ausgabe3-2009_titel1.png" alt="Ausgabe 3 - 2009" width="250" height="290" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Dieser Artikel ist nachzulesen in der Umwelt und Aktiv Ausgabe 3 - 2009</p></div>
<p><strong>Die Gewinner </strong></p>
<p>Hinter dem Geschäftsmodell der Gartenschauen stecken Wirtschaftsverbände, die für ihre Mitglieder wie Gartencenter oder große Planungsbüros Lobbyarbeit betreiben. Um den Profit zu maximieren, wollen und müssen sie Leistungsschauen veranstalten, die jedoch viel Geld kosten, das jedoch andere schultern sollen. Daher wird ein Dachverband gegründet und danach eine Stadt gesucht, die Zugriff auf Steuergelder, also auf fremdes Geld, hat.</p>
<p>Eine Stadt wird beispielsweise damit geködert, daß diese mit einer Bundesgartenschau neue Infrastrukturen, neue Brücken oder Hallen zum Sonderpreis erhält, denn dafür gibt es sowohl vom Bundesland als auch von der EU reichliche Fördergelder – auch wenn die Hallen später nicht ausgelastet und die Unterhaltskosten erheblich sind.<br />
Die Gewinner der Gartenschauen sind die Lobbyverbände durch ihren Dachverband, da dieser bereits einen Millionenbetrag aus der Stadtkasse erhalten hat, völlig unabhängig davon, ob die Gartenschau ein Erfolg wird oder nicht. Für diese Steuergelder erbringt also der Dachverband z.B. Beratungsleistungen für die Umsetzung der Leistungsschau und kann so Einfluß darauf nehmen, wie die Gartenschau auszusehen hat. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, wenn nach Fertigstellung oft die Interessen der Steuerzahler nicht unbedingt mit den Interessen der Gartenbauunternehmen übereinstimmen.</p>
<p><strong>Die Verlierer </strong></p>
<p>Rabiate Eingriffe in die Natur haben System, denn die Gartenschauen gehen von einem völlig anderen Bild von Natur aus und sind daher auch größtenteils nicht in der Lage, Belange des Naturschutzes einzubringen. Neues wird am Reißbrett entworfen und in relativ kurzer Zeit realisiert – Altes wird nicht entwickelt, vorhandene Strukturen werden zerstört. Für die meist konservative Gartenlobby gibt es keinen Platz für moderne ökologische Konzepte. Dies muß zwar nicht immer sein, ist aber leider oft der Fall, wie in diesem Beitrag noch geschildert werden soll.</p>
<p>Doch nicht nur die Natur gehört zu den Verlierern, sondern auch die Kommunen. Immer mehr Städte bleiben auf millionenschweren Schulden sitzen, da die prognostizierten Besucherzahlen so gut wie nie erreicht werden und zudem die Unterhaltskosten für z.B. errichtete Gebäude, die nach einer Ausstellung nicht mehr gebraucht werden oder kaum ausgelastet sind, den Stadtsäckel erheblich belasten. Derartige Infrastruktur-Projekte prangert auch der Bund der Steuerzahler an und bezeichnet diese oft als völligen Unsinn.</p>
<p>Wie immens der Schuldenberg nach einer Gartenschau sein kann, zeigen die beiden folgenden Beispiele:</p>
<p><strong>Aktuelle Veranstaltung in Schwerin</strong></p>
<div id="attachment_158" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/gartenschau.jpg"><img class="size-full wp-image-158" title="gartenschau" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/gartenschau.jpg" alt="Gartenschau Medien" width="250" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Mediengerechtes Hochpäppeln zuvor vernichteter Natur</p></div>
<p>Die 30. Bundesgartenschau findet dieses Jahr in der Stadt Schwerin statt, die ihren Besuchern vom April bis Oktober „Blühende Landschaften“ rund um das Schweriner Schloß zeigt, das in die Gestaltung eingebunden wurde.</p>
<p>Für Investitionen und laufende Kosten sind etwa 73 Millionen Euro eingeplant und in der chronisch klammen Landeshauptstadt wird immer wieder betont, daß „der Deckel fest auf dem Budget sitze …“: 23 Millionen Euro kommen aus „Fördertöpfen“, 31 Millionen steuert die Landeshauptstadt bei (beides gleichzusetzen mit Steuergeldern) und 19 Millionen sollen aus Einnahmen gedeckt werden.</p>
<p>Der Schlosspark wurde „auf Vordermann“ gebracht, d.h. über 200 alte Linden wurden gefällt, da diese angeblich für die Ausstellung nicht mehr standortgerecht waren. Auch wenn diese durch junge Bäumchen ersetzt wurden &#8211; der ökologische Wert eines alten Baumbestandes kann nicht ersetzt werden. Außerdem wurde durch ein geschütztes Moorgebiet ein Entwässerungsgraben gezogen, streng geschützte Bäume und wertvolle Ufergehölze illegal gerodet und und und …Als Infrastrukturmaßnahme wurde auch eine Insel, die sog. „Schwimmende Wiese“ für 100.000 Euro aufgeschüttet, deren Sinn ebenfalls höchst umstritten ist.</p>
<p>Das Umweltbundesamt sowie der Bund Naturschutz (BUND) wurden zwar ab 2003 in die Planung mit eingebunden, hatten jedoch für einige ökologisch höchst bedenkliche Aktionen  soviel wie keinen Einfluß, zumal einige davon bereits zum Nachteil von Umwelt und Natur vollzogen waren und somit die Umweltschützer vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. Nach Klageeinreichung des BUND im Jahre 2006 beim Verwaltungsgericht Schwerin gegen den Planfeststellungsbeschluß für das Prestigeprojekt der BUGA Schwerin 2009 GmbH wurde ein gerichtlicher Vergleich erzielt – zahlreiche weitere teils juristische Auseinandersetzungen um die Beseitigung von Gehölzen bzw. Beeinträchtigung wertvoller und geschützter Biotope auf den BUGA-Flächen sind bis dato noch nicht entschieden.</p>
<p>Wie voraussehbar, waren Politiker und Medien bei der feierlichen Eröffnung voll des Lobs und der Anerkennung: Schwerin sei  durch diese Gartenschau viel attraktiver geworden und werde den Menschen mehr Lebensqualität bringen.</p>
<p>Es bleibt abzuwarten, auf wie viel Schulden diese Stadt sitzen bleiben wird und damit der Steuerzahler die Zeche für die „Olympischen Spiele des Gartenbaus“, wie Bundespräsident Köhler euphorisch die BUGA bezeichnete, zahlen muß. Die Natur jedenfalls musste bereits ihre Opfer bringen.</p>
<p><strong>Landesgartenschau 2010 in Rosenheim</strong></p>
<p>Auch in Rosenheim rücken bereits die Bagger und Planierraupen an, um dem Thema „Inn-Spirationen“ der Landesgartenschau 2010 gerecht zu werden. Eine zentrale Rolle werden die beiden Flüsse Mangfall und Inn spielen, deren Ufer neu gestaltet werden.<br />
Die Stadt, so wird in den Medien berichtet, steht nicht für eine „Blümchen-Olympiade“, sondern für eine nachhaltige Veränderung der Stadt und investiert in diese Ausstellung etwa 14 Millionen Euro – u.a. sind darin enthalten Fördermittel des Programms „Soziale Stadt“ sowie 4,1 Millionen Euro Zuschüsse des bayerischen Umweltministeriums und der EU!</p>
<p>An der Kommune bleiben letztlich 5,9 Millionen Euro hängen und auch hier trägt laut Vertrag allein die Stadt das finanzielle Risiko. Bereits einkalkuliert bei der erhofften Besucherzahl von 800.000 ist ein Defizit von etwa 1,5 Millionen! Doch angeblich „… ist der Nutzen größer als die finanzielle Gefahr“…und „…auch die Folgekosten der Gartenschau von etwa jährlich 120.000 Euro könne die Stadt stemmen&#8230;“, so die Oberbürgermeisterin von Rosenheim.</p>
<p>Wie nachhaltig und ökologisch letztlich das Ergebnis ausfällt, wird sich noch zeigen.</p>
<p><strong>Kleine Landesgartenschau 2011 in Kitzingen</strong></p>
<p>In Kitzingen, so ein kritischer Beitrag aus der Sendung „Kontraste“ vom April d.J., werde erst Natur plattgemacht, um dann „Natur wie aus dem Ikea-Katalog“ zu schaffen. Wie auch in Schwerin kreischten bereits hier die Kettensägen – eine alte Pappelallee musste aufgrund eines Wirtschaftlichkeitsgutachtens weichen, „damit ein reibungsloserer, rascherer und damit auch kostengünstigerer Bauablauf gewährleistet ist“.</p>
<p>Die kleine Stadt Kitzingen mit ihren rund 20.000 Einwohnern investiert in diese Gartenschau etwa 4,6 Millionen Euro – auch hier dürfte der Lobbyverband ein gutes Geschäft machen &#8211; den Großteil der Rechnung jedoch zahlt mit Sicherheit auch hier der Bürger.</p>
<p><strong>Auslaufmodell Gartenschau?</strong></p>
<div id="attachment_159" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/geld.jpg"><img class="size-full wp-image-159" title="geld" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/geld.jpg" alt="Geld" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Gewinne für den Lobbyverband auf Kosten des Steuerzahlers</p></div>
<p>Leider nein. Bis 2019 sind die Bundesgartenschauen bereits vergeben und Bagger und Planierraupen stehen bereits vielerorts in den Startlöchern. Es steht also heute schon fest, daß es noch lange so weitergehen wird – zum Nachteil von Natur, Umwelt und den Steuerzahlern! Planer, Gartencenter, Gartenbauer und Gärtner, die praktisch ohne Kosten und Risiko Gelegenheit für eine werbeträchtige Leistungsschau erhalten und die sich nicht an den Verlusten beteiligen müssen, dürfte dies freuen! Auch der Präsident des Zentralverbands Gartenbau, des wichtigsten Lobbyverbands und zugleich Vorsitzender des Dachverbands, hat nichts gegen gute Geschäfte – warum auch? Beteiligung am finanziellen Risiko? Fehlanzeige!</p>
<p>Es ist unverständlich, warum dieses mit Steuergeldern finanzierte „Geschäftsmodell“ so gut wie nie angeprangert wird und somit dem Bürger kaum bekannt ist. Man stelle sich nur mal vor, wenn sich die Automobilindustrie z.B. alle zwei Jahre ihre IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) in Frankfurt vom Steuerzahler bezahlen lassen würde …</p>
<p>Doch nicht nur in Zeiten leerer Kassen bei fast allen Kommunen, sondern auch in Zeiten des dramatischen Rückgangs der Artenvielfalt sollte die Frage erlaubt sein, ob monströse Gartenschauen überhaupt noch vertretbar sind, zumal bei der Ausrichtung der Ausstellungen bereits immer mehr auf stadtnahe, gewachsene Strukturen zurückgegriffen werden muß, da brachliegende Flächen (wie bei den Anfängen der Ausrichtung von Gartenschauen) inzwischen rar geworden sind. Und so kommt es, daß oftmals ökologisch umstrittene Vorhaben realisiert werden, da, wie eingangs erwähnt, Gartenplaner und die konservative Gartenlobby auch meist eine ganz andere Vorstellung von Natur haben.</p>
<p>Doch nicht nur Umweltverbände und Naturschützer üben Kritik, sogar der Bund der Steuerzahler rät inzwischen den Städten, Angebote für eine Bundesgartenschau abzulehnen. Zu befürchten ist allerdings, daß bei den kommunalen Verantwortlichen alle Gegenargumente ins Leere laufen – kurzfristiges Wachstumsdenken bestimmt auch in diesem Bereich die Entscheidungen. Daher könnten nur noch drastisch sinkende Besucherzahlen ein Ende der hoch subventionierten Gartenschauen einläuten. Dies setzt allerdings voraus, daß den Bürgern wichtige und kritische Hintergrundinformationen nicht vorenthalten werden, so daß entsprechend auch reagiert werden kann.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>Bildquelle:<br />
Schweriner Schloß &#8211; wikipedia<br />
Pressebilder Landesgartenschau &#8211; rosenheim2010.de<br />
Geldscheine &#8211; Uwe Steinbrich</em></p>
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		<item>
		<title>Kräuterkunde</title>
		<link>http://www.umweltundaktiv.de/heimatschutz/krauterkunde/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 11:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimatschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Heilkräuter]]></category>

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		<description><![CDATA[Der angelsächsische Neunkräutersegen aus dem 11. Jahrhundert Er beschreibt die neun Kräuter, die Wodan als magische Medizin benutzt. Den Beifuß, das „Älteste der Kräuter“; den Wegerich, die „Mutter der Pflanzen“; die Stune, die „den Bösen verjagt“, vermutlich das Herzschötchen oder Acker-Täschelkraut (Hirtentäschel); den Attorlathe, ein Wurmfarn oder Wurmkraut; die Kamille; die Werguhe (vielleicht Wegwarte?); den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_106" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><strong><strong><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/heilkraeuter-baerlauch.jpg"><img class="size-full wp-image-106 " title="heilkraeuter-baerlauch" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/heilkraeuter-baerlauch.jpg" alt="Heilkräuter" width="200" height="210" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Heilkräuter-Bärlauch</p></div>
<p><strong>Der angelsächsische Neunkräutersegen aus dem 11. Jahrhundert</strong><br />
Er beschreibt die neun Kräuter, die Wodan als magische Medizin benutzt. Den Beifuß, das „Älteste der Kräuter“; den Wegerich, die „Mutter der Pflanzen“; die Stune, die „den Bösen verjagt“, vermutlich das Herzschötchen oder Acker-Täschelkraut (Hirtentäschel); den Attorlathe, ein Wurmfarn oder Wurmkraut; die Kamille; die Werguhe (vielleicht Wegwarte?); den Apfel, den Kerbel und den Fenchel:</p>
<p>„Erinnere dich, Beifuß, was du verkündetest,<br />
Was du anordnetest in feierlicher Kundgebung.<br />
Una heißt du, das Älteste der Kräuter;<br />
Du hast Macht gegen drei und gegen dreißig,<br />
du hast Macht gegen Gift und gegen Ansteckung,<br />
du hast Macht gegen das Übel, das über das Land dahinfährt.</p>
<p>Und du, Wegerich, Mutter der Pflanzen,<br />
offen nach Osten, mächtig im Innern:<br />
Über dich knarrten Wagen, über dich ritten Frauen,<br />
über dich schrieen Bräute, über dich schnaubten Farren;<br />
allen widerstandest du und setztest dich entgegen:<br />
So widerstehe du auch dem Gift und der Ansteckung<br />
Und dem Übel, das über das Land dahinfährt.</p>
<p>Stune heißt diese Pflanze, sie wuchs aus dem Steine;<br />
Sie widersteht dem Gift, sie widersetzt sich der Krankheit,<br />
die Starre heißt sie, sie wiedersteht dem Gift,<br />
sie verjagt den Bösen, treibt aus das Gift.</p>
<p>Dies ist das Kraut, das gegen den Wurm focht;<br />
Das hat Macht gegen Gift, es hat Macht gegen Ansteckung,<br />
Es hat Macht gegen das Übel, das über das Land dahinfährt.<br />
Fliehe nun, Attorlathe, die kleinere vor der größeren,<br />
die größere vor der kleineren, bis dass Hilfe gegen beide ist.</p>
<p>Erinnere dich, Kamille, was du verkündetest,<br />
was du vollendetest in Alorford:<br />
dass nimmermehr ein Mensch durch Ansteckung sein Leben verlor,<br />
seit man ihm Kamillen zu essen gab.<br />
Dies ist die Pflanze, die Werguhe heißt;<br />
Diese entsandte der Seehund über den Rücken der See<br />
Als Hilfe gegen die Bosheit anderen Giftes.</p>
<p>Diese neun mögen gehen gegen neun Gifte.<br />
Eine Schlange kam gekrochen, sie zerriss einen Menschen:<br />
Da nahm Wodan neu Wunderzweige,<br />
erschlug da die Schlange, dass sie in neu Stücke zerfloh.<br />
Da vollbrachte der Apfel und sein Gift,<br />
dass sie nie mehr zu einem Hause kommen wollte.</p>
<p>Kerbel und Fenchel, zwei gar mächtige,<br />
die Kräuter erschuf der weise Herr,<br />
der Heilige im Himmel, als er hing;<br />
er setze sich und sandte sie in die sieben Welten,<br />
den Armen und Reichen allen zur Hilfe.<br />
Sie widersteht der Krankheit, sie widersetzt<br />
Sich dem Gift,<br />
sie hat Macht gegen drei und gegen dreißig,<br />
gegen des Feindes Hand&#8230;<br />
gegen die Hexerei kleiner Wichte.<br />
Nun haben diese neun Kräuter Macht gegen<br />
Neun böse Geister,<br />
gegen neun Gifte und gegen neun ansteckende Krankheiten:<br />
gegen das rote Gift, gegen das stinkende Gift,<br />
gegen das weiße Gift, gegen das wütende Gift,<br />
gegen das gelbe Gift, gegen das grüne Gift,<br />
gegen das dunkle Gift,<br />
gegen das braune Gift, gegen das purpurne Gift;<br />
gegen Wurmblattern, gegen Wasserblattern,<br />
gegen Dornblattern, gegen Distelblattern,<br />
gegen Eisblattern, gegen Giftblattern,<br />
wenn irgendeins von Norden kommt<br />
oder irgendeins von Westen über die Menschheit.</p>
<p>Christus hatte Macht über Krankheit irgendwelcher Art.<br />
Ich allein weiß, dass Wasser rinnen,<br />
und die neun Schlangen schauen (auf mich).<br />
Nun mögen alle Unkräuter aus den Kräutern springen,<br />
die Meere zerstieben, alles Salzwasser,<br />
wenn ich dieses Gift von dir blase!“</p>
<p><strong>Hilfreiches zu diesem Thema:</strong><br />
Umwelt &amp; Aktiv &#8211; Ausgabe 4/2007 &#8211; Pflanzen und Kräuter: Aberglaube und Mythos</p>
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		<title>Jahreskreisfeste</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 11:49:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Lichtmess: 1. Hornung (Februar) An diesem Tag feiern die Menschen das Wiedererwachen des Lebens und Zunehmen des Lichtes. Es war das freudige Fest der drei Brigitten, der dreifachen Göttin der Heilkunde, der Heilkräuter und des Schmiedens. Am 1. Hornung ist das neue Licht schon deutlich spürbar. Die Tage werden länger. Es ist, als ob das [...]]]></description>
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<div id="attachment_103" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><strong><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/sonnenwende.jpg"><img class="size-full wp-image-103" title="sonnenwende" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/sonnenwende.jpg" alt="Sonnwendfeuer" width="200" height="164" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Sonnwendfeuer</p></div>
<p>Lichtmess: 1. Hornung (Februar)</strong><br />
An diesem Tag feiern die Menschen das Wiedererwachen des Lebens und Zunehmen des Lichtes. Es war das freudige Fest der drei Brigitten, der dreifachen Göttin der Heilkunde, der Heilkräuter und des Schmiedens. Am 1. Hornung ist das neue Licht schon deutlich spürbar. Die Tage werden länger. Es ist, als ob das kleine Sonnengott- Kind laufen lernt. Wir zünden große weiße Kerzen an, um den Lichtwerdungsprozess zu symbolisieren.</p>
<p><strong>Ostara: Frühlings-Tag- und Nachtgleiche: 21. Lenzing (März)</strong><br />
An diesem Tag ist ein wunderbarer Punkt im Jahreslauf erreicht.Die Tage sind genau gleich lang wie die Nächte. und dennoch werden die Tage immer länger. Der weite Weg vom tiefen Winter zum blühenden Frühling ist geschafft. Dementsprechend feiern wir dieses Fest mit allem was der Frühling zu bieten hat. Der Ostereierbrauch des Christentum ist ein teil dieser alten Frühlingstradition und soll Fruchtbarkeit bewirken.</p>
<p><strong>Walpurgisnacht: 1.Wonnemond (Mai)</strong><br />
Nun haben wir eins der wichtigsten der Mythenfeste erreicht. Der Sonnengott tritt seine Regierungszeit an, denn er ist zum vollen Mann geworden und er befruchtet Mutter Erde und verwandelt sie von der Jungfrau zur Mutter. Jetzt steht der Frühling in voller Blüte. Der Fruchtbarkeit sind keine Grenzen mehr gesetzt. Das Leben und die Erde strotzen nur so. Daher ist die Walpurgisnacht meistens mit sehr lustvollen Festen gefeiert worden. Große Feuer lodern über das ganze Land. Auch heute noch, in dieser christlichen Welt wird der 1. Wonnemond mit Feuer, Lustbarkeiten und dem Maibaum gefeiert. Hier konnten die alten heidnischen Bräuche nicht ausgerottet werden, weil in dieser saftigen Jahreszeit einfach zuviel eigene Kraft haben.</p>
<p><strong>Sommersonnenwende: 21. Brachet (Juni)</strong><br />
Die Sommersonnenwende ist einerseits ein Höhepunkt, andererseits ein Abschied. der Höhepunkt des Sonnenjahres- soviel Sonne auf einmal gibt es nie. Ein Abschied von den längerwerdenden Tagen. Ab jetzt werde sie kürzer. Dennoch feiern wir an diesem Tag die volle Sommerfreude, mit allem was der Sommer zu bieten hat. Immerhin folgen diesem Tag noch die heißesten Tage des Jahres, der Hochsommer beginnt gerade.</p>
<p><strong>Lugnasad oder Erntedank: 1. Ernting (August)</strong><br />
Dieser Tag zeigt nun das allmähliche Ende des Hochsommers an. Wir können aber schon die ersten Ernten einbringen. Es wird auch vom Tod des Korngottes berichtet, der an diesem Tag stattfindet. Nun lebt nur noch der dunkle Gott, der noch bis Samhain (Allerheiligen) durchhält.Wir freuen uns noch einmal gründlich an der Wärme des Sommers und bereiten uns innerlich auf den Abschied vor.</p>
<p><strong>Herbst-Tag- und Nachtgleiche: 21. Scheiding (September)</strong><br />
Jetzt wird der Herbst allmählich sichtbar. Die Nächte sind schon genauso lang, wie die Tage. Es gilt Abschied zu nehmen vom Sommer. Jetzt ist er wirklich vorbei. Wir können eine reiche Ernte genießen und in vollen Zügen feiern. Dieses Ende des Sommers beschenkt uns mit all seinen Früchten.</p>
<p><strong>Allerheiligen: 1.Nebelung (November)</strong><br />
Allerheiligen ist die christliche Feier entsprechend dem keltischen Totenfest Samhain Nach altem Brauch werden Feuer angezündet, Furcht einflößende Kostüme getragen und das Feuer angerufen. Es ist die Zeit der dunklen magischen Riten. An diesem Tag stirbt der Sonnengott und die Göttin übernimmt die alleinige Herrschaft über die Erde.</p>
<p><strong>Jul: Wintersonnenwende: 21.Julmond (Dezember)</strong><br />
Zu Mittwinter wissen wir, dass die dunklen Tage gezählt sind, denn dies ist der dunkelste Tag von allen. Der Tag, in dessen Nacht der Sonnengott als kleines Kind wiedergeboren wird. Wir können uns darauf freuen, dass die Tage nun wieder länger werden. Um dies zu symbolisieren, zünden wir Feuer und viele Kerzen an. Nach diesem Tag erleben wir etwa 12 Rauhnächte in denen die verschiedenen Welten sehr durchlässig sind.</p>
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