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	<title>Umwelt &#38; Aktiv &#187; Massentierhaltung</title>
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	<description>Das Magazin für gesamtheitliches Denken</description>
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		<title>&#8220;Wir haben es satt!&#8221; &#8211; Demo in Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 18:24:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ende Januar gingen Verbraucher, Umweltorganisationen, Tierschützer, Imker und Bauern gemeinsam auf die Straße und forderten von der Bundesregierung „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“. Über 23.000 Menschen kamen in Berlin zusammen und demonstrierten gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Massentieranlagen. Sie setzten sich für eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft ein Die Köchin, Gastronomin und Buchautorin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/02/massentierhaltung.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/02/massentierhaltung.jpg" alt="" title="massentierhaltung" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-625" /></a>Ende Januar gingen Verbraucher, Umweltorganisationen, Tierschützer, Imker und Bauern gemeinsam auf die Straße und forderten von der Bundesregierung „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“. </p>
<p>Über 23.000 Menschen kamen in Berlin zusammen und demonstrierten gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Massentieranlagen. Sie setzten sich für eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft ein</p>
<p>Die Köchin, Gastronomin und Buchautorin Sarah Wiener sagte: „Jüngst wurden antibiotikaresistente Keime in Hühnerfleisch gefunden &#8211; dies ist  vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Wir haben diese ständigen Lebensmittelskandale satt. Es ist höchste Zeit, daß endlich grundlegende Konsequenzen daraus gezogen werden. Wir müssen weg von der Agrarindustrie, hin zu einer bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft.&#8221;</p>
<p>Der Jung-Bauer Moritz Schäfer von der jungen  Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) betonte: „Unser breiter Protest gegen die Agrogentechnik wirkt: BASF mußte ihre Gentech-Kartoffel in Europa aufgeben, da die gesellschaftliche und bäuerliche Akzeptanz fehlt. Es ist auch eine schallende Ohrfeige für die Bundesregierung, denn die Amflora von der BASF war die erste Kartoffel, die es in einen Koalitionsvertrag schaffte. Auch in der EU-Agrarpolitik forciert Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner bislang die Agrarindustrie. Und das, obwohl Klimawandel, Hungerkrisen und das Höfesterben die agrarindustriellen Strukturen verschärfen. Die EU- Direktzahlungen müssen an Arbeitskräfte und Umweltleistungen gebunden und nach oben gekappt werden und dürfen nicht die Agrarindustrie mästen! Dann finden sie auch gesellschaftliche Akzeptanz.“</p>
<p>Auch der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, stellte fest:<br />
&#8220;Es geht um die Systemfrage: Lassen wir es weiter zu, Tiere in Haltungssysteme zu zwingen, die ihnen Schmerzen und Leid zufügen? Denn das ist heute Alltag für Millionen von Tieren. In den Intensivhaltungen leiden sie direkt. Unter den Folgen leiden aber auch Umwelt, Bäuerinnen und Bauern sowie Verbraucherinnen und Verbraucher. Daher braucht es den Schulterschluß der gesellschaftlichen Gruppen. Wir kämpfen für mehr Tierwohl im Stall, gegen Gentechnik-Futtermittelimporte aus Übersee und für mehr Unterstützung der bäuerlichen, artgerechten Landwirtschaft.&#8221;</p>
<p>Abzuwarten bleibt, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel einer Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik stattgeben wird. Wohl eher nicht, denn sie hält nach wie vor an der Brüsseler EU-Agrarpolitik fest. Bisher ist die Politik doch nur der Steigbügelhalter der Agrarindustrie. Wie bereits von vielen Umweltorganisationen und ökologischen Vereinigungen mehrfach gefordert, müssen die Agrarzahlungen endlich an ökologische, soziale und tierschutzorientierte Standards angepaßt werden. Lediglich die Großbetriebe profitieren seit Jahrzehnten von der EU-Politik. Die kleinen Bauern bekommen nicht einmal einen Bruchteil von dem, was den Giganten der Branche zukommt. Ohne eine Wende wird das Bauernsterben kein Ende finden. Dabei ist es doch die bäuerliche Kulturlandschaft, die unsere Heimat auszeichnet.</p>
<p><em>Bildquelle: uschi dreiucker  / pixelio.de</em></p>
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		<title>Zuviel Antibiotika: Rußland verzichtet auf deutsche Schweine</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da Deutschland den Anforderungen hinsichtlich des Einsatzes von Antibiotika bei Schweinen nicht nachkommt, stellt Rußland die Importe von lebenden Schweinen aus der Bundesrepublik ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/11/schweinemast.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/11/schweinemast.jpg" alt="" title="schweinemast" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-586" /></a>Da Deutschland den Anforderungen hinsichtlich des Einsatzes von Antibiotika bei Schweinen nicht nachkommt, stellt Rußland die Importe von lebenden Schweinen aus der Bundesrepublik ein. Wie der Chef der russischen Agraraufsichtsbehörde &#8211; Sergej Dankwert &#8211; erläuterte, dürfen die Schweine 30 Tage vor ihrem Verkauf nach Rußland keine Antibiotika mehr bekommen. Bei einer Inspektion habe sich allerdings herausgestellt, daß dies nicht der Fall sei. So müsse Rußland nach Erhalt der lebenden Schweine noch einen Monat warten, da den Tieren eine Woche zuvor noch ein Antibiotikum verabreicht worden sei. Die Bundesrepublik könne nicht sicherstellen, daß die Tiere 30 Tage vor Verkauf kein Antibiotika mehr erhalten haben. Im vergangenen Jahr hat Rußland noch 120.000 Tiere aus der Bundesrepublik erhalten. Im Jahr davor waren es sogar 247.000 Tiere. </p>
<p>Durchschnittlich werden in Deutschland rund 8,7 Mio. Kilo Fleisch <em>(1)</em> erzeugt. Davon entfallen rund 63 Prozent auf Schweinefleisch, wovon wiederum 99 Prozent aus konventioneller Haltung stammen. Um Epidemien vorzubeugen, greifen Schweinezüchter in der Regel sehr häufig zu Antibiotika. Dies hat zur Folge, daß der starke Einsatz Keime resistent werden läßt, die durch den Fleischverzehr in den menschlichen Körper gelangen. </p>
<p>Erschreckend, daß dieser Mißstand Rußland auffällt, während die eigene Regierung seit Jahren untätig darüber hinweg sieht. Und dabei handelt es sich nicht nur um Schweinefleisch. Eine Studie des Verbraucherschutzministeriums Nordrhein-Westfalen wies kürzlich bei 83 Prozent der getesteten Hähnchen antimikrobiell wirksame Mittel nach. Daraufhin reagierte Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner mit einem entsprechenden Maßnahmenpaket, das stärkere Kontrollen beinhalten soll. Eine wirkliche Alternative ist dieses Vorhaben jedoch nicht. Denn auch heute schon unterliegt der Einsatz von Antibiotika dem Arzneimittelgesetz, wonach Antibiotika nur zur Behandlung kranker Tiere eingesetzt werden darf. Doch welcher Kontrolleur kann rückwirkend die vermeintliche Erkrankung eines Tieres feststellen? Wer entscheidet, ob das Tier tatsächlich Antibiotika benötigte oder nicht. Der Veterinär? In den meisten Fällen schon. Aber auch sie neigen dazu, äußerst schnell Antibiotika zu verabreichen. So lassen sich Krankheiten binnen weniger Tage in den Griff bekommen, zumindest vordergründig. Zusätzlich schrecken Schweinezüchter in Einzelfällen nicht davor zurück, Antibiotika als Wachstumsförderer zu gebrauchen. Kleinere Wunden, die den Antibiotika-Einsatz legitimieren, finden sich in Zeiten der Massentierhaltung immer. Die EU hat zwar Antibiotika aus den Futtertrögen verbannt, der vorbeugende Einsatz von Medikamenten gehört jedoch weiterhin zum Tagesgeschäft. </p>
<p>Ein Problem, das längst bekannt ist. Bereits im Jahr 2005 berichtete „Öko-Test“ von hohen Belastungen. Viele Antibiotika sind nicht mehr wirksam. Gerade in Industrienationen nehmen bakterielle Infektionserkrankungen wieder zu, weil viele Erreger Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt haben. Eine Gefahr, die nicht nur Tiere langfristig schwächt, sondern für den Menschen tödlich enden kann. Lediglich 0,5 Prozent der Schweineproduktion entfällt auf den ökologischen Sektor. In der ökologischen Landwirtschaft gibt es keine Antibiotika im Fleisch. Antibiotika, Tiermehle, hormonelle Masthilfen, synthetische Futterzusätze und gentechnisch veränderte Pflanzen sind dort tabu. Ist Ihnen Ihre Gesundheit etwas wert, dann greifen Sie auf gesundes, ökologisches Fleisch zurück!</p>
<p><em>(1) Quelle Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie e.V. (2010)</p>
<p>Bildquelle: soylent-network.com</em></p>
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		<title>Bundesrat kippt Duldung von Käfighaltung</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 08:29:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Entscheidung vom 23.09.2011 des Bundesrates läßt hoffen: Ein Sieg für alle Tierschützer und Gegner der Käfighaltung. Dem Antrag des Bundesagrarministeriums, die Genehmigungen für die Haltung in Kleingruppenkäfige bis 2035 zu verlängern, wurde nicht statt gegeben. Es bleibt beim Stichtag. Bis zum 31. März 2012 muß eine Neuregelung erfolgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/09/kaefighaltung.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/09/kaefighaltung.jpg" alt="" title="kaefighaltung" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-567" /></a>Die Entscheidung vom 23.09.2011 des Bundesrates läßt hoffen: Ein Sieg für alle Tierschützer und Gegner der Käfighaltung. Dem Antrag des Bundesagrarministeriums, die Genehmigungen für die Haltung in Kleingruppenkäfige bis 2035 zu verlängern, wurde nicht statt gegeben. Es bleibt beim Stichtag. Bis zum 31. März 2012 muß eine Neuregelung erfolgen.</p>
<p>Obwohl Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) im Februar 2011 noch das Ende der Käfighaltung postulierte, sprach sie sich nun für die Duldung von Kleingruppenkäfige für Legehennen bis 2035 aus. Ein bloßes Lippenbekenntnis? Die Ernsthaftigkeit ihres „Tierschutzpaketes“ war ohnehin fraglich, denn schließlich handelte es sich um ihren Parteikollege Horst Seehofer (CSU), der 2006 die Hühnerhaltung in Kleingruppen als Ersatz für die verbotene konventionelle Käfighaltung einführte.</p>
<p>Tierschützer kritisieren diese Kleingruppenhaltung, die keine wesentliche Verbesserung für die Tiere darstellt. Die Fläche pro Tier ist kaum größer als ein DIN-A4-Blatt. Bereits am 12.10.2010 erklärte das Bundesverfassungsgericht, nach einer Klage der Landesregierung Rheinland-Pfalz, die Verordnung für die Haltung von Legehennen in Kleingruppenkäfigen für nichtig.</p>
<p>Für Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, war der Verordnungsentwurf von Ilse Aigner inakzeptabel. Umso mehr begrüßt er die Entscheidung des Bundesrates und erklärte kurz nach der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses: &#8220;Das ist ein Lichtblick für die Hühner in Käfigen. Wir freuen uns, daß es gelungen ist, diese noch für Jahrzehnte von der Bundesregierung vorgesehene Qualhaltung vorerst zu stoppen. Die Niederlage der Bundesregierung ist ein Etappensieg für den Tierschutz. Unser Dank gilt der Landesregierung Rheinland-Pfalz, aber auch den anderen Bundesländern, die diesen Beschluß heute gefaßt haben. Wir kämpfen weiter, um einen zeitnahen Ausstieg aus der Käfighaltung zu erreichen.</p>
<p>Die dominierende Haltungsform deutscher Eiererzeuger ist inzwischen die Bodenhaltung mit gut 19 Millionen Tieren. Sie hat die Käfighaltung glücklicherweise abgelöst. Im Einkaufskorb der Verbraucher landen nahezu keine Käfigeier mehr. Gebrauch finden Produkte aus Käfighaltung jedoch weiterhin in der Industrie und im Gastgewerbe. Hier muß der Druck wachsen! Umwelt und Aktiv spricht sich für eine ökologische Freilandhaltung aus und hofft, daß diese artgerechte Form der Haltung Standard wird.</p>
<p><strong>Aus welcher Haltung ein Ei stammt, zeigt der Stempel auf der Schale:</strong></p>
<p>0 = ökologische Erzeugung<br />
1 = Freilandhaltung<br />
2 = Bodenhaltung<br />
3 = Käfighaltung</p>
<p><i>Bildquelle: PeTADeutschland &#8211; pixelio.de</i></p>
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		<title>„Das System Wiesenhof“</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 08:49:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die ARD berichtete im Rahmen ihrer Dokumentationsreihe „Exklusiv“ über den zur PHW-Gruppe gehörenden Geflügelproduzenten Wiesenhof und veröffentlichte erschreckendes Filmmaterial. Statt der vom Konzern suggerierten Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt fanden die Journalisten eine verabscheuungswürdige Hühnerhaltung vor. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/09/das-system-wiesenhof.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/09/das-system-wiesenhof.jpg" alt="Das System Wiesenhof" title="Das System Wiesenhof" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-546" /></a>Die ARD berichtete im Rahmen ihrer Dokumentationsreihe „Exklusiv“ über den zur PHW-Gruppe gehörenden Geflügelproduzenten Wiesenhof und veröffentlichte erschreckendes Filmmaterial. Statt der vom Konzern suggerierten Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt fanden die Journalisten eine verabscheuungswürdige Hühnerhaltung vor. Während der kurzen Mastzeit von nur 10 Monaten vegetieren die Hühner in maroden und zum Teil erheblich heruntergekommenen Hallen auf engstem Raum. In jedem der gefilmten Anlagen waren tote Tiere zu sehen. Der Mangel an Ausweichmöglichkeiten und das fehlende Tageslicht führt nicht selten zum Kannibalismus. SWR-Redakteur Edgar Verheyen äußert sich schockiert über das Ausmaß der Mißhandlung: &#8220;Man sieht, daß sich mindestens 25.000 Tiere in einer Halle befinden. Das bedeutet: Auf einem Quadratmeter sind mehr als 23 Tiere. Sie stehen auf ihrem eigenen Kot.&#8221; Darüber hinaus verwies die Recherche auf massive, hygienische Mißstände an den Schlachthöfen der Wiesenhof-Hänchen. Die zu hohe Bandgeschwindigkeit ließe keine genaue Prüfung der Tieren zu. Folglich sei es ein leichtes, daß kranke Tiere in die Produktion gelangen. Apropos Produktion: Der Konzern beschäftigt überwiegend Osteuropäische Arbeiter die einen Stundenlohn von 5,50 Euro erhalten. Soviel zur Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kritische Nachfragen sind nicht erwünscht.</strong></p>
<p>Erst kurz vor Veröffentlichung des Filmbeitrages stimmte Wiesenhof einem Interview zu. Peter Wesjohann, Vorstandschef des Wiesenhof-Mutterkonzerns PHW, wies die Vorwürfe zurück. Er bezweifle, daß die Inhalte der Wahrheit entsprechen. Bereits vor einigen Jahren sorgte ein Dokumentarfilm für kräftige Umsatzeinbußen des Geflügelproduzenten. Nur systematisch, daß der Konzern die Anschuldigungen lapidar beiseite schiebt. Der Film manifestiert erneut, welchen hohen Preis Mensch, Tier und Umwelt für immer noch günstigere Preise bezahlen. Unternehmen, die diesen Preiskampf erst ermöglichten und sich an der rücksichtslosen Gewinnmaximierung beteiligen, haben das Vertrauen der Verbraucher nicht verdient. Artgerechte bzw. Tiergerechte Haltung sieht anders aus. Wir hoffen sehr, daß Sie mit uns einer Meinung sind und bei Ihrem nächsten Einkauf genau wählen, WAS in ihrem Korb landet.</p>
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		<title>Tierschutz, was ist das?</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 12:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Horn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Tierschutz werden alle Aktivitäten des Menschen bezeichnet, die darauf abzielen, Tieren ein artgerechtes Leben ohne Zufügen von Leiden, Schmerzen und Schäden zu ermöglichen. Der Tierschutz steht damit oft im Widerspruch zu den Interessen der Tiernutzung, darin liegt das größte Konfliktpotential der Thematik. Denn die Nutzung der Tiere ist häufig &#8211; wie in der Landwirtschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Tierschutz werden alle Aktivitäten des Menschen bezeichnet, die darauf abzielen, Tieren ein artgerechtes Leben ohne Zufügen von Leiden, Schmerzen und Schäden zu ermöglichen. Der Tierschutz steht damit oft im Widerspruch zu den Interessen der Tiernutzung, darin liegt das größte Konfliktpotential der Thematik. Denn die Nutzung der Tiere ist häufig &#8211; wie in der Landwirtschaft oder Forschung &#8211; mit einer Schädigung der Tiere verbunden.</p>
<p>In der Geschichte der Kirche spielt der Tierschutz leider so gut wie keine Rolle. Der Mensch als von Gott geschaffen steht über den Tieren und ist berechtigt, sich ihrer zu seinem Nutzen zu bedienen. Franz von Assisi dagegen bezog das Gebot der Nächstenliebe auch auf die Tiere und auch Albert Schweitzer war mit seinem Konzept zur Ehrfurcht vor dem Leben ein Außenseiter zur damaligen Zeit. Für ihn folgte, dass die Grundsätze der Ethik nicht an der Artengrenze zwischen Mensch und Tier enden sollte.</p>
<p>In der Antike wird der Gedanke des Tierschutzes erstmals mit der Forderung nach einer vegetarischen Lebensweise verbunden, im Römischen Reich dagegen galten Tiere als Sachen, eine Auffassung, die bis in die Gegenwart hineinreicht.</p>
<p>Die Konfliktfelder in unserer Zeit reichen von Massentierhaltung, Pelztierhaltung über Tiertransporte bis zu den Versuchstieren. Das Aufzählen des leidvollen Lebens und Sterbens von Tieren ließe sich fortsetzen und hinter all der größtenteils grausamen Realität steht der Mensch mit seiner Gier nach Macht und Reichtum. Aber auch religiöse Argumente wie das muslimische und jüdische Schächten ohne Betäubung bereiten Schlachttieren unnötige Leiden (dieses Thema wird in unserer Erstausgabe unter dem Titel &#8220;Betäubungsloses Schächten &#8211; Barbarei im 21. Jahrhundert&#8221; ausführlich behandelt).</p>
<p>Obwohl in Deutschland das Staatsziel Tierschutz seit 2002 im Grundgesetz festgelegt ist, hat sich bislang für die Tiere nichts Wesentliches zum Positiven geändert, wie die Beispiele &#8220;Schächten ohne Betäubung&#8221; und Massentierhaltung zeigen. Auch wenn sich national und international viele Tierschutzorganisationen um die Belange der Tiere kümmern, so sollten wir uns nicht allein darauf verlassen.</p>
<p>Wenn der Staat bzw. die Politik versagt, sollte und muß jeder einzelne, der nur einen Funken Mitgefühl mit der Kreatur hat, ebenfalls seinen eigenen kleinen Beitrag leisten. Dies beginnt im Haushalt mit dem Kauf von Lebensmitteln aus ökologischer und/oder artgerechter Tierhaltung möglichst aus der Region, Boykott von Pelzen, Meidung von Kosmetikartikeln mit Tierversuchen usw. Dies umzusetzen, ist meist nicht eine Frage des Geldes, sondern eine Frage der Einstellung, des Bewusstseins, der Wertschätzung und vor allem: Erbarmen mit den Tieren! </p>
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