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	<title>Umwelt &#38; Aktiv</title>
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	<description>Das Magazin für gesamtheitliches Denken</description>
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		<title>&#8220;Wir haben es satt!&#8221; &#8211; Demo in Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 18:24:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ende Januar gingen Verbraucher, Umweltorganisationen, Tierschützer, Imker und Bauern gemeinsam auf die Straße und forderten von der Bundesregierung „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“. Über 23.000 Menschen kamen in Berlin zusammen und demonstrierten gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Massentieranlagen. Sie setzten sich für eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft ein Die Köchin, Gastronomin und Buchautorin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/02/massentierhaltung.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/02/massentierhaltung.jpg" alt="" title="massentierhaltung" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-625" /></a>Ende Januar gingen Verbraucher, Umweltorganisationen, Tierschützer, Imker und Bauern gemeinsam auf die Straße und forderten von der Bundesregierung „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“. </p>
<p>Über 23.000 Menschen kamen in Berlin zusammen und demonstrierten gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Massentieranlagen. Sie setzten sich für eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft ein</p>
<p>Die Köchin, Gastronomin und Buchautorin Sarah Wiener sagte: „Jüngst wurden antibiotikaresistente Keime in Hühnerfleisch gefunden &#8211; dies ist  vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Wir haben diese ständigen Lebensmittelskandale satt. Es ist höchste Zeit, daß endlich grundlegende Konsequenzen daraus gezogen werden. Wir müssen weg von der Agrarindustrie, hin zu einer bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft.&#8221;</p>
<p>Der Jung-Bauer Moritz Schäfer von der jungen  Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) betonte: „Unser breiter Protest gegen die Agrogentechnik wirkt: BASF mußte ihre Gentech-Kartoffel in Europa aufgeben, da die gesellschaftliche und bäuerliche Akzeptanz fehlt. Es ist auch eine schallende Ohrfeige für die Bundesregierung, denn die Amflora von der BASF war die erste Kartoffel, die es in einen Koalitionsvertrag schaffte. Auch in der EU-Agrarpolitik forciert Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner bislang die Agrarindustrie. Und das, obwohl Klimawandel, Hungerkrisen und das Höfesterben die agrarindustriellen Strukturen verschärfen. Die EU- Direktzahlungen müssen an Arbeitskräfte und Umweltleistungen gebunden und nach oben gekappt werden und dürfen nicht die Agrarindustrie mästen! Dann finden sie auch gesellschaftliche Akzeptanz.“</p>
<p>Auch der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, stellte fest:<br />
&#8220;Es geht um die Systemfrage: Lassen wir es weiter zu, Tiere in Haltungssysteme zu zwingen, die ihnen Schmerzen und Leid zufügen? Denn das ist heute Alltag für Millionen von Tieren. In den Intensivhaltungen leiden sie direkt. Unter den Folgen leiden aber auch Umwelt, Bäuerinnen und Bauern sowie Verbraucherinnen und Verbraucher. Daher braucht es den Schulterschluß der gesellschaftlichen Gruppen. Wir kämpfen für mehr Tierwohl im Stall, gegen Gentechnik-Futtermittelimporte aus Übersee und für mehr Unterstützung der bäuerlichen, artgerechten Landwirtschaft.&#8221;</p>
<p>Abzuwarten bleibt, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel einer Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik stattgeben wird. Wohl eher nicht, denn sie hält nach wie vor an der Brüsseler EU-Agrarpolitik fest. Bisher ist die Politik doch nur der Steigbügelhalter der Agrarindustrie. Wie bereits von vielen Umweltorganisationen und ökologischen Vereinigungen mehrfach gefordert, müssen die Agrarzahlungen endlich an ökologische, soziale und tierschutzorientierte Standards angepaßt werden. Lediglich die Großbetriebe profitieren seit Jahrzehnten von der EU-Politik. Die kleinen Bauern bekommen nicht einmal einen Bruchteil von dem, was den Giganten der Branche zukommt. Ohne eine Wende wird das Bauernsterben kein Ende finden. Dabei ist es doch die bäuerliche Kulturlandschaft, die unsere Heimat auszeichnet.</p>
<p><em>Bildquelle: uschi dreiucker  / pixelio.de</em></p>
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		<title>Der Wald: Pfad der Sehnsucht</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 07:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Deutschen pflegen seit jeher ein sehr inniges Verhältnis zum Wald. Er verkörpert Kraft, Rückzugsort und Quelle der Erholung. Der Wald versinnbildlicht die Ruhe und Einzigartigkeit der Natur zu allen Jahreszeiten. Wer genau hinsieht, wird erkennen, daß es auf Erden kein schöneres Kunstwerk gibt. Selbst heute noch besitzt der Wald für viele Menschen eine herausragende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/01/wald.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/01/wald.jpg" alt="" title="wald" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-607" /></a>Die Deutschen pflegen seit jeher ein sehr inniges Verhältnis zum Wald. Er verkörpert Kraft, Rückzugsort und Quelle der Erholung. Der Wald versinnbildlicht die Ruhe und Einzigartigkeit der Natur zu allen Jahreszeiten. Wer genau hinsieht, wird erkennen, daß es auf Erden kein schöneres Kunstwerk gibt. Selbst heute noch besitzt der Wald für viele Menschen eine herausragende Rolle. Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz besuchen etwa zwei Drittel der Bevölkerung den Wald mindestens einmal pro Jahr. Die Hälfte davon gehen alle 14 Tage oder öfter spazieren.</p>
<p>Eine besondere Bedeutung hatte der Wald für die Epoche der Romantik. Dichter, Philosophen, Märchensammler, Komponisten und Maler verarbeiteten den Wald und dessen tiefe Sehnsucht in ihren Artefakten. Während der Befreiungskriege (1813-1815) wuchs das innige Verhältnis zum Wald erneut. Ferner ließ die Sehnsucht nach politischer Einheit den Wald zu einem nationalen Symbol werden. Vor allem die Eiche spielt als Baum der Deutschen eine bezeichnende Rolle. Sie steht für die Beständigkeit und Stärke unseres Volkes. Friedrich Klopstock schrieb in seinem bekanntesten Werk „Hermanns Schlacht“ 1769 „Du gleichst der dicksten, schattichsten Eiche (&#8230;) O Vaterland!“. Das Werk datiert den Beginn des Nationalbewußtseins der Deutschen.</p>
<p>Darüber hinaus ist der Wald nicht nur ein sagenumwobenes Kulturgut unserer Heimat, sondern ein Ort der Artenvielfalt: Über 6.700 Tierarten finden hier eine Heimat, darunter auch der Schwarzspecht – der Baumeister des Waldes, dessen alte Höhlen von Hohltaube, Raufußkauz, Fledermäusen und vielen weiteren Arten genutzt werden. Zugleich schenkt er rund 700.000 Bundesbürgern einen Arbeitsplatz. Viele Gründe, um den Wald gerade in einer automatisierten und standardisierten Welt wie heute zu erhalten.</p>
<p>Diese besondere Beziehung der Deutschen zum Wald griff das Deutsche Historische Museum Berlin in seiner Ausstellung „Unter Bäumen. Die Deutschen und der Wald“ auf. Bis zum 4. März 2012 können über 400 Ausstellungsstücke bewundert werden. Schwerpunkt der Ausstellung ist die Zeit der Romantik um 1800. Herzstück bildet die Malerei mit beeindruckenden Exponaten. Die Schau ist nach Themenblöcken gegliedert. Unter anderem gibt es die Abteilung „Wald – Rettungen. Der Naturschutz und der Wald“, die Folgen und Bedrohung des Waldes durch Industrialisierung und Urbanisierung aufgreift. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter folgendem Verweis:</p>
<p><a href="http://www.dhm.de/ausstellungen/unter-baeumen/ausstellung.html">http://www.dhm.de/ausstellungen/unter-baeumen/ausstellung.html</a></p>
<p><i>Bildquelle: Günter Havlena  / pixelio.de</i></p>
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		<title>Ausgabe 4 &#8211; 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 16:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Ausgabe 4 &#8211; 2011 dürfen wir einen wunderbar kritischen Artikel von Britta Weber veröffentlichen, der die anhaltende Kolonialisierung Afrikas durch die ehemaligen Kolonialmächte beschreibt und wie dies unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe im sozialen wie auch im wirtschaftlichen Sinne funktioniert. Nun mag sich der eine oder andere unserer geneigten Leser fragen, was gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/01/ausgabe4-2011.jpg"><img class="alignleft" title="ausgabe4-2011" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/01/ausgabe4-2011.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a>In der Ausgabe 4 &#8211; 2011 dürfen wir einen wunderbar kritischen Artikel von Britta Weber veröffentlichen, der die anhaltende Kolonialisierung Afrikas durch die ehemaligen Kolonialmächte beschreibt und wie dies unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe im sozialen wie auch im wirtschaftlichen Sinne funktioniert.</p>
<p>Nun mag sich der eine oder andere unserer geneigten Leser fragen, was gehen mich die Probleme Afrikas an, wo wir doch mit Finanz- und Wirtschaftskrise unser ganz eigenes Paket an Problemen zu tragen haben? Nun, mehr als Sie im ersten Augenblick vermuten würden. Denn ist es nicht auch in Europa so, daß unter dem Deckmantel der Wirtschaftshilfe und der Steuergerechtigkeit innerhalb Europas die nationalen Kernkompetenzen nach Brüssel verlagert wurden und ein Ende nicht in Sicht ist? Ist es nicht so, daß unter dem Deckmantel der Stabilisierung des Preisniveaus und der Bekämpfung der Rezessionstendenzen innerhalb Europas (der sog. Kernaufgaben der EZB) offen über die faktisch schon so gut wie beschlossene Bildung einer Fiskalunion verhandelt wird? Und auch der nächste Schritt, die Bildung einer „Wirtschaftsunion“, wird bereits diskutiert und von den entsprechenden Lobby-Gruppen propagiert.</p>
<p>Die einstigen Kolonialmächte werden nun ihrerseits zur Kolonie des Molochs „Europäische Union“ degradiert.<br />
Es ist schon paradox, wie manchmal die Geschichte seinen Verlauf nimmt!</p>
<p>Wir alle wissen, was wir auch im Sinne des Umwelt- und Tierschutzes aus Europa zu erwarten haben: Nichts! Alle Gesetze werden lediglich zur Steigerung der Produktivität erlassen, man denke hier beispielsweise nur an die Zulassung gentechnisch veränderter Nahrungsmittel. Einen Eindruck der Auswirkungen finden Sie im Bericht „Beim indischen Widerstand gegen Monsanto“, aber auch in der Besprechung zum Film „Good food – bad food“ wird der Wahnsinn in den Laboratorien der Agrarindustrie eindrucksvoll geschildert.</p>
<p>Ein effektiver Tier- und Umweltschutz ist nur vor Ort, in der Heimat, sicherzustellen, denn ein europäischer Superstaat kann und will dies nicht gewährleisten. Die rücksichtslose Ausbeutung des afrikanischen Kontinents beweist, wie sich das Europa der „Wirtschaftsunion“ zeigen und verhalten wird. An dieser Stelle sei auf den sehr aufschlußreichen Artikel „Bauernhand in fremder Hand“ verwiesen, welcher sich mit der täglichen Bodenspekulation in Deutschland beschäftigt. Wirksamer Protest wird kaum mehr möglich sein, denn: Was kümmert´s dem Beamten in Brüssel, wenn beispielsweise hundert oder tausend Demonstranten den Ausbau der Donau zu verhindern suchen? Nichts!</p>
<p><strong>Weitere Artikel</strong></p>
<p>- Influenza, Grippe und Homöopathie von Dr. med. Johann Loibner<br />
- Beim indischen Widerstand  gegen Monsanto &amp; Co von Ernst Schneider<br />
- Good Food &#8211; Bad Food &#8211; Filmbesprechung von Dankwart Mireille<br />
- Das Fukushima des Naturschutzes von Laura Horn<br />
- Seelenverwandtschaften von Ulrich Dittmann<br />
- Bauernland in fremder Hand von Bettina Rauch<br />
- Im Gespräch mit Michael Beleites</p>
<p>&#8230;und viele weitere interessante Themen</p>
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		<title>Bio-Schwindel</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 19:06:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Horn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Woche kam ein Betrugsfall aus Italien ans Licht: Bioprodukte wurden in großem Stil über Jahre hinweg manipuliert, indem konventionelle Ware im Wert von mehr als 200 Millionen Euro umdeklariert und als Bioware in mehrere europäische Länder verkauft wurde. Die italienischen Behörden verhafteten sieben Personen aus vier Unternehmen und beschlagnahmten 2.500 Tonnen gefälschte Produkte wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/12/bioschwindel.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/12/bioschwindel.jpg" alt="Bioschwindel" title="bioschwindel" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-598" /></a>Diese Woche kam ein Betrugsfall aus Italien ans Licht: Bioprodukte wurden in großem Stil über Jahre hinweg manipuliert, indem konventionelle Ware im Wert von mehr als 200 Millionen Euro umdeklariert und als Bioware in mehrere europäische Länder verkauft wurde. Die italienischen Behörden verhafteten sieben Personen aus vier Unternehmen und beschlagnahmten 2.500 Tonnen gefälschte Produkte wie Mehl, Soja und Trockenfrüchte. Leider wird mit solchen Machenschaften nicht nur der Verbraucher getäuscht, sondern der Ruf der Bio-Branche insgesamt enorm beschädigt. </p>
<p>Seit Bekanntgabe der Betrugsfälle überprüfen die deutschen Bioverbände umfassend, ob Mitgliedsunternehmen mit der fraglichen Ware beliefert wurden. Dabei arbeiten sie eng mit den italienischen Verbandskollegen und den Biokontrollstellen zusammen. </p>
<p>Bioverbände und Verbraucherschützer fordern nun, daß der Betrugsversuch auf das Schärfste und mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft wird. In diesem Zusammenhang haben Wissenschaftler der Universität Hohenheim im Rahmen des Forschungsprojektes CERTCOST festgestellt, daß es beim Öko-Kontrollsystem der EU noch deutlichen Verbesserungsbedarf gibt und daher einen Sechs-Punkte-Plan für notwendige Verbesserungen erarbeitet.  </p>
<p>Neben der einheitlichen Überwachung der Kontrollstellen soll der Informationsaustausch zwischen Behörden und Ländern verbessert werden. Auch sprechen sich die Wissenschaftler für europäische Standards aus, die Verstöße und Unregelmäßigkeiten einheitlich sanktionieren. Projektleiter Stephan Dabbert plädiert auch dafür, die Kontrollen in Risiko-Betrieben zu erhöhen. Zudem sollten seiner Ansicht nach Unternehmen, die bereits negativ aufgefallen sind und solche mit hohem Markteinfluss, häufiger kontrolliert werden. Dies geschieht bisher noch nicht.</p>
<p>Umwelt &amp; Aktiv spricht sich gleichfalls für schärfere Kontrollen im Sinne des Verbraucherschutzes aus, gleichwohl wir uns von europäischen Standards distanzieren. Solche EU-weiten Standards würden unserer Ansicht nach zu sehr in die strukturellen Gegebenheiten einzelner Nationen eingreifen. Vielmehr sollten die Nationalstaaten, neben ihrer eigenen Kontrollen für Bioprodukte, die Kontrollen für Importware erhöhen. Wer Ware nach Deutschland importieren möchte, muß die Standards und Richtlinien der Bundesrepublik erfüllen. Nur so können wir – unabhängig von der EU – unsere Standards halten. Bioverbände wie Bioland, Demeter und Naturland weisen schon heute deutlich höhere Kontrollen und Standards als herkömmliche Waren auf, die nur mit dem EU-Bio-Logo gekennzeichnet sind. Dieser Umstand ist ein Mehrwert, der unserer Ansicht nach honoriert werden sollte.</p>
<p><i>Bildquelle: Peter v. Bechen / pixelio.de</i></p>
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		<title>Grausame Tötungen von Straßenhunden für die Fussball-EM 2012 in der Ukraine</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 10:32:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Horn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Ukraine gibt es schätzungsweise 200.000 Straßenhunde, allein in Kiew leben bis zu 15.000 herrenlose Tiere. Diese sollen im Vorfeld der Europameisterschaften 2012 aus dem Stadtbild verbannt werden, mit grausamsten Methoden: Staatliche Hundefänger verfolgen die sog. Streuner, um sie brutal zu erschlagen, zu erschießen, zu vergiften oder lebendig zu verbrennen. Gerüchten zufolge erhalten die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/11/armerhund.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/11/armerhund.jpg" alt="" title="armerhund" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-591" /></a>In der Ukraine gibt es schätzungsweise 200.000 Straßenhunde, allein in Kiew leben bis zu 15.000 herrenlose Tiere. Diese sollen im Vorfeld der Europameisterschaften 2012 aus dem Stadtbild verbannt werden, mit grausamsten Methoden: Staatliche Hundefänger verfolgen die sog. Streuner, um sie brutal zu erschlagen, zu erschießen, zu vergiften oder lebendig zu verbrennen. Gerüchten zufolge erhalten die Bürgermeister der EM-Städte pro totem Hund 25 Euro Kopfgeld von der Regierung.<br />
Lange war die Koexistenz zwischen Mensch und Tier weitgehend problemlos, doch streunende Hunde sind nicht gut fürs Straßenbild, wenn anläßlich des Fußball-Großereignisses ganz Europa zuschaut.<br />
Nachdem Tierfreunde und -schützer das brutale Vorgehen bekannt machten und internationale Kritik und eine Protestwelle folgte, scheint sich abzuzeichnen, daß zumindest das massenhafte Töten verboten werden soll. Stattdessen seien die Behörden angewiesen worden, den Bestand an herrenlosen Hunden zu ermitteln, damit die Daten als Grundlage für den Bau von Tierheimen sowie für die Sterilisation der Streuner verwendet werden können. Inwieweit diese Maßnahmen realisiert werden, wird sich zeigen &#8211; Tierschützer sind skeptisch, möglicherweise sollen diese Versprechen nur dazu dienen, daß sich die Empörung wieder legt. </p>
<p>Tierfreunde werden sich erinnern: Bereits 2004 zeigte sich ein ähnliches Bild von massenhaften Hundetötungen anläßlich der Olympischen Sommerspiele in Athen. Der &#8220;Olympische Frieden&#8221; galt für die armen Straßenhunde nicht.</p>
<p>Aus dem Nachbarland Rumänien kommen ebenfalls keine guten Nachrichten, hier sollen die Massentötungen von Straßenhunden erst beginnen. Das rumänische Parlament billigte am 22. Nov. 2011 mit großer Mehrheit ein Gesetz zur Tötung herrenloser Hunde. Die Zahl der Streuner wird allein in Bukarest auf 50.000 geschätzt. Anstatt das Problem mit Sterilisationen anzugehen, wird auch hier das brutalste aller Mittel angewandt. Möglicherweise können auch hier Protestaktionen ein Umdenken und Handeln erreichen!</p>
<p>Bildquelle: Soja31 / pixelio.de</p>
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		<title>Zuviel Antibiotika: Rußland verzichtet auf deutsche Schweine</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da Deutschland den Anforderungen hinsichtlich des Einsatzes von Antibiotika bei Schweinen nicht nachkommt, stellt Rußland die Importe von lebenden Schweinen aus der Bundesrepublik ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/11/schweinemast.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/11/schweinemast.jpg" alt="" title="schweinemast" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-586" /></a>Da Deutschland den Anforderungen hinsichtlich des Einsatzes von Antibiotika bei Schweinen nicht nachkommt, stellt Rußland die Importe von lebenden Schweinen aus der Bundesrepublik ein. Wie der Chef der russischen Agraraufsichtsbehörde &#8211; Sergej Dankwert &#8211; erläuterte, dürfen die Schweine 30 Tage vor ihrem Verkauf nach Rußland keine Antibiotika mehr bekommen. Bei einer Inspektion habe sich allerdings herausgestellt, daß dies nicht der Fall sei. So müsse Rußland nach Erhalt der lebenden Schweine noch einen Monat warten, da den Tieren eine Woche zuvor noch ein Antibiotikum verabreicht worden sei. Die Bundesrepublik könne nicht sicherstellen, daß die Tiere 30 Tage vor Verkauf kein Antibiotika mehr erhalten haben. Im vergangenen Jahr hat Rußland noch 120.000 Tiere aus der Bundesrepublik erhalten. Im Jahr davor waren es sogar 247.000 Tiere. </p>
<p>Durchschnittlich werden in Deutschland rund 8,7 Mio. Kilo Fleisch <em>(1)</em> erzeugt. Davon entfallen rund 63 Prozent auf Schweinefleisch, wovon wiederum 99 Prozent aus konventioneller Haltung stammen. Um Epidemien vorzubeugen, greifen Schweinezüchter in der Regel sehr häufig zu Antibiotika. Dies hat zur Folge, daß der starke Einsatz Keime resistent werden läßt, die durch den Fleischverzehr in den menschlichen Körper gelangen. </p>
<p>Erschreckend, daß dieser Mißstand Rußland auffällt, während die eigene Regierung seit Jahren untätig darüber hinweg sieht. Und dabei handelt es sich nicht nur um Schweinefleisch. Eine Studie des Verbraucherschutzministeriums Nordrhein-Westfalen wies kürzlich bei 83 Prozent der getesteten Hähnchen antimikrobiell wirksame Mittel nach. Daraufhin reagierte Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner mit einem entsprechenden Maßnahmenpaket, das stärkere Kontrollen beinhalten soll. Eine wirkliche Alternative ist dieses Vorhaben jedoch nicht. Denn auch heute schon unterliegt der Einsatz von Antibiotika dem Arzneimittelgesetz, wonach Antibiotika nur zur Behandlung kranker Tiere eingesetzt werden darf. Doch welcher Kontrolleur kann rückwirkend die vermeintliche Erkrankung eines Tieres feststellen? Wer entscheidet, ob das Tier tatsächlich Antibiotika benötigte oder nicht. Der Veterinär? In den meisten Fällen schon. Aber auch sie neigen dazu, äußerst schnell Antibiotika zu verabreichen. So lassen sich Krankheiten binnen weniger Tage in den Griff bekommen, zumindest vordergründig. Zusätzlich schrecken Schweinezüchter in Einzelfällen nicht davor zurück, Antibiotika als Wachstumsförderer zu gebrauchen. Kleinere Wunden, die den Antibiotika-Einsatz legitimieren, finden sich in Zeiten der Massentierhaltung immer. Die EU hat zwar Antibiotika aus den Futtertrögen verbannt, der vorbeugende Einsatz von Medikamenten gehört jedoch weiterhin zum Tagesgeschäft. </p>
<p>Ein Problem, das längst bekannt ist. Bereits im Jahr 2005 berichtete „Öko-Test“ von hohen Belastungen. Viele Antibiotika sind nicht mehr wirksam. Gerade in Industrienationen nehmen bakterielle Infektionserkrankungen wieder zu, weil viele Erreger Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt haben. Eine Gefahr, die nicht nur Tiere langfristig schwächt, sondern für den Menschen tödlich enden kann. Lediglich 0,5 Prozent der Schweineproduktion entfällt auf den ökologischen Sektor. In der ökologischen Landwirtschaft gibt es keine Antibiotika im Fleisch. Antibiotika, Tiermehle, hormonelle Masthilfen, synthetische Futterzusätze und gentechnisch veränderte Pflanzen sind dort tabu. Ist Ihnen Ihre Gesundheit etwas wert, dann greifen Sie auf gesundes, ökologisches Fleisch zurück!</p>
<p><em>(1) Quelle Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie e.V. (2010)</p>
<p>Bildquelle: soylent-network.com</em></p>
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		<title>Der Wolf wird heimisch</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 09:17:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[150 Jahre ist es her, als der letzte Wolf in Sachsen erlegt worden war. Seit einigen Jahren leben wieder Wölfe in Deutschland. Dort, wo der letzte Wolf starb, wurden 2000 erstmals wieder Wolfswelpen von einer in Freiheit lebenden Wölfin geboren – in der Oberlausitz. Derzeit leben wieder etwa 35 Wölfe in Deutschland. 12 Rudel, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/10/wolf.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/10/wolf.jpg" alt="" title="wolf" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-580" /></a>150 Jahre ist es her, als der letzte Wolf in Sachsen erlegt worden war. Seit einigen Jahren leben wieder Wölfe in Deutschland. Dort, wo der letzte Wolf starb, wurden 2000 erstmals wieder Wolfswelpen von einer in Freiheit lebenden Wölfin geboren – in der Oberlausitz. Derzeit leben wieder etwa 35 Wölfe in Deutschland. 12 Rudel, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind heimisch geworden. Einzelne Tiere wurden in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hessen und Bayern gesichtet. </p>
<p>Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellte vergangene Woche eine Studie zur Ausbreitung der Wölfe in Deutschland vor. Grundsätzlich können sich alle Bundesländer auf den alten, neuen Bewohner einstellen. Denkbar sind vor allem Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Denn der Teutoburger Wald oder die Eifel bieten optimale Lebensbedingungen für Isegrim und Giermund. &#8220;Man sollte sich überall in Deutschland auf das Erscheinen des Wolfs einstellen und ein möglichst konfliktfreies Miteinander von Menschen und Wölfen sicherstellen&#8221;, sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel. &#8220;Wölfe brauchen keine Wildnis, sondern können sich auch in unserer Kulturlandschaft an die unterschiedlichsten Lebensräume anpassen.&#8221;</p>
<p>Mit der Pilotstudie wollte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) die Wanderwege erkunden und herausfinden, wie sich Wölfe verhalten und ob sie in Deutschland tatsächlich überleben können. Die Studie war insofern einmalig in Europa, als daß Satelliten die Wanderwege der Vierbeiner über Monate hinweg aufzeichneten. Sechs Jungtiere wurden mit GPS-Sendern ausgestattet, die zwei Jahre lang Informationen über die Wanderwege der Wölfe lieferten. Ergebnis war, daß der Wolf ganze 70 Kilometer pro Tag ohne weiteres zurücklegen kann.</p>
<p>Der beobachtete Wolf Alan beispielsweise entfernte sich schon mit zwölf Monaten von seinem Rudel in Sachsen und lief in zwei Monaten 1.550 Kilometer weit bis nach Weißrußland. Dabei überquerte er Autobahnen, durchschwamm die Weichsel und die Oder und überwand irgendwie die überwiegend mit Elektrozäunen gesicherte Grenze zwischen Polen und Weißrußland.</p>
<p>Auch wenn der Wolf in den Köpfen der Menschen weiterhin als sagenumwobenes und gefährliches Tier gilt, stellt er keine Gefahr dar. Wölfe sind sehr scheue Tiere, die sofort die Flucht ergreifen, wenn sie einen Menschen sehen oder dessen Witterung aufnehmen. Das „Rotkäppchensyndrom“, also die Angst mancher Menschen vor Wölfen, ist völlig unbegründet. Selbst der gezielte Angriff auf Nutztiere kommt nur äußerst selten vor. Vielmehr war der Wolf über Jahrhunderte hinweg ein fester Bestandteil unserer Tierwelt. Es wäre doch schade, dieses anmutende Tier für immer zu verlieren. Die Wiederansiedlung des Wolfes wird übrigens von der Mehrheit der Deutschen unterstützt. Die Umfrage der Umweltschutzorganisation BUND ergab, daß 79 Prozent der Bundesbürger nichts gegen eine Rückkehr der scheuen Raubtiere haben. Ein tolles Ergebnis, für jeden Artenschützer.</p>
<p><em>Bildquelle: Daniel Arnold / pixelio.de</em></p>
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		<title>Spekulationen mit Agrar-Rohstoffen</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 11:37:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Egal ob Getreide, Speiseöl, Zucker oder Milch &#8211; die Preise für wichtige Rohstoffe unserer Lebensmittel steigen kontinuierlich. Folge dieser rapide gestiegenen Preise ist, daß sich viele Menschen in Entwicklungsländern die Nahrungsmittel nicht mehr leisten können. Auch hierzulande leiden Bauern unter dem Druck der wachsenden Preise, die ihre Gewinnspannen auf ein Minimum reduzieren. Während den Einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/10/weizen.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/10/weizen.jpg" alt="" title="weizen" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-576" /></a>Egal ob Getreide, Speiseöl, Zucker oder Milch &#8211; die Preise für wichtige Rohstoffe unserer Lebensmittel steigen kontinuierlich. Folge dieser rapide gestiegenen Preise ist, daß sich viele Menschen in Entwicklungsländern die Nahrungsmittel nicht mehr leisten können. Auch hierzulande leiden Bauern unter dem Druck der wachsenden Preise, die ihre Gewinnspannen auf ein Minimum reduzieren. Während den Einen der Preisanstieg zusetzt, profitieren anderswo Tausende. Denn lange hat es nicht gedauerte, bis die steigenden Preise interessierte Anleger anzog. Spekulationen mit Rohstoffen wie Mais oder Weizen liegen voll im Trend. Gerade in Zeiten einer noch längst nicht ausgestandenen Finanzmarktkrise werden Lebensmittelfonds immer attraktiver. Viele Menschen investieren ihr Geld in &#8211; krisenfeste &#8211; Agrar-Rohstoff-Fonds, um den Gefahren herkömmlicher Anlagegeschäfte so gut es geht auszuweichen. Dieses Anlagegeschäft mit Agrar-Rohstoffen treibt die Preise von Mais oder Weizen zusätzlich künstlich in die Höhe. Die Verbraucherschutzorganisation „foodwatch“ kam sogar zu dem Schluß, das die Finanzinstitute wie die Deutsche Bank und Goldman Sachs mitschuldig am Welthunger seien, weil sie an den Börsen für Nahrungsmittelrohstoffe spekulieren. </p>
<p>Die Zusammenhänge hat foodwatch in dem Report „Die Hungermacher – Wie Deutsche Bank, Goldman Sachs &#038; Co. auf Kosten der Ärmsten mit Nahrung spekulieren“ aufgezeigt. Als besonders dramatisch bewertet foodwatch die Tatenlosigkeit der internationale Politik. Sie schaue dem Treiben der Investmentbanken hilflos zu. Denn bislang gibt es keine effektive Regulierung der Spekulation mit Nahrungsmitteln. Warum auch, schließlich sind die Banken die Hauptprofiteure und Strohmänner von Spekulationen. Wenn man so will ist das Geschäft mit den Rohstoff-Spekulationen ein leicht verdientes Geld für die maroden Institute. &#8220;Die Banken kassieren Gebühren und können daher mit hochspekulativen Wetten nur gewinnen, während die Risiken die anderen tragen&#8221;, kritisiert Foodwatch-Chef Thilo Bode. Autor der Studie ist der Journalist Harald Schumann. Rund 600 Milliarden Dollar sind seinen Recherchen zufolge derzeit in Rohstoffen angelegt. </p>
<p>Foodwatch fordert eine Begrenzung der Spekulation auf Nahrungsmittel an den Börsen. Fonds und Zertifikate auf Rohstoffe und Nahrungsmittel will die Organisation verbieten lassen. Sie fordert die europäische Politik auf, folgende Regulierungsmaßnahmen durchzusetzen:</p>
<p>* Wirksame Positionslimits: Der rein spekulative Handel mit Rohstoff-Futures muss begrenzt werden.<br />
* Institutionelle Anleger wie Versicherungen müssen vom Rohstoffgeschäft ausgeschlossen werden.<br />
* Publikumsfonds und Zertifikate für Rohstoffe müssen verboten werden.</p>
<p>Mit einer E-Mail-Aktion „HÄNDE WEG VOM ACKER, MANN – für den Stopp von Nahrungsmittel-Spekulation“ richtet sich foodwatch außerdem an Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank und Präsident des Weltbankenverbandes IIF.</p>
<p>Umwelt &#038; Aktiv begrüßt die Aktion und unterstützt die Forderungen von foodwatch. Nahrung ist zu wertvoll, um als bloße Investition Haifischen zu dienen. Gleichwohl wir der Auffassung sind, daß es weit aus stärkere Faktoren gibt, die den Welthunger verschärfen und bäuerliche Strukturen zerstören. Extreme Wetterereignisse und der wachsende Bedarf an Biodiesel tragen unserer Meinung nach den Löwenanteil an den steigenden Preisen. Nach wie vor ist es die Ausbeutung der Anbauflächen in Entwicklungsländer durch Agrarmultis wie Monsanto &#038; Co., die den Welthunger vorantreiben. Wo Kaffee, Kakao, Baumwolle und Gensoja für die Industrienationen wächst, bleibt kein Platz für den Anbau eigener Lebensmittel.</p>
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		<title>Jeder fünfte Einkauf landet im Müll</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 07:52:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Laut der europäischen Toppits-Save-Food- Studie landen ein Fünftel unserer Lebensmittel im Müll. Durchschnittlich entsorgt jeder Haushalt in Deutschland sage und schreibe 80 Kilogramm, die eigentlich noch genießbar wären. 1.500 Teilnehmer in Deutschland, Frankreich und Spanien sowie jeweils 1.000 aus Schweden, Belgien, Rußland und Österreich, notierten eine Woche lang in einem Tagebuch ihr Einkaufsverhalten, sowie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/10/muell-lebensmittel.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/10/muell-lebensmittel.jpg" alt="" title="muell-lebensmittel" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-573" /></a>Laut der europäischen Toppits-Save-Food- Studie landen ein Fünftel unserer Lebensmittel im Müll. Durchschnittlich entsorgt jeder Haushalt in Deutschland sage und schreibe 80 Kilogramm, die eigentlich noch genießbar wären.</p>
<p>1.500 Teilnehmer in Deutschland, Frankreich und Spanien sowie jeweils 1.000 aus Schweden, Belgien, Rußland und Österreich, notierten eine Woche lang in einem Tagebuch ihr Einkaufsverhalten, sowie die Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln. Das Ergebnis der Studie war erschreckend: Rund ein Drittel aller verpackten Lebensmittel werden ungeöffnet weggeworfen. Am häufigsten landen Obst und Gemüse im Müll (50 Prozent), danach folgen Reste selbstgekochter Mahlzeiten oder Fertiggerichte.</p>
<p>Deutsche Haushalte entsorgen jedes Jahr 6,6 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von über 25 Milliarden Euro. Als häufigste Gründe für die Lebensmittelverschwendung wird eine falsche Planung von Einkäufen und Mahlzeiten sowie die falsche Lagerung von Lebensmitteln angegeben. </p>
<p>Im Laufe der Zeit hat sich unser Verhalten gegenüber Lebensmitteln stark verändert. Wurde vor einigen Jahren noch bewußt darauf geachtet, die Einkäufe optimal zu verwerten, landen heute immer mehr Nahrungsmittel ungeachtet in den Müll. Hier fehlt das Einfühlungsvermögen für das Lebensnotwendigste. Trotz Welthunger und steigenden Preisen werden Lebensmittel ohne schlechtes Gewissen entsorgt. Die kleinste Delle im Obst ist ausreichend, um das Produkt als nicht mehr genießbar einzustufen. Ohne Bewußtseinswandel wird sich hier nichts tun. Umwelt &#038; Aktiv hat dieses Problem schon lange erkannt. Wir empfehlen Einkäufe besser zu planen. Bspw. eignen sich Eintöpfe bestens, um überschüssiges Gemüse vor dem Verfall aufzubrauchen. Reste von Mahlzeiten können auch eingefroren werden. Jeder Einzelne ist gefragt, um die Unmengen an Müll zu reduzieren!</p>
<p><i>Bildquelle: Paul-Georg Meister  / pixelio.de</i></p>
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		<title>EU beschließt neue Regeln zur Kennzeichnung von Lebensmitteln</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 09:48:30 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Kennzeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[Kennzeichnunspflicht]]></category>
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		<description><![CDATA[Vergangene Woche hat das EU-Parlament der neuen Regelung zur Kennzeichnung von Lebensmitteln zugestimmt. Damit soll es Verbrauchern erleichtert werden, Dickmachern auf die Spur zu kommen. Ab 2014 sind Lebensmittelhersteller dazu verpflichtet, Angaben zu Zucker, Fett, Salz und Kohlenhydraten auf der Verpackung aufzulisten. Bisher waren die Angaben freiwillig. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/07/eu.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/07/eu.jpg" alt="eu" title="eu" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-525" /></a>Vergangene Woche hat das EU-Parlament der neuen Regelung zur Kennzeichnung von Lebensmitteln zugestimmt. Damit soll es Verbrauchern erleichtert werden, Dickmachern auf die Spur zu kommen. Ab 2014 sind Lebensmittelhersteller dazu verpflichtet, Angaben zu Zucker, Fett, Salz und Kohlenhydraten auf der Verpackung aufzulisten. Bisher waren die Angaben freiwillig. </p>
<p>Die neue Regelung sieht vor, daß in einer Tabelle genau aufgelistet wird, wie viel Zucker, Kohlenhydrate, Salz, Eiweiß, Fett und gesättigte Fettsäuren das Produkt auf 100 Gramm enthält. Zudem sind Imitate, wie bspw. Analogkäse und Klebefleisch von Herstellern als solche zu kennzeichnen. Auch Allergien auslösende Stoffe wie bspw. Nüsse müssen ebenso auf den Verpackungen stehen, wie die genaue Herkunft bei Frischfleisch. Getränke, die Koffein enthalten, brauchen einen Warnhinweis für Kinder und Schwangere. </p>
<p>Die verpflichtende Kennzeichnung war längst fällig. Dumm nur, daß sie erst ab 2014 bindend ist. Trotz des breiten Zuspruchs der Bevölkerung wird es keine Ampelkennzeichnung geben. Auch gibt es in der neuen Regelung keine Verpflichtung zum Druck der Nährwerte auf die Vorderseite der Verpackungen. Weiterhin stehen keine Informationen über die Herkunft der Produkte (außer Frischfleisch) bereit. Selbst die Vorgabe der nur schwer leserlichen Schriftgröße von 1,2 Millimetern wurde nicht geändert.</p>
<p>Mit diesem Urteil wurde erneut der industriefreundliche Kurs gegen den Willen der Mehrheit fortgeführt. Schade, daß die Wünsche der Verbraucher nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Schließlich sind sie es, die die Produkte kaufen und konsumieren!</p>
<p><i>Bildquelle: pixelio.de / Engelbert Hosner</i></p>
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