Bakterien-Käse: foodwatch stellt Strafanzeige
Wie die Verbraucherschutzorganisation foodwatch in einem Rundbrief mitteilte, stellen diese Strafanzeige gegen Lidl, die Firma Prolactal und das baden-württembergische Verbraucherministerium. Grund ist die Informationspolitik der Verantwortlichen im Falle des listerien-belasteten Harzer Käses.
Fünf Todesfälle in Österreich gelten als bestätigt, drei in Deutschland. Die Opfer hatten Käse des österreichischen Herstellers Prolactal gegessen, der Listerien enthielt – eine Bakterienart, die bei immungeschwächten Menschen tödliche Infektionen auslösen kann. In Deutschland wurde der Prolactal-Käse bei Lidl unter der Eigenmarke “Reinhardshof, Harzer Käse” verkauft. Nach Auffassung von foodwatch haben weder Lidl noch die zuständige Behörde, das baden-württembergische Verbraucherministerium, alles dafür getan, um die Bevölkerung vor der bekannten Gefahr für Leib und Leben zu warnen. foodwatch hat deswegen am 20. Mai 2010 Strafanzeige gegen die Verantwortlichen im Stuttgarter Ministerium, bei Lidl und bei der Herstellerfirma Prolactal wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und auf Körperverletzung mit Todesfolge gestellt.
Quelle: Rundbrief foodwatch
Weitere Informationen unter: http://foodwatch.de/kampagnen__themen/eu_warnsystem/listeriose/index_ger.html
Bildquelle: pixelio.de – wrw




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