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Gespräch mit Sebastian Zeilinger zum Projekt AHA!

In der Umwelt & Aktiv Ausgabe 3-2018 führten wir ein Gespräch mit Sebastian Zeilinger von AHA!, einem der ersten NGOs von rechts. Dort erfahren wir, was es wirklich bedeutet, Fluchtursachen zu bekämpfen und wie sich jeder einzelne Aktivist hieran aktiv beteiligen kann:

Hallo Herr Zeilinger. Spinnen die Rechten jetzt ganz oder warum engagiert sich AHA! im mittleren Osten, auf einer eigentlich linken Spielwiese?

Servus. Na ja, spinnert muß man ja heutzutage immer noch sein, wenn man sich ganz gleich in welchem „rechten“ Projekt exponiert engagiert. Zum Projekt AHA! (Alternative Help Association, d.Red.): Der Hintergrund, oder vielmehr die Idee dahinter ist recht schnell erklärt, denn AHA! ist nichts anderes als die praktische Umsetzung der ur-identitären Forderung nach „Hilfe vor Ort“ statt Massenmigration einiger Priviligierter nach Europa. Da ich selbst bereits bei vielen Projekten weltweit mitgearbeitet bzw. diese besucht habe (Indien, Rußland und Syrien), wußte ich, daß man zwangsläufig bei einer sich links gebenden NGO (Non-governmental organization = nichtstaatliche Organisation, d.Red.) landen würde. Wenngleich die Tätigkeit vor Ort dann ja immer frei von ideologischen Fragen ist, da macht man sich ganz gleich die Hände bei der gemeinsamen Feldarbeit schmutzig. So gesehen füllen wir mit einer NGO von „rechts“ eine Marktlücke, die sich auch ganz dezidiert an junge, europäische Patrioten wendet. Deshalb sehen wir uns auch nicht in Konkurrenz zu linken NGOs, was bei unserer derzeitigen Größe auch vermessen wäre. Und zum Betätigungsfeld im Nahen Osten: Syrien war und ist das metapolitische Epizentrum der Flüchtlingskrise, dementsprechend muß man sich auch genau dort betätigen.

Was macht AHA! konkret vor Ort und wer sind die Protagonisten?

AHA! wurde von ehemaligen und aktuellen Protagonisten der Identitären Bewegung (ID) ins Leben gerufen.

Bisher unterstützen wir 10 Familien in den Flüchtlingslagern des Libanon. Das Auswahlkriterium waren speziell bedürftige Familien, denen meist der Vater/Ehemann fehlte, weil dieser im Krieg gefallen ist. Die Kinder, so haben wir bei einem Besuch vor Ort festgestellt, mußten sich oft um die Geldbeschaffung kümmern und konnten so nicht in die Schule gehen. Denn die UN stellt zwar die Zelte vor Ort, jedoch müssen die Flüchtlinge in der Regel Miete an den Landeigentümer zahlen. Diese liegt im Schnitt bei 50 Euro im Monat, wir haben aber festgestellt, daß sie tatsächlich meist höher liegt. Für viele Familien ein Problem. Deshalb unterstützen wir diese Familien bei der Miete, so daß die Kinder wieder die Schule besuchen können, denn sonst droht Syrien eine ganze verlorene Generation mit Auswirkungen für Jahrzehnte. Dies war aber nur der Startschuß für unser Projekt. Das eigentliche Projekt soll in Syrien verwirklicht werden, bald werden wir vor Ort sein. Mehr kann ich an dieser Stelle noch nicht verraten.

Die Familien hoffen auf eine baldige Rückkehr in ihre Heimat. Es ist tatsächlich so, daß weite Teile Syriens befriedet sind. Zum Ende des Jahres soll wohl eine verfassungsrechtlich verbriefte Generalamnestie erlassen werden, so daß auch ehemalige Gegner von Assad straffrei nach Hause zurückkehren können. Wir wollen die Familien bei ihrer Rückkehr begleiten und vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe geben (z.B. das Material zum Hausbau mitfinanzieren). Zudem wollen wir die Diskussion um eine eventuelle Familienzusammenführung in Europa mit entsprechendem Bildmaterial von heimkehrenden Flüchtlingen etwas in die richtige Richtung stoßen. Klar dürfte sein, daß, wenn Frieden in Syrien einkehrt, der temporäre Asylgrund wegfällt und die Familien in Syrien wieder vereint werden können. Denn zumindest in den libanesischen Lagern vor Ort ist der Frauen- und Kinderanteil augenscheinlich sehr hoch.

Worin unterscheidet sich die AHA! -Hilfe von anderen Hilfen?

Wir unterscheiden uns in einigen Punkten von „konventionellen“ oder besser gesagt etablierten NGOs. So wollen wir uns ganz bewußt nicht vor Ort als Organisation festsetzen, sondern von Anfang an auf die Hilfe zur Selbsthilfe setzen. Also keine fertigen Reihenhäuser hinstellen, sondern den Menschen, falls nötig, die Materialien und das Know-how zum Wiederaufbau geben. Auch lehnen wir eine Masseneinwanderung nach Europa ab und plädieren ausdrücklich für die Hilfe vor Ort, wo man mit einem Euro die hundertfache Wirkung erzielt. Das hat zumindest unser Entwicklungsminister Müller jüngst in einem Interview mit der ZEIT kundgetan: „Mit jedem Euro können wir also vor Ort die hundertfache Wirkung erzielen und den Menschen neue Hoffnung geben“. (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-07/gerd-mueller-entwicklungsminister-haushalt-kuerzung-kritik-migration). Demzufolge kritisiert Müller die für 2019 geplante Kürzung der Entwicklungshilfe. Ganz konkret sehen wir das ja selbst. Mit 50 Euro kann man einer ganzen x-köpfigen Familie einen Monat lang die fixen Kosten abnehmen. In Deutschland übersteigen die Kosten für die „Flüchtlinge“ in 2018 ja sogar das gesamte Bildungsbudget des Bundeshaushalts.

Auch finden wir, daß sich Hilfe vor Ort an den lokalen Begebenheiten zu orientieren hat. Bei vielen NGOs spielt meist doch zumindest hintergründig auch ein politischer Wille zur Veränderung (Stichwort „Regime Change“) eine Rolle. Das maßen wir uns nicht an.

Warum sollten sich politisch interessierte Personen aus dem nationalen und konservativen Lager hier bei Ihnen engagieren oder Sie finanziell unterstützen? Dazu gibt es doch jährlich zu Weihnachten genügend Möglichkeiten / Aufrufe seitens etablierter Organisationen aus dem privaten oder kirchlichen Bereich.

Nun, wir versuchen keinen moralischen Imperativ zu schaffen bzw. die Moralkeule zu schwingen. Wir Bürger haben auch keine Verpflichtung, vor Ort zu helfen. Wir wollen jedoch mit unseren bescheidenen Mitteln aufzeigen, daß Entwicklungshilfe zu unser aller Wohl viel zielführender eingesetzt werden könnte. Bisher werden Milliarden verschleudert und Fachkräfte (mäßig erfolgreich) abgeworben. Dabei wäre der umgekehrte Weg der richtige: Wenige Mittel würden reichen, um den Menschen vor Ort eine Perspektive zu geben. Und Syrien braucht seine Ärzte dringender als unsere überversorgte Hypochondergesellschaft. Wir plädieren deshalb für den Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe. Zuletzt geht es auch um das Brechen des linken Narrativs, das Land xy wäre nicht sicher etc. Asyl heißt Schutz auf Zeit, man sollte die Menschen deshalb von Anfang an auf die Rückkehr vorbereiten und ggf. mit handwerklichem Können versehen. Wir sind der festen Überzeugung, daß z.B. Syrien nur von Syrern aufgebaut werden kann. Wer sollte es sonst tun? Wir wollen die Menschen vor Ort dabei unterstützen. Bilder von vor Ort sind viel wirkmächtiger, solche Narrative zu brechen, als es sämtliche geschriebenen Texte dazu sind. Viele der etablierten NGOs sind stark im linken Milieu verankert und größtenteils Unterstützer der Open Border Fraktion. Dazu wollen wir als Gegengewicht auftreten. Wer also unseren Anspruch: „Sichere Grenzen, sichere Zukunft“ teilt, kann nunmehr seine weihnachtliche Spende an die Caritas lieber uns zukommen lassen.

Wenn man zu Ihrem Projekt etwas recherchiert, dann steht immer wieder im Raum, daß es sich hierbei um eine propagandistische Maßnahme aus dem Umfeld der Identitären Bewegung handelt, seit es dieser an öffentlichkeitswirksamen Aktionen fehlt.

Ja, die Medien versuchen, das Narrativ zu schüren, wir würden Geld für die IB verwenden oder wir wären gar ein „Fake“ (Reiner Fritz von Caritas https://www.focus.de/politik/deutschland/alternative-help-association-warum-die-identitaeren-jetzt-geld-fuer-fluechtlinge-sammeln_id_9435819.html). Mit uns gesprochen wird darüber nicht, der eine schreibt eben vom anderen ab.

Das Projekt AHA! soll vor allem nach „innen“ wirken, sprich, es soll „rechten“ europäischen Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich im Rahmen eines Volunteer-Programms vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Auslandsaufenthalte helfen Persönlichkeit und Charaktere zu schärfen. Wir wollen uns vor Ort gar nicht groß etablieren, so daß das gespendete Geld tatsächlich vor Ort ankommt. Von Vielgereisten aus „unserem“ Lager erhalten wir zahlreiche Zuschriften und erfahren so auch die nötige Unterstützung – übrigens auch von vielen assimilierten Migranten. Das ist dann immer besonders lustig, wenn ein Hassan einem Sören auf Facebook in unserem Sinne die Welt erklärt.

Deshalb finden auch keine öffentlichkeitswirksamen Aktionen statt. BBC z.B. suchte jüngst von uns unterstützte Familien auf und bedrängte diese stark, ob sie denn wüßten, von WEM sie Geld bekämen. Aus diesem Grund schirmen wir unsere Projekte stark ab.
 
Wie kommt Ihr Projekt im eigenen Lager an?

Wir erfahren viel Zuspruch, aber auch einiges an Kritik. Bei letzterem ist zu unterscheiden zwischen den „Menschenhassern“(derer es leider in den sozialen Medien viele gibt) und kon-struktiver Kritik. Diese Art „Kritik“ erschöpft sich meist in widerlichen Beschimpfungen und teils auch verunglimpfenden Bemerkungen gegenüber den Menschen vor Ort. Die konstruktiven Kritiker fragen uns, warum wir nicht zuerst Menschen in Deutschland helfen. Hier wäre zu erwidern, daß wir dergleichen z.B. bei der Fluthilfe in Niederbayern getan haben, daß aber der metapolitische Begriff der Hilfe vor Ort eben explizit die Herkunftsländer der echten Flüchtlinge bezeichnet. Dementsprechend müssen wir genau dort aktiv werden. Manchen sind die Projekte etwas zu abgeschirmt. Das liegt aber – wie beschrieben – am medialen und politischen Druck. Sobald wir jedoch unser Volunteer-Programm anbieten, wird das ganze Projekt transparenter und auch greifbarer. Wir haben bereits einige Kandidaten und bald können wir dazu Näheres berichten

Sie haben nun bereits mehrfach das Volunteer-Programm angesprochen. Sie meinen damit vermutlich, als Volunteer Freiwilligenarbeit im Ausland leisten. Dazu finden sich ja vielfältige Angebote vom Schutzprojekt für Faultiere, Affen und Co. in der Karibik, über das Frauenhaus-Projekt in Peru. Was erwartet den Volunteer bei AHA!? Was muß er mitbringen und vor allem, wer trägt z.B. die Reisekosten?

Der Freiwillige bei AHA! soll v.a. mit anpacken. Es gibt ja viel Kritik an den gängigen freiwilligen Projekten anderer NGOs, da nur wenig Geld direkt vor Ort ankommt und auch oftmals Ungelernte Unterricht etc. geben sollen. Deshalb sollen unsere Freiwilligen gemäß ihren Fähigkeiten eingesetzt werden. Für Syrien wären derzeit Handwerker und Mechaniker am gefragtesten. Als Vorbild dienen durchaus Projekte wie zum Beispiel das „Baikal Lake Project“ (http://old.greatbaikaltrail.org/en/node/1673), bei dem Freiwillige einen Pfad um den Baikalsee oder traditionelle Hütten bauen und direkt im Ort mit direktem Kontakt zur Bevölkerung untergebracht sind.

Auch „unsere“ Freiwilligen sollen vor Ort bei Familien leben und so ins Dorfleben eingebunden sein. Die Kosten hierfür trägt jeder selbst, wir unterstützen mit Netzwerk und Visabeschaffung und kümmern uns um die Vermittlung. Das läuft bei uns ja alles ehrenamtlich. Die ersten drei Kandidaten haben wir bereits, einer davon plant gar ein ganzes Jahr. Wir werden bei unserem Termin vor Ort genau schauen, wo Bedarf besteht und wo und wie Freiwillige eingesetzt werden können. Dabei sind wir nicht auf Syrien beschränkt. Wir haben auch in Afrika und im Irak Möglichkeiten, Leute hinzuschicken – in diesem Fall zu anderen, schon länger bestehenden Organisationen.

Werden Ihnen bei Ihrem Projekt Steine in den Weg gelegt?

Oh ja, ständig. Da wäre zum einen die schlechte Presse, die das Projekt lächerlich schreibt oder/und gleich ganz totschweigt. Auch hat uns PayPal das Konto gesperrt, wegen „Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen“. Den NGOs vor Ort sind wir ein Dorn im Auge, so warnt zum Beispiel die Caritas vor uns. Herr Fritz von Caritas International hat AHA! jüngst im Focus als „Fake“ bezeichnet. Wir werden ihm eine Postkarte mit allerbesten Grüßen aus Syrien schicken. Gegen die Aussage, wir würden ein Tarnverein zur Beschaffung von Geldern für die IB sein, gehen wir anwaltlich vor, wenn diese als Tatsachenbehauptung gebracht wird. Linke Medien bringen diese allerdings meist als Vermutung, was von der Meinungsfreiheit gedeckt ist, aber dennoch einfach schäbig ist.

Am heftigsten waren Mord- und Gewaltandrohungen gegen uns, wenn wir uns wieder im Libanon blicken lassen würden. Kurzum, man kann uns behindern, aber nicht verhindern.

Für unsere jüngeren, abenteuerlustigen Leser: Wo kann man sich für das Programm bewerben?

Jung, abenteuerlustig und weltoffen. Ha ha, hier und nur hier hat das Wort seine wirkliche Bedeutung. Wer Interesse hat, der schreibe uns an unter contact@aha-europe.com. Wir wollen ab Jahresende mit dem Programm beginnen können. Informiert bleibt man über http://aha-europe.com/ oder über https://www.facebook.com/HilfsprojekteVorOrt/

Herr Zeilinger vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für Ihr Projekt.

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Datum
10.11.2018

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