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	<title>Umwelt &#38; Aktiv &#187; Autarkie</title>
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	<description>Das Magazin für gesamtheitliches Denken</description>
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		<title>Ausgabe 4 &#8211; 2007</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 11:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgaben]]></category>
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		<description><![CDATA[Inhalt der Umwelt &#38; Aktiv &#8211; Ausgabe 4 / 2007 - Freiheit durch Autarkie - Biogasanlagen &#8211; Chancen und Risiken - Mittwinter &#8211; Mutternacht zur Lichtwende - Pflanzen und Kräuter &#8211; Aberglaube und Mythos &#8230; und viele weitere interessante Themen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_79" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/ausgabe4-2007_titel.png"><img class="size-full wp-image-79" title="ausgabe4-2007_titel" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/ausgabe4-2007_titel.png" alt="Ausgabe 4 / 2007" width="250" height="290" /></a><p class="wp-caption-text">Umwelt und Aktiv Ausgabe 4 / 2007</p></div>
<p><strong>Inhalt der Umwelt &amp; Aktiv &#8211; Ausgabe 4 / 2007</strong></p>
<p>- Freiheit durch Autarkie<br />
- Biogasanlagen &#8211; Chancen und Risiken<br />
- Mittwinter &#8211; Mutternacht zur Lichtwende<br />
- Pflanzen und Kräuter &#8211; Aberglaube und Mythos</p>
<p>&#8230; und viele weitere interessante Themen</p>
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		<title>Die erneuerbaren Energien</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2008 13:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Alternative Energiequellen]]></category>
		<category><![CDATA[Autarkie]]></category>
		<category><![CDATA[Energiespeicher]]></category>
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		<description><![CDATA[Ausweg aus der Energiekrise Die erneuerbaren Energien &#8211; Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse, Erdwärme&#8230; &#8211; sind nicht erschöpfbar. Sie standen seit jeher zur Verfügung und sind verfügbar, solange die Erde existiert. Aus diesem Grunde sind in den vergangenen Jahrzehnten vor allen Dingen in Deutschland viele Anstrengungen unternommen worden, die Anwendung dieser Energieformen weiterzuentwickeln, allerdings in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Ausweg aus der Energiekrise</h3>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_219" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong><strong><a rel="attachment wp-att-219" href="http://www.umweltundaktiv.de/2008/04/die-erneuerbaren-energien/windraeder/"><img class="size-full wp-image-219" title="windraeder" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/windraeder.jpg" alt="Windräder" width="300" height="297" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Windräder</p></div>
<p><strong>Die erneuerbaren Energien &#8211; Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse, Erdwärme&#8230; &#8211; sind nicht erschöpfbar. Sie standen seit jeher zur Verfügung und sind verfügbar, solange die Erde existiert.<br />
Aus diesem Grunde sind in den vergangenen Jahrzehnten vor allen Dingen in Deutschland viele Anstrengungen unternommen worden, die Anwendung dieser Energieformen weiterzuentwickeln, allerdings in der falschen Weise nach den Rezepten von Lovins.</strong></p>
<p>Sonnenenergie und Windenergie haben das Potential, in beträchlichem Maße zur Energieversorgung in Deutschland beizutragen. Der Nachteil dieser Energieformen ist, daß sie in geringer Intensität und sehr unregelmäßig angeboten werden. Die Sonne scheint nicht nachts, der Wind weht nicht dauernd mit genügender Stärke. Der Bedarf ist aber dauernd vorhanden. D.h. Sonnenenergie und Windenergie benötigen einen leistungsfähigen Speicher. Bei den Solarzellen wird die Sonnenstrahlung direkt in elektrische Energie umgewandelt, die normalerweise ins Netz eingespeist und verkauft wird. Ebenso geschieht es bei den Windrädern, die elektrische Energie in das Stromnetz einspeisen, da ihre Speicherung in Batterien zu teuer und zu aufwendig ist. Die in Deutschland z.Z. installierte Windenergieleistung liegt bei ca. 15 Gigawatt, das entspricht der Leistungsabgabe von etwa 12 großen Kernkraftwerken. Bei schwachem Wind oder Windstille wird keine Leistung von den Windrädern ins Netz abgegeben. Sie muß aber an die Kunden geliefert werden. Das tun dann zunächst die anderen Kraftwerke am Netz, die mit Kohle oder Kernenergie oder Gas betrieben werden. Aber sie sind durch den Ausfall der Windenergie überlastet. Die Strom-Generatoren der noch laufenden Kraftwerke -sie arbeiten ähnlich wie die Lichtmaschinen im Auto oder ein Notstromaggregat &#8211; müssen mehr Strom abgeben als vorgesehen, die Wicklungen erhitzen sich, die Generatoren werden nach ca. 30 Minuten abgeschaltet, einer nach dem anderen, bevor die Wicklungen durch Überhitzung zerstört werden. Innerhalb weniger Minuten ist das Netz tot, kein Strom wird mehr geliefert. Es ist nicht ganz einfach, es wieder in Betrieb zu setzen, wie man aus den Netzzusammenbrüchen der letzten Jahre in USA, Italien usw. weiß. Den Stromversorgungsunternehmen ist dieses Verhalten der Kraftwerke bekannt. Deswegen muß für jedes Megawatt Windleistung, das ins Netz installiert wird, etwa ein Megawatt konventionelle Kraftwerksleistung &#8211; Kohle oder Kernenergie &#8211; vorgehalten werden, die im Falle einer Flaute eingeschaltet werden kann. Das heißt: Windenergie im deutschen Stromnetz ist völlig überflüssig, ebenso die Energie aus Solarzellen.<br />
Windenergie und Solarenergie sind nur dann sinnvoll, wenn man sie mit einem geeigneten Speicher koppelt, das tut auch die Natur, wie wir später sehen werden. Batterien haben ein zu geringes Speichervermögen und sind zu teuer. Der geeignete Speicher für die erneuerbaren Energien ist der Wasserstoff, den man durch Wasserelektrolyse mit Energie aus Windrädern oder Solarzellen oder durch Kohlevergasung herstellen kann. Aber die Entwicklung der Wasserstofftechnik ist in Deutschland nicht konsequent verfolgt worden: seit ca. 30 Jahren hier ein Projekt, da ein Projekt, kein großer Plan, nur isolierte Vorhaben, die nach einiger Zeit eingestellt wurden. Man könnte den Eindruck gewinnen, daß hier von Staats wegen ein Theater für das große Publikum inszeniert wurde, um zu zeigen, daß man etwas tut und Alternativen zu der “schmutzigen” Kohle und der “lebensfeindlichen” Kernenergie hat. Es wurden Solarzellen und Windräder entwickelt, aber nicht die dazu gehörenden Energiespeicher. Gespeist wurde die Energie im elektrischen Netz, was aber in Deutschland völlig falsch ist, wie ich oben gezeigt habe.<br />
Wie die in Deutschland installierte erneuerbare Energie sinnvoll verwendet werden kann, ist im nächsten Abschnitt beschrieben.</p>
<p><strong>Wasserstofftechnik und Kohlevergasung</strong></p>
<div id="attachment_220" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-220" href="http://www.umweltundaktiv.de/2008/04/die-erneuerbaren-energien/wehrdamm/"><img class="size-full wp-image-220" title="wehrdamm" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/wehrdamm.jpg" alt="Wehrdamm" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wehrdamm</p></div>
<p>In seinem 1884 veröffentlichten Roman “Die geheimnisvolle Insel” schreibt der bekannte französische Schriftsteller Jules Verne: Ja, meine Freunde, ich glaube, daß Wasser eines Tages als Brennstoff benutzt werden wird, daß Wasserstoff und Sauerstoff, aus denen es sich zusammensetzt, eine unerschöpfliche Wärme- und Lichtquelle bilden werden, und das mit einer Intensität, die man von Kohle nicht erwarten kann. Wasser wird die Kohle der Zukunft sein.<br />
Jules Verne hatte recht. Wasserstoff ist in beliebiger Menge vorhanden (in chemisch gebundener Form, z.B. als Wasser), leicht speicherbar, bei seiner Verbrennung mit Sauerstoff entsteht reines Wasser, das nicht umweltschädlich ist und wieder zersetzt werden kann. Es findet also kein Verbrauch von Rohstoffen statt, in der Biologie ist der Wasserstoff seit Milliarden Jahren der Energielieferant und Energiespeicher. Leben ist nur möglich durch dauernde und ununterbrochene Zufuhr von Energie, selbst wenn der pflanzliche oder tierische Organismus keine Arbeit verrichtet. Denn die Billionen Makromoleküle eines lebenden Organismus müssen nach einem exakten Plan zusammenarbeiten, ihre Funktionen zentral gesteuert werden. Jedes dieser Moleküle ist mit jedem über einen Informationsstrang verbunden. Dieses Informations- und Steuerungssystem benötigt Energie Diese Energie wird aus einer gesteuerten Knallgasreaktion in jeder biologischen Zelle gewonnen.</p>
<p>Wasserstoff und Sauerstoff verbinden sich in der Zelle zu Wasser, dabei wird die benötigte Energie frei. Das entstandene Wasser kann wieder zersetzt werden zur Energiespeicherung. Wie kommt nun der Wasserstoff in die Zelle, genau dorthin, wo er benötigt wird? Welchen Mechanismus hat die Natur zu diesem Zweck erfunden? Es ist die Photosynthese. Betrachten wir den Vorgang der Photosynthese an Beispiel der Energieversorgung eines Baumes. Zum Leben braucht der Baum Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht. Fehlt eine dieser Komponenten, stirbt der Baum. Das Wasser nimmt er über die Wurzeln auf, es steigt in dte Blätter. Dort wird es durch Sonnenlicht in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Der Sauerstoff wird von dem Baum nicht benötigt, er wird an die Atmosphäre abgegeben. Der Wasserstoff reagiert mit dem Kohlendioxid, das über die Blätter aus der Atmosphäre aufgenommen wird. Bei dieser Reaktion entsteht in einem sehr sinnreichen Verfahren aus CO2 und Wasserstoff Glucose (Zucker), aber auch Stärke, Öle usw. Diese Substanzen dienen als Energiespeicher, da sie sehr viel Wasserstoff enthalten. Der menschliche Organismus z.B. bezieht die zum Leben nötige Energie aus diesen wasserstoffreichen Substanzen, die er als Nahrung aufnimmt. Bei diesen Substanzen wird mit Hilfe von Enzymen in den Zellen der Wasserstoff abgespalten, der sich dann mit Sauerstoff, über die Lunge eingeatmet, zu Wasser verbindet. Dabei wird die zum Leben nötige Energie freigeselzL AuBerdem entsteht CO2, das über die Lunge ausgeatmet wird- Wir haben also hier den Wasserstoff, den wir für die Energteversorgung des lebenden Organismus benötigen.</p>
<p>Von links nach rechts gelesen hat man die Synthese von Zucker aus Wasser und Kohlendioxid mit Hilfe von Sonnenenergie, von rechts nach links die Verbrennung von Zucker mit Sauerstoff zu Wasser und Kohlendioxid. Diese Reaktion findet u.a. in den Zellen des menschlichen Körpers statt. Seit Jahrmilliarden basiert die Energieversorgung der Biologie auf Methoden der Wasserstofftechnik. Was Jules Verne vor 120 Jahren prophetisch vorausgesehen hatte, kann heute Wirklichkeit werden: Wasserstoff als Energiespeicher und Energieträger für Haushalt, Industrie, Verkehr. Wasserstoff ist bei Normalbedingungen ein Gas. Er ist das häufigste Element im Universum, auf der Erde kommt er nur in gebundener Form vor, gebunden an andere Atome. Freies Wasserstoffgas ist so leicht, daß es in den Weltraum entweicht. Die bekannteste Wasserstoffverbindung ist Wasser. Das Wassermolekül besteht aus einem Sauerstoffatom mit zwei daran gebundenen Wasserstoffatomen. Man kann diese Bindung durch Zufuhr von Energie trennen. Man erhält dabei zwei Wasserstoffatome und ein Sauerstoffatom, die als Gase entstehen und gespeichert werden können. Ein Gerät zur Zersetzung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff mit elektrischer Energie nennt man Elektrolyseur. Wenn man die Gase später in geeigneter Form rekombinieren läßt, entsteht wieder Wasser und man erhält die Zersetzungsenergie zurück. Man kann die Rekombination in einer schlagartigen Explosion ablaufen lassen (Knallgasreaktion) oder in einer sorgfältig gesteuerten Reaktion, z.B. in einer Brennstoffzelle oder im lebenden Organismus. In der Brennstoffzelle wird die frei werdende Energie hauptsächlich als elektrische Energie abgegeben zum Antrieb von Elektromotoren.</p>
<p>Die elektrische Energie aus Windrad oder Solarzelle, die man zur Zersetzung des Wassers im Elektrolyseur benötigt hat, wird bei der Rekombination der Gase in der Brennstoffzelle wiedergewonnen. D.h. wenn man in die Brennstoffzelle Wasserstoff und Sauerstoff einspeist, rekombinieren die beiden Gase zu Wasser, die Bindungs-Energie wird zu etwa 50% in Form elektrischer Energie abgegeben, zu 50% in Form von Wärme wie bei der Knallgasreaktion.<br />
Mit Wasserstoff kann Sonnen- und Windenergie gespeichert und auch konzentriert werden. Wasserstoff und Sauerstoff kann man beliebig lange verlustfrei speichern, das Verbrennungsprodukt der beiden Gase ist reines Wasser, also sehr umweltfreundlich. Die zukünftige Wasserstofftechnik ist also die naturgegebene Energietechnik ohne Verbrauch von Rohstoffen und Schädigung der Umwelt. Was kann man nun mit den vielen Windrädern in Deutschland machen, die im Stromnetz überflüssig sind? Die Energie aus diesen Windrädern kann dazu dienen, in Elektrolyseuren Wasserstoff aus Wasser zu produzieren. Diesen Wasserstoff kann man bis zu einem gewissen Prozentsatz dem Erdgas beimischen, das aus Rußland oder Norwegen importiert wird, ohne die Erdgasbrenner der Zentralheizung modifizieren zu müssen. Der Energieinhalt des Gasgemischs steigt damit. Oder man kann den Wasserstoff in großen unterirdischen Kavernen speichern z.B. in Salzstöcken, wie man es bei Erdgas tut. Diesen Wasserstoff kann man mit Kohlendioxid reagieren lassen. Wenn man die Reaktionsbedingungen wie Druck und Temperatur richtig einstellt, erhält man dabei Methanol, einen leistungsfähigen Energieträger (man kann Autos damit betreiben) und Chemierohstoff.</p>
<p>Das Kohlendioxid kann man aus der Luft entnehmen, aus Verbrennungsprozessen oder Zementfabriken. Mit Methanol können nicht nur Automotoren betrieben werden, sondern auch Brennstoffzellen, statt mit Wasserstoff. Man ist also nicht mehr auf Benzin und damit Erdöleinfuhren angewiesen. Leider schätzt das unser Staat BRD nicht, da er an der Benzinsteuer reichlich verdient!</p>
<p><strong>Kohlevergasung und Biomassevergasung</strong></p>
<p>Den Wasserstoff kann man statt durch Wasserelektrolyse auch durch Kohlevergasung herstellen, indem man Wasserdampf über glühende Kohle leitet. Dabei entsteht Wasserstolf und Kohlenmonoxid.<br />
Das Synthesegas kann man mit Sauerstoff verbrennen, dabei entsteht Kohlendioxid und Wasser sowie Energie. Man kann das Synthesegas aber auch bei vorgegebener Temperatur und Druck über einen Katalysator leiten. Dann bildet sich Methanol oder ein anderer Kohlenwasserstoff (z.B. Benzin). Man sieht daß die Kohlevergasung und Kohleverflüssigung Verfahren der Wasserstofftechnik sind. Das ist der Grund dafür, daß die Wasserstofftechnik von den Machthabern der BRD, die ihre Handlungsanweisungen aus der Londoner und New Yorker City erhalten, nicht geschätzt wird: man könnte sich ja energetisch unabhängig machen von den anglo-amerikanischen Herren, da man sein Benzin selbst produzieren kann, wie es in Deutschland in den 20er und 30er Jahren geschah.<br />
Aus dem gleichen Grunde ist die Bio-massevergasung nicht sehr beliebt bei den Forschungsförderern. Bei der Biomassevergasung wird Holz, Stroh oder anderes organisches Material einer Temperatur von über 1000°C ausgesetzt in sauerstoffreier Atmosphäre. Dabei entsteht wie bei der Kohlevergasung ein Gasgemisch von CO, CO2, H2 usf., das man zu Methanol oder anderen flüssigen Energieträgern reagieren lassen kann. Im Zweiten Weltkrieg diente die Holzvergasung in Deutschland zum Betrieb von privaten Autos. Der etwas umgebaute Motor lief mit Holzgas, einem Gemisch von Wasserstoff und Kohlenmonoxid (sehr giftig).</p>
<p><strong>Dezentrale Energiesysteme</strong></p>
<p>In Ballungsgebieten, Großstädten oder Industriezentren ist die Anwendung von Solar- oder Windenergie sehr fragwürdig, die Energieversorgung wird hier in aller Regel durch große zentrale Kraftwerke auf der Basis von Kohle und Kernkraft oder Erdgas erfolgen. In abgelegenen Landstrichen kann die erneuerbare Energie aber sinnvoll sein. Allerdings muß eine Speichermöglichkeit für die erneuerbaren Energien vorhanden sein, also Wasserstoff, gewonnen aus erneuerbaren Energien. Ein dezentrales Energieversorgungssystem, das in der Lage ist, kontinuierlich Energie zu liefern, unabhängig davon, ob Windstille herrscht oder Wind weht, besteht also aus einem Windrad, einem Elektrolyseur, der Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet, einem Wasserstoffspeicher und einem Wasserstoffverbraucher, z.B. einem Wasserstoffmotor oder einer Brennstoffzelle. Betrachten wir den Fall des Windrads: Das Windrad erzeugt elektrischen Strom, der für die Energieversorgung eines Dorfes oder Betriebs benutzt wird. Bei starkem Wind wird mehr Strom erzeugt als benötigt wird. Diese Überschußenergie geht in einen Elektrolyseur, der Wasser zersetzt und dabei Wasserstoff erzeugt. Der Wasserstoff wird gespeichert und bei Windstille in die Brennstoffzelle gegeben, die dann den benötigten elektrischen Strom erzeugt. Auf diese Weise können abgelegene Gebiete, Inseln usf. dezentral mit Energie versorgt werden. Die Vernetzung von Solar- und Windanlagen bietet weitere Möglichkeiten.<br />
Das Auto der Zukunft läuft mit einer Brennstoffzelle, deren elektrische Leistung bei 20-30 kW liegt. Diese Leistung kann während der Stillstandzeiten des Autos in das elektrische Netz eingespeist werden, wenn Wasserstoff zum Betrieb der Brennstoffzelle zur Verfügung steht. Tausend solcher Autos erbringen eine elektrische Leistung von 20-30 Megawatt, wie ein kleines Kraftwerk. Woher kommt der Wasserstoff für den Betrieb der Brennstoffzellen? Es gibt inzwischen Konzepte von Brennstoffzellen, die man wahlweise als Elektrolyseur (also Wasserstofferzeuger, betrieben mit Windenergie) oder als Brennstoffzeile (Erzeuger elektrischer Energie) betreiben kann. Es ist also vorstellbar, daß in abgelegenen Regionen Gasnetze entstehen mit Speichermöglichkeiten für Millionen Kubikmeter Wasserstoff, der mit den Elektrolyseuren in den Garagen nachts erzeugt wird der dann tagsüber für den Betrieb der Brennstoffzellen benötigt wird (Spitzenbedarf des Netzes). Der Wasserstoff kann auch zum Betrieb des Autos, für Heizung usf. verwendet werden in Haushalt und Industrie. Die Brennstoffzelle von 20-30 kW erzeugt neben der elektrischen Energie auch thermische Energie in der Größenordnung ca. 20-30 kW.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Prof. Sigurd Schulien</p>
<p><em>Bildquellen:</em><br />
www.pixelio.de<em><br />
Windräder &#8211; Claudia Hautumm</em><br />
<em>Wehrdamm &#8211; Eva Kaliwoda</em></p>
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		<title>Selbstversorger sind Systemgegner</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 13:39:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>umweltschutz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Garten]]></category>
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		<description><![CDATA[Der „essbare“ Garten Meine Familie und ich haben festgestellt, daß „Vater Staat“ seiner Fürsorgepflicht gegenüber seinem Volke im Bereich der Nahrungsmittel-Angelegenheiten nicht mehr gerecht wird. In Lebensmittelfragen hat es die westliche Wertegemeinschaft geschafft, den Bauern das Wachstumsdiktat ebenso überzustülpen wie es in der Industrie längst der Fall ist. Der Landwirt wird gezwungen, so viel wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Der „essbare“ Garten</h3>
<p><strong>Meine Familie und ich haben festgestellt, daß „Vater Staat“ seiner Fürsorgepflicht gegenüber seinem Volke im Bereich der Nahrungsmittel-Angelegenheiten nicht mehr gerecht wird. In Lebensmittelfragen hat es die westliche Wertegemeinschaft geschafft, den Bauern das Wachstumsdiktat ebenso überzustülpen wie es in der Industrie längst der Fall ist. Der Landwirt wird gezwungen, so viel wie möglich zu produzieren. Qualität und Nachhaltigkeit sind trotz aller Lippenbekenntnisse der Wachstumsfetischisten kein Thema (siehe neueste Entwicklung im Biogasanlagenbau sowie Artikel „Biogasanlagen&#8221;). Was funktioniert, ist ihre irreführende Propaganda.</strong></p>
<p>Nur einige von unzähligen Beispielen: Mit Pestiziden und Insektiziden vergiftete Weintrauben aus Südeuropa sollten vor 2 Jahren nicht mehr Kindern zum Essen gegeben werden, da Gesundheitsschäden nicht ausgeschlossen werden konnten.<br />
Aspartam in Süßigkeiten, Coca-Cola an den Schulen, Antibiotika-Einsatz bis zu Resistenz-Erscheinungen im Schweinestall und die Gammelfleischskandale nehmen kein Ende (siehe hierzu „Umwelt &amp; Aktiv“ 1. Ausgabe 2007).</p>
<p>Fazit: Die Lebensmittel werden nicht nur ungesünder, sie werden auch immer teurer. Die Produktion derselben zerstört Böden und Wasser und die Globalisierung wird diesen Prozess nur noch beschleunigen.</p>
<p><strong>Kurzum: </strong> In absehbarer Zeit wird sich an diesen Mißständen nichts ändern. Auf unsere Obrigkeit ist mit Sicherheit nicht zu rechnen. Selbst die Grünen haben sich dem ungebremsten Wachstumsdiktat unterworfen.<br />
Nicht alle, doch viele haben ihr eigenes Land, auch wenn es „nur“ der kleine Vorgarten mit 25 m2 Grünfläche vor dem Siedlungshaus ist. Man muß nicht zwangsläufig einen großen Garten oder gar mehrere Hektar Land besitzen, um sich mit Selbstgezogenem zu versorgen.</p>
<p>Unbestritten ist, daß es mir nicht möglich ist, auf 25 m2 Grünfläche eine 3-köpfige Familie zu ernähren. Aber ich kann mich mit Gleichgesinnten zusammentun, um  die Nahrungsmittel untereinander auszutauschen. So hat man sogar die Möglichkeit, sich  seinen Neigungen entsprechend zu verwirklichen.</p>
<p>Es ist nicht jedermanns Sache, Obst anzubauen und dieses zu verwerten. In Ihrer Nähe gibt es jedoch mit Sicherheit Personen oder Bauern, die Obst im Überfluss haben, oft sogar soviel, daß mehr verkommt als tatsächlich verarbeitet wird.<br />
Genau so verhält es sich mit Wurzelgemüse, Salaten, Honig (Imker), Wildfrüchten wie Schlehe, Mais, Kartoffeln, Nüsse, Mispeln und evtl. sogar Fleisch &#8211; und Wurstwaren.</p>
<p><strong>Im übrigen:</strong> Für unsere Vorfahren war es eine Selbstverständlichkeit, für den Winter dafür taugliches Obst (z.B. Äpfel) und Gemüse (z.B. Kartoffeln, Möhren) einzulagern, entweder in dafür geeigneten Kellerräumen oder in sogen. Mieten im Garten. Bei letzteren wird das zu lagernde Gut abwechselnd mit Erde und Stroh abgedeckt, damit es nicht gefriert und so waren die Vorräte in der Regel bis zum Frühjahr noch genießbar. Die moderne Alternative der Vorratshaltung ist das Eingefrieren in der Tiefkühltruhe.</p>
<p>Es gibt so gut wie nichts, was man sich mit vereinten Kräften nicht aus dem eigenen Garten besorgen könnte.</p>
<p><strong>Zur Praxis:</strong><br />
Aus eigener Erfahrung, bei der Beratung von Kunden, ist mir wohl bewußt, daß es nicht ganz einfach ist, die Menschen davon zu überzeugen, sich ihren Garten statt mit den typischen Ziergehölzen mit heimischen Nutzpflanzen zu bestellen.</p>
<p>Dabei liegen alle Vorteile bei den heimischen, autochtonen Pflanzen: Sie sind pflegeleicht, widerstandsfähig, den klimatischen Verhältnissen angepasst und ein Bodenaustausch (Torf / Gartenerde ….) ist in den allermeisten Fällen nicht nötig. Dazu kommt, daß die Pflegemaßnahmen bei weitem nicht so aufwändig sind wie bei den meisten Ziergehölzen und ganz besonders wichtig ist, dass unsere Insektenwelt an die Blütezeitpunkte der heimischen Pflanzen angepasst ist. Das gleiche gilt für unsere  Vogelwelt.</p>
<p><strong>Ein Beispiel:</strong> Am exotischen Rhododendron laben sich gerade mal 3 heimische Insektenarten &#8211; an einer heimischen Wildrose tun sich 93 Insekten-  und Vogelarten gütlich. So sieht die Realität aus!</p>
<p>Sicherlich, mit den Exoten kann man wohl die eine oder andere „Blütenlücke“ bequemer schließen. Auch kann der eine oder andere immergrüne nicht heimische Strauch im Garten der Seele guttun, solange er die Ausnahme bleibt.</p>
<p>Der dem Typ „Standard“ entsprechende Garten sieht im Normalfall so aus: Terrasse, gegebenenfalls eine kleine Böschung zum Garten, danach Rasen und anschließend die einreihige Hecke mit den üblichen Ziergehölzen. Meist billig, da es sich um Massenware handelt und sinnlos, da sie uns keinen Nutzen bringen, den Wildtieren keine Nahrung bieten und uns viel, viel Pflegeaufwand abverlangen, weil der Garten ja aufgeräumt sein muß. Zudem meinen viele, daß fleißig gedüngt werden muß, das freut den Gartenfachmarkt,  schadet aber dem Geldbeutel gleich zweimal: Einmal beim Düngerkauf und dann noch mal beim Obst– oder Gemüseeinkauf.</p>
<p>Was die Sträucher an der Grundstücksgrenze angeht, ist die Einfalt meist nicht zu überbieten:<br />
Etwas Hartriegel (Weißbunter Hartriegel), dazu eine Forsythia (gelb) und einen Ranunkelstrauch (gelb). Fehlen darf auch nicht eine Weigelie (rot), eine Prachtspiere für`s weiß und die eine oder andere Bartblume für`s blau. Ein Kugelbäumchen in die Ecke und als Bodenabdeckung Rindenmulch (möglichst gespritzt!) und darunter am besten noch Folie, damit mit Sicherheit nichts mehr wächst. Wenn Bodendecker, dann Cotoneaster (Felsenmispel) oder Pachisandra. Ich vergaß die hochgezüchteten Edelrosen, die zwar schön anzusehen sind, jedoch bald mit teurem Insektenvernichter zu behandeln sein werden.<br />
Der Rasen auf ungelockertem Boden angelegt, am besten mit der Rüttelwalze noch zusätzlich verdichtet, damit es keine unschönen Setzungen gibt, unkrautfrei gespritzt und aufgrund von Luft– und Nährstoffmangel regelmäßig überdüngt, was natürlich intensives Mähen nötig macht. Einfallsloser, dümmer und sinnloser geht’s nicht!</p>
<p>Von all diesen Arbeiten und dem Kostenaufwand habe ich keinen Nutzen. Der Garten wird von Jahr zu Jahr öder und langweiliger. Den Kindern wird ein Erlebnis– und Lebensraum genommen. Triste Ödnis mit grünem Anstrich. Damit das auch so bleibt, rutscht man Wochenende für Wochenende auf den Knien herum und macht Gänseblümchen und Löwenzahn den Garaus. Der Irrsinn kennt keine Grenzen. Jeder rechnende Volkswirtschaftler würde ein derartiges Projekt wegen Unrentabilität schließen lassen. Mit Recht.</p>
<p>Der Naturgärtner und angehende Selbstversorger bzw. Teilselbstversorger  bestellt den Garten in weiser Voraussicht gänzlich anders, das Ziel ist ja auch ein anderes.<br />
Unser „essbarer“ Naturgarten wird 3-schichtig angelegt. Der Garten wird auch nicht über und über bepflanzt. Er gleicht eher einem Hain mit kleinen Lichtungen für Wiese / Rasen.  Am Boden wachsen Kräuter und Gemüse. Der Mittelbau besteht aus Obst– und Beerensträuchern. Das „Dach“ bilden die Obstbäume.<br />
Die Hecke, der Mittelbau am Grundstücksrand, besteht weitgehend aus Sträuchern mit essbaren Beeren, die nach Höhe und Wuchsform ausgesucht werden können. Die Auswahl an derartigen Sträuchern ist für unseren Hausgarten ausreichend, hier einige Beispiele:<br />
Gelber Hartriegel (Früchte im reifen Zustand roh essbar, auch für Kompotte und Marmeladen geeignet), Brombeere (Früchte für Liköre, Kompott und Saft; in Essig gelegt als Beilage für Wildgerichte), schwarzer Holunder (vitaminreich, Gelee und Saft, Blüten als Tee), Heckenrose (Mark für Suppen, Saucen, Gelees und Marmeladen), wilder Hopfen (junge Sproßspitzen als Gemüse), Berberitze (Beeren mit Zucker eingekocht), Weißdorn (getrocknete Früchte als Tee), Sanddorn (Säfte, Mus, Marmelade), Schlehe (Marmelade, in Essig eingelegt als Beilage für Süß/Saures, Likör), Haselnuß (Nüsse), Hundsrose (Vitamin-C-haltig), Felsenbirne (Früchte auch roh essbar).</p>
<p><strong>Der Mittelbau aus niedrigen (Beeren-)Sträuchern</strong><br />
Stachelbeere, Brombeere, rote und schwarze Johannisbeere, Himbeere, Apfelbeere, Heidelbeere…..</p>
<p><strong>Essbare Rankpflanzen</strong><br />
Unschöne und kahle Wände oder senkrechte Elemente wie z.B. für Sichtschutz werden berankt und sind optisch und ökologisch eine Bereicherung.<br />
Rankpflanzen, an Gittern oder Rankhilfen, die Nutzen bringen:<br />
Kiwis, Echter Wein, Efeu (gleichwohl wichtig für die Tierwelt: Nistmöglichkeiten und Beeren auch für Vögel), Hopfen.</p>
<p>Der „Oberbau“ besteht aus Obstbäumen<br />
Das Kugelbäumchen wird ersetzt durch einheimische Obstbäume, von denen es unzählige Arten gibt, hier einige <strong>Beispiele:</strong><br />
Deutsche Mispel (Mespelus Germanica), Äpfel, Pflaumen, Birnen, Zwetschgen, Quitten, Kirschen, Mirabellen, Essbare Eberesche.<br />
Zum Unter– oder Vorpflanzen von Sträuchern oder Hecken oder zur Gliederung des „Waldgartens“<br />
kommen alle Arten von Wildgemüse und Kräutern zum Einsatz. Natürlich ist der Idealstandort für die meisten dieser Pflanzen vorzugsweise ein sonniger. Es ist jedoch erstaunlich, wie viele dieser Pflanzen auch an einem nicht idealen Standort wachsen und gedeihen:<br />
Alant, Baldrian, Balsamkraut, Beifuß, Beinwell, Walderdbeeren, Bärlauch, wilde Zwiebel, Mangold, Feldsalat, Brunnenkresse, mehrjähriger Brokkoli, Gemüsekohl, Schwarzwurzel, Zwiebeln, Topinambur, Spinat, Brennessel, Frauenmantel, Färberdistel, Johanniskraut, Kerbel, Lavendel, Liebstöckel, Meerrettich, Majoran, Petersilie, Schnittlauch, Ringelblume, Salbei, Weinraute, Wermut, Zitronenmelisse, Maggikraut, um nur einige zu nennen.</p>
<p>Ein Garten, den Sie sich so einrichten, wird Ihnen fast das ganze Jahr über reichlich Ernte bescheren. Topinambur beispielsweise kann auch im Winter als Kartoffel-Ersatz ausgegraben werden. Die bepflanzten Flächen werden allesamt mit Stroh, Holzhäcksel oder anfallendem Laub gemulcht. Es wird nicht lange dauern und es sind die Bedingungen für das Ausbringen von Pilzsporen, z.B. die des Austernpilzes, geschaffen.<br />
Auch ein alter, modriger Baumstamm ist für das Wachstum der Sporen geeignet.<br />
Der so angelegte Garten hat genau genommen nur Vorteile: Er wird  weder großartig gejätet, noch gepflügt, noch beharkt, noch gedüngt, noch bewässert. Ist er einmal angelegt, wird kaum noch nachgepflanzt. Die meist mehrjährigen Pflanzen lassen sich durch Teilen problemlos vermehren, säen sich selbst aus oder sie vermehren sich durch Wurzeltriebe.<br />
Der Waldgarten kommt ganz ohne Pflege natürlich nicht aus. Pflanzen, die sich zu stark vermehren oder zuviel Licht wegnehmen,  müssen evtl. zurückgeschnitten werden.</p>
<p>Die Bodenaufbereitung erfolgt ausschließlich durch Mulchen. Dafür ist in aller Regel genügend Laub und Grünzeug aller Art vorhanden.<br />
Im neu angelegten Waldgarten ist das Mulchen ohnehin unverzichtbar.<br />
Wir imitieren hier ebenfalls die Natur. Nichts wird ordentlich zusammengerecht. Alles bleibt liegen und dient als Abdeckung für Boden und Pflanzflächen. Nichts ist Abfall.<br />
Alles organische Material wird ausgebracht und als Mulchschicht aufgetragen. Küchenabfälle, Stroh, Holzhäcksel, Rasenschnitt, Äste und Schnittgut.<br />
Sie werden staunen, was sich unter der Mulchschicht alles regt. Der Boden ist ständig feucht, selbst im Hochsommer. Die Feuchte im Sommer und die geringe Frosttiefe im Winter schützt Bodenbakterien und Mikroorganismen und vor allem die Würmer. Sie werden unter der Mulchschicht bereits nach einem Jahr eine Bodenstruktur vorfinden, die Ihr Nachbar trotz Fräsen, Harken, Umgraben und Düngen nie zustande bringen wird. Sie erfreuen sich an Ihrem Garten, während der liebe Nachbar sich die Knie wundrutscht. Genießen Sie den Anblick, während Sie die Natur für sich arbeiten lassen.</p>
<p>Nicht zu vergessen ist durch diese Art der Bodenabdeckung der immense ökologische Wert: Er sichert vielen Kleinstlebewesen das Überleben und ist damit von großer Bedeutung als wichtige Nahrungsquelle im Winter  beispielsweise für Vögel.</p>
<p>Aufgrund der Erfahrung von Menschen, die sich für einen auf diese Weise angelegten Garten entschieden haben, halten sich die Schäden durch Wühlmäuse und Schnecken, die es natürlich auch dort gibt, in Grenzen, denn die Wühlmäuse legen ein Revierverhalten an den Tag, d.h. sie vermehren sich auf einer bestimmten Fläche nicht unendlich. Durch den Waldgarten, der über und über mit Wurzelgemüse, Stauden und Bodendeckern bepflanzt ist, wird die eine oder andere Pflanze, die von den Nagern vertilgt wird, nicht ins Gewicht fallen. Die Schneckenplage lässt sich ebenfalls nicht ganz abstellen, doch durch die natürlichen Feinde der Schnecke (z.B. Igel), die sich im essbaren Waldgarten zuhauf finden, werden die Schnecken durchaus in Zaum gehalten. Zudem laben sich die Schnecken auch am Mulchmaterial. Durch den nicht aufgeräumten Garten sind sie also nicht zwangsläufig auf Ihre Gemüsepflanzen angewiesen. Und: Auch sie zersetzen das Mulchmaterial zu bestem Humus. Im übrigen sind auch zusätzlich eingerichtete Komposthaufen kein Schandfleck im Garten, sondern eine sinnvolle und nützliche Einrichtung und sollte daher keinesfalls fehlen!</p>
<p>Leider muß jedoch festgestellt werden: Wir sind in wenigen Jahrzehnten, was die Versorgung mit Lebensmittel angeht, zu Abhängigen degradiert worden. Unser reibungsloser Lebensmittelnachschub ist derzeit ausschließlich bestimmt durch pünktliches Beliefern der Supermärkte und unsere Nahrungsmittelversorgung hängt durch die absolute Abhängigkeit vom Öl (siehe Artikel über die Wasserstofftechnik in dieser Ausgabe auf Seite 13) am seidenen Faden.</p>
<p>So gesehen ist der eigene Nutz– oder Waldgarten ein riesiger Schritt in die persönliche Freiheit und Unabhängigkeit, ein kleiner Teil der Autarkie.<br />
Wer dies nicht glauben kann oder will, sollte die Menschen befragen, die die unmittelbare Nachkriegszeit und die anfängliche Hungerblockade durch die „Befreier“ erlebt haben. Zu jener Zeit war eigener Garten Goldes wert.</p>
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		<title>Freiheit durch Autarkie</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jan 2008 14:01:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Horn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Autarkie]]></category>
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		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter Autarkie verstehen wir die Wirtschaftsform eines Staates, der infolge von fruchtbarem Boden, Bodenschätzen und Kraftquellen vom Ausland wirtschaftlich unabhängig ist. Ein Land ist also dann autark, wenn es alles selbst besitzt oder erzeugt, was es benötigt (natürliche Autarkie).Sind diese Voraussetzungen, die Ressourcen, nicht vorhanden, so kann ein Staat dennoch autark sein, wenn er seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unter Autarkie verstehen wir die Wirtschaftsform eines Staates, der infolge von fruchtbarem Boden, Bodenschätzen und Kraftquellen vom Ausland wirtschaftlich unabhängig ist. Ein Land ist also dann autark, wenn es alles selbst besitzt oder erzeugt, was es benötigt (natürliche Autarkie).Sind diese Voraussetzungen, die Ressourcen, nicht vorhanden, so kann ein Staat dennoch autark sein, wenn er seinen Bedarf auf das beschränkt, was er selbst besitzt oder erzeugt. Allerdings muß er dann genügsam sein – das griechische Wort Autarkie bedeutet ja Selbstgenügsamkeit, Bedürfnislosigkeit.</strong></p>
<p>Ein Staat also, der unabhängig, souverän nicht nur auf dem Papier sein will, kann nicht anders als auf größtmögliche Autarkie bedacht sein. So ist der Wert, den eine Regierung der Autarkie ihres Staates beimisst, ein sicherer Gradmesser für Souveränität oder Fremdherrschaft dieser Regierung bzw. dieses Staates.</p>
<p>Fehlen einem Staat gewisse außerordentlich dominante Bodenschätze wie z.B. Erdöl, so bieten ihm die technischen Möglichkeiten, die Bodenschätze, über die er verfügt, als Ersatzstoffe zu verwenden bzw. chemisch so umzuwandeln, dass auf Erdöl so weit wie möglich verzichtet werden kann. Das Deutsche Reich, das so gut wie keine Erdölreserven besaß, dafür aber Steinkohle in Fülle für einen langen Zeitraum, machte aus der Not eine Tugend und entwickelte schon während des Ersten Weltkrieges das sog. Kohleveredelungsverfahren. Es wandelte Kohle in gasförmige oder flüssige Kohlenwasserstoffe um, welche wiederum von der Petrochemie als Ausgangsstoffe für die verschiedensten chemischen Synthesen benutzt werden, u.a. zur Herstellung von Treibstoffen, Schmierstoffen, Kunstgummi. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kohleveredelungstechnologie vervollkommnet.</p>
<p>Daß Autarkie gerade in Kriegszeiten überlebenswichtig ist, steht zwar außer Frage, doch letztendlich ist sie auch in (sogenannten) Friedenszeiten von lebenswichtiger Bedeutung. Und wehe, ein Staat verliert, z.B. nach einem  verlorenen Krieg, seine Souveränität! Er wird zum Ausbeutungsobjekt der Sieger. Seine autarken Strukturen werden zerstört, sein technisches Wissen, ausgearbeitet und aufgezeichnet in Plänen und Patenten, samt seiner ausgezeichneten Wissenschaftler, werden geraubt, seine Industrieanlagen demontiert, soweit sie nicht ohnehin durch Kriegseinwirkungen zerstört sind.</p>
<p>Anfang des Jahres 2007 wurde von der BRD-Regierung der „Ausstieg aus dem subventionierten Steinkohlebergbau“ beschlossen. Laut UN 2/2007 „gelten rund 24 Milliarden Tonnen als technisch gewinnbar. Angesichts der aktuellen Fördermenge von knapp 26 Millionen Tonnen ergibt sich bei gleich bleibender Fördermenge eine theoretische Reichweite von über 900 Jahren. Aufgrund ungünstiger geologischer Bedingungen wird aber auch in Zukunft, trotz steigender Energiepreise und –knappheit nur ein Teil dieser Vorräte wettbewerbsfähig förderbar sein. Vertreter der deutschen Kohlewirtschaft beziffern deshalb unter Beibehaltung der derzeitigen Fördermengen die Reichweite der deutschen Steinkohle auf etwa 400 Jahre“.</p>
<p>Wie bereits erwähnt, wäre, in Ermangelung von Erdöl, gerade Steinkohle für unsere Autarkie, sprich Unabhängigkeit, von herausragendem Wert. Durch die Ölkrise Anfang der 70-er Jahre aufgeschreckt, war die Möglichkeit einer Kohleverflüssigung noch einmal ins Blickfeld gerückt, doch das ist längst ad acta gelegt. Um beim Volk die Schließung der subventionierten Zechen geradezu als wünschenswert erscheinen zu lassen, wurde die Betonung auf das Wort „Subvention“ gelegt. Das ist Roßtäuschung. Denn wenn die Subventionierung von jährlich 28,4 Milliarden Euro einer Bundeswehr, die für Fremdmächte Vasallendienste leistet, als notwendig gepriesen wird, dann wären nicht einmal der zehnte Teil davon, nämlich rund 2,5 Milliarden Euro, mit dem heute der Steinkohlebergbau subventioniert wird, für den Erhalt einer energiepolitischen Grundsicherheit und Reserve für den Notfall tausendmal mehr gerechtfertigt.  Im übrigen böten die Kohlezechen noch eine weitere Möglichkeit für wertvolle Energiegewinnung: Nutzung der Erdwärme. Durch Bohrungen von den ca. 1000 Meter tiefen Zechen aus, könnte der unerschöpfliche Vorrat an Warmwasser für ganze Städte nutzbar gemacht werden!</p>
<p><strong>Landwirtschaftliche Autarkie</strong></p>
<div id="attachment_239" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-239" href="http://www.umweltundaktiv.de/2008/01/freiheit-durch-autarkie/autarkie/"><img class="size-full wp-image-239" title="autarkie" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/autarkie.jpg" alt="Autarkie" width="300" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Autark durch eigene Ernährung</p></div>
<p>Mit der Landwirtschaft wird ebenso verantwortungslos verfahren. Sah die Deutsche Reichsregierung in einem gesunden Bauernstand zur Selbsternährung das Fundament der gesamten Nation, den sie mittels eines großen Vierjahresplanes in der Tat rettete und sanierte, wird heute der Bauernstand zugunsten internationaler Agrarfabriken vernichtet – nach Plan! Als Alternative stellten zahlreiche Landwirte ihren Betrieb auf die Erzeugung von biologischen, von der Chemie unbelasteten Nahrungsmittel um, um so ihre bäuerliche Existenz zu bewahren. Politiker, einschließlich des jeweiligen Bauernpräsidenten, loben zwar in Sonntagsreden diese Eigeninitiative der Bauern, verhindern aber nicht, dass diese Bauern von dem internationalen Agrarkartell mehr und mehr an die Wand gedrückt werden (z.B. gibt es keinen ernstzunehmenden flächenübergreifenden Schutz gegen genmanipulierten Anbau).</p>
<p>Auch in Bezug auf Geflügelhaltung geschah Merkwürdiges: Die Eier von artgerecht gehaltenen, freilaufenden Hühnern wurden zur Konkurrenz der Hühnerfabriken. Aber plötzlich, „zur rechten Zeit“, tauchte ein gefährlicher Geflügel-Grippevirus auf, der so viele Verbraucher davon überzeugte, dass ein Ei aus dem Hühnerkäfig gesundheitlich vielleicht doch unbedenklicher sei als eines von einem freilaufenden Huhn, das ja so leicht mit dem Grippevirus in Kontakt kommen kann. Und sollte so ein die Menschheit schier vernichtender Virus sich in eine Geflügelfarm geschlichen haben, so kann der Verbraucher beruhigt sein: Wegen einiger weniger verendeter Tiere werden Hunderttausende „gekeult“. Das bringt den Vorteil mit sich, dass eine Überproduktion von Geflügel nicht eintritt. Zur Vernichtung der landwirtschaftlichen Autarkie gäbe es noch unendlich viel zu sagen, doch würde dies den Rahmen eines Artikels sprengen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_240" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong><strong><a rel="attachment wp-att-240" href="http://www.umweltundaktiv.de/2008/01/freiheit-durch-autarkie/globalisierung/"><img class="size-full wp-image-240" title="globalisierung" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/globalisierung.jpg" alt="Globalisierung" width="300" height="300" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Globalisierung</p></div>
<p><strong>Globalisierung </strong></p>
<p>Einer der Hauptgründe, warum die Menschen, nicht nur hierzulande, sich mit diesen Zuständen abgefunden, ja resigniert haben, ist die Propagierung und brachiale Verwirklichung der Globalisierung, jener Wirtschaftsform, die im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht: Ein grenzenloser Freihandel, der den Profit einiger Weniger maximiert und alle bisherigen Grundsätze nationaler Selbstbestimmung und Gemeinschaftsfürsorge vernichtet, wo die neoliberalen Heuschrecken dabei sind, sich den Erdball zu ihrem Selbstbedienungsladen auszubauen. Für diesen Zweck wird den europäischen Ländern die Selbständigkeit entzogen, damit sie dann als demokratisch nicht legitimierte Europäische Union politisch wie wirtschaftlich dem Weltzerstörer USA als Satrap dienen. Denn der „Überstaat“ Europa ist für die USA nur eine „Nebenstruktur der Atlantischen Allianz und „what we say goes (was wir sagen, wird gemacht), so Henry Kissinger 1992.</p>
<p>Nichts, aber auch gar nichts ist heute vor dem Zugriff der gierigen, meist aus dem Ausland herschwärmenden Heuschrecken mehr sicher: Das Verkehrswesen, die Eisenbahn, die Autobahnen, nahezu alles wird als Profit-Objekt privatisiert. Die Wasserwerke in Berlin sind bereits zu 49 % in ausländischer Privathand, andere Städte folgen. Wohnungen werden an dubiose amerikanische Privatgesellschaften verkauft – Dresden machte den Anfang, andere deutsche Großstädte ziehen nach. Wohnraum und Wasser aber sind Lebensgrundlagen, die nicht der Laune und dem Profitstreben zwielichtiger Gesellschaften preisgegeben werden dürfen. Doch was schert das die Stadt“väter“, die ja nur deshalb auf ihren gut dotierten Stühlen sitzen, weil sie diesen Verrat mitmachen. Der Politiker, der dieser freiwilligen Auslieferung, der Selbstentmannung, seine Zustimmung versagen wollte, würde bei denkenden Bürgern zwar seine Ehre und seinen Ruf als verantwortungsbewusster Volksvertreter behalten, aber seinen Platz am überreichen alimentierten Futtertrog verlieren.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_215" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><strong><strong><a rel="attachment wp-att-215" href="http://www.umweltundaktiv.de/2008/04/biogasanlagen/ausgabe4-2007_titel-2/"><img class="size-full wp-image-215" title="ausgabe4-2007_titel" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/01/ausgabe4-2007_titel1.png" alt="Ausgabe 4 - 2007" width="250" height="290" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 4 - 2007</p></div>
<p><strong>Die geistige Autarkie </strong></p>
<p>Den Medien kommt heutzutage die immens wichtige Aufgabe zu, den Bürger zu manipulieren. Dabei wird jener Medienmogul vom System bevorzugt und obendrein großzügig unterstützt, der sich selbst mit der veröffentlichten Meinung identifiziert. Jedes System hat seine Medienmacher, ein Paradebeispiel aus jüngster Vergangenheit: Haim Saban. Als letzterer 2003 Interesse am Erwerb des Fernsehprogramms „Sat1/ProSieben“ anmeldete, wurde es ihm für 528 Millionen Euro übereignet, obgleich ein anderer Bieter, der Heinrich Bauer-Verlag, den Zuschlag nicht für 2 Milliarden Euro erhielt. Warum? Die Bayer. Staatskanzlei und Walter Steinmeier (zu der Zeit noch Staatsminister im Bundeskanzleramt), die Saban immer wie ein gekröntes Haupt empfangen hatten, werden es wissen. Nachdem Saban den Medienkonzern auf den entsprechenden Kurs gebracht hatte, reichte er ihn zum 4-fachen des Einkaufspreises an eine andere Spekulantengruppe weiter. Von dem Gewinn hat er mittlerweile 13 Millionen Euro in den angelaufenen US-Präsidentschaftswahlkampf gesteckt. Das BRD-System lässt sich mittels Fernsehgeräten infiltrierte hemmungslose Amerikanisierung unseres Lebens, vor allem aber die Manipulierung der politischen Meinung und damit die totale geistige Ent-Autarkisierung, etwas kosten!</p>
<p>Was können wir als einzelne Personen tun, wenn wir in einem System leben, das seiner natürlichen Pflicht zur Autarkie nicht nur nicht nachkommt, sondern jede nur mögliche Abhängigkeit gezielt herbeiführt? Können wir überhaupt  noch etwas tun oder sind wir zur Resignation verdammt?</p>
<p>Wir können etwas tun. Wenn man auch in die Zwänge des unseligen Systems eingebunden ist, so gibt es hier und da doch bescheidene Möglichkeiten der Verweigerung, es „anders zu machen“. Das erfordert Selbstdisziplin, wird aber belohnt durch Erlangen einer gewissen Selbstautarkie, einer Autarkie des eigenen familiären Lebenskreises.<br />
Es fängt an mit der Zwangskonsumverweigerung.<br />
Ich muß nicht die neueste Mode tragen, kann mich mit einem bescheidenen Auto begnügen, kann auf einen Nikotin- und übermäßigen Alkoholgenuß verzichten. Zu Weihnachten  brauche ich keine Erdbeeren aus Israel, denn heimisches Obst ist nicht weniger gesund. Und warum sollte ich Proteas aus Südafrika in die Blumenvase stellen, wo herrliche Blumen im eigenen Garten oder im nächsten Blumenladen warten? Oder Spielzeug „made in China“ kaufen, Gift gratis mitgeliefert? Spielzeug aus dem Erzgebirge ist schön und kinderfreundlich. Anstatt vor der „Glotze“ zu sitzen, wären Singen mit Kindern, Gespräche im Familienkreis oder Lesen sinnvoll, denn vielseitige Information fördert das selbständige Denken und macht geistig autark. Die Costa Brava ist nicht schöner als die heimischen Gebirge, Seen oder Strände der Nord- und Ostsee.<br />
In bestimmten Kreisen hat sich vielfach die Erkenntnis durchgesetzt, dass, sofern finanziell erschwinglich, ein eigenes kleines Stückchen Land, die eigene Scholle, ein privater Beitrag zur Autarkie ist. Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg schätzte sich glücklich, wer einen Garten, Schrebergarten order gar ein größeres Grundstück besaß, so dass durch Anbau von Gemüse und Kartoffeln und dem Halten von Kaninchen oder einer Ziege größte Not und Hunger abgefangen werden konnte. Sie haben es uns vorgemacht. Und heute?</p>
<p>In der Zeit des (Noch-)Überflusses liegt der Keim des Niederganges. Wenn alles von den Heuschrecken abgegrast ist, ziehen sie weiter und lassen eine soziale „Wüste“ hinter sich. Wir können dann wenigstens die „Wüste“ wieder neu bepflanzen? Irrtum. Denn selbst die „Wüste“ ist dann nicht mehr unser Eigentum, weil auch sie, wie Eisen- und Autobahn, Miethäuser, Wasserwerke und andere überlebenswichtige Güter, von privaten Händen aufgekauft sein wird – bezahlt mit ungedeckten US-Dollars, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Wohl dem, der dann noch eine kleine autarke, ihm gehörende Nische besitzt.</p>
<p>Aber die Gewinnung der Autarkie für die gesamte Volksgemeinschaft, für den souveränen Staat, setzt die Beseitigung der „neuen Weltordnung“, der Globalisierung, voraus. Erst wenn wir diese abgeschüttelt und zur Re-Nationalisierung der Völker gefunden haben werden, können wir darangehen, unser deutsches Vaterland so weit wie möglich autark zu machen und somit unsere Freiheit gewinnen. Dies aber geht nicht im Alleingang, sondern nur in freier Übereinstimmung mit allen Nationen in einem Europa der Vaterländer.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Reinhard Heuschneider</p>
<p><em>Bildquelle:<br />
www.pixelio.de<br />
Ähre &#8211; Sarah C.</em></p>
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