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	<title>Umwelt &#38; Aktiv &#187; Tierschutz</title>
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	<description>Das Magazin für gesamtheitliches Denken</description>
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		<title>&#8220;Wir haben es satt!&#8221; &#8211; Demo in Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 18:24:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ende Januar gingen Verbraucher, Umweltorganisationen, Tierschützer, Imker und Bauern gemeinsam auf die Straße und forderten von der Bundesregierung „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“. Über 23.000 Menschen kamen in Berlin zusammen und demonstrierten gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Massentieranlagen. Sie setzten sich für eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft ein Die Köchin, Gastronomin und Buchautorin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/02/massentierhaltung.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/02/massentierhaltung.jpg" alt="" title="massentierhaltung" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-625" /></a>Ende Januar gingen Verbraucher, Umweltorganisationen, Tierschützer, Imker und Bauern gemeinsam auf die Straße und forderten von der Bundesregierung „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“. </p>
<p>Über 23.000 Menschen kamen in Berlin zusammen und demonstrierten gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Massentieranlagen. Sie setzten sich für eine bäuerliche, ökologische und zukunftsfähige Landwirtschaft ein</p>
<p>Die Köchin, Gastronomin und Buchautorin Sarah Wiener sagte: „Jüngst wurden antibiotikaresistente Keime in Hühnerfleisch gefunden &#8211; dies ist  vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Wir haben diese ständigen Lebensmittelskandale satt. Es ist höchste Zeit, daß endlich grundlegende Konsequenzen daraus gezogen werden. Wir müssen weg von der Agrarindustrie, hin zu einer bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft.&#8221;</p>
<p>Der Jung-Bauer Moritz Schäfer von der jungen  Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) betonte: „Unser breiter Protest gegen die Agrogentechnik wirkt: BASF mußte ihre Gentech-Kartoffel in Europa aufgeben, da die gesellschaftliche und bäuerliche Akzeptanz fehlt. Es ist auch eine schallende Ohrfeige für die Bundesregierung, denn die Amflora von der BASF war die erste Kartoffel, die es in einen Koalitionsvertrag schaffte. Auch in der EU-Agrarpolitik forciert Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner bislang die Agrarindustrie. Und das, obwohl Klimawandel, Hungerkrisen und das Höfesterben die agrarindustriellen Strukturen verschärfen. Die EU- Direktzahlungen müssen an Arbeitskräfte und Umweltleistungen gebunden und nach oben gekappt werden und dürfen nicht die Agrarindustrie mästen! Dann finden sie auch gesellschaftliche Akzeptanz.“</p>
<p>Auch der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, stellte fest:<br />
&#8220;Es geht um die Systemfrage: Lassen wir es weiter zu, Tiere in Haltungssysteme zu zwingen, die ihnen Schmerzen und Leid zufügen? Denn das ist heute Alltag für Millionen von Tieren. In den Intensivhaltungen leiden sie direkt. Unter den Folgen leiden aber auch Umwelt, Bäuerinnen und Bauern sowie Verbraucherinnen und Verbraucher. Daher braucht es den Schulterschluß der gesellschaftlichen Gruppen. Wir kämpfen für mehr Tierwohl im Stall, gegen Gentechnik-Futtermittelimporte aus Übersee und für mehr Unterstützung der bäuerlichen, artgerechten Landwirtschaft.&#8221;</p>
<p>Abzuwarten bleibt, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel einer Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik stattgeben wird. Wohl eher nicht, denn sie hält nach wie vor an der Brüsseler EU-Agrarpolitik fest. Bisher ist die Politik doch nur der Steigbügelhalter der Agrarindustrie. Wie bereits von vielen Umweltorganisationen und ökologischen Vereinigungen mehrfach gefordert, müssen die Agrarzahlungen endlich an ökologische, soziale und tierschutzorientierte Standards angepaßt werden. Lediglich die Großbetriebe profitieren seit Jahrzehnten von der EU-Politik. Die kleinen Bauern bekommen nicht einmal einen Bruchteil von dem, was den Giganten der Branche zukommt. Ohne eine Wende wird das Bauernsterben kein Ende finden. Dabei ist es doch die bäuerliche Kulturlandschaft, die unsere Heimat auszeichnet.</p>
<p><em>Bildquelle: uschi dreiucker  / pixelio.de</em></p>
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		<title>Ausgabe 4 &#8211; 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 16:13:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Ausgabe 4 &#8211; 2011 dürfen wir einen wunderbar kritischen Artikel von Britta Weber veröffentlichen, der die anhaltende Kolonialisierung Afrikas durch die ehemaligen Kolonialmächte beschreibt und wie dies unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe im sozialen wie auch im wirtschaftlichen Sinne funktioniert. Nun mag sich der eine oder andere unserer geneigten Leser fragen, was gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/01/ausgabe4-2011.jpg"><img class="alignleft" title="ausgabe4-2011" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2012/01/ausgabe4-2011.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a>In der Ausgabe 4 &#8211; 2011 dürfen wir einen wunderbar kritischen Artikel von Britta Weber veröffentlichen, der die anhaltende Kolonialisierung Afrikas durch die ehemaligen Kolonialmächte beschreibt und wie dies unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe im sozialen wie auch im wirtschaftlichen Sinne funktioniert.</p>
<p>Nun mag sich der eine oder andere unserer geneigten Leser fragen, was gehen mich die Probleme Afrikas an, wo wir doch mit Finanz- und Wirtschaftskrise unser ganz eigenes Paket an Problemen zu tragen haben? Nun, mehr als Sie im ersten Augenblick vermuten würden. Denn ist es nicht auch in Europa so, daß unter dem Deckmantel der Wirtschaftshilfe und der Steuergerechtigkeit innerhalb Europas die nationalen Kernkompetenzen nach Brüssel verlagert wurden und ein Ende nicht in Sicht ist? Ist es nicht so, daß unter dem Deckmantel der Stabilisierung des Preisniveaus und der Bekämpfung der Rezessionstendenzen innerhalb Europas (der sog. Kernaufgaben der EZB) offen über die faktisch schon so gut wie beschlossene Bildung einer Fiskalunion verhandelt wird? Und auch der nächste Schritt, die Bildung einer „Wirtschaftsunion“, wird bereits diskutiert und von den entsprechenden Lobby-Gruppen propagiert.</p>
<p>Die einstigen Kolonialmächte werden nun ihrerseits zur Kolonie des Molochs „Europäische Union“ degradiert.<br />
Es ist schon paradox, wie manchmal die Geschichte seinen Verlauf nimmt!</p>
<p>Wir alle wissen, was wir auch im Sinne des Umwelt- und Tierschutzes aus Europa zu erwarten haben: Nichts! Alle Gesetze werden lediglich zur Steigerung der Produktivität erlassen, man denke hier beispielsweise nur an die Zulassung gentechnisch veränderter Nahrungsmittel. Einen Eindruck der Auswirkungen finden Sie im Bericht „Beim indischen Widerstand gegen Monsanto“, aber auch in der Besprechung zum Film „Good food – bad food“ wird der Wahnsinn in den Laboratorien der Agrarindustrie eindrucksvoll geschildert.</p>
<p>Ein effektiver Tier- und Umweltschutz ist nur vor Ort, in der Heimat, sicherzustellen, denn ein europäischer Superstaat kann und will dies nicht gewährleisten. Die rücksichtslose Ausbeutung des afrikanischen Kontinents beweist, wie sich das Europa der „Wirtschaftsunion“ zeigen und verhalten wird. An dieser Stelle sei auf den sehr aufschlußreichen Artikel „Bauernhand in fremder Hand“ verwiesen, welcher sich mit der täglichen Bodenspekulation in Deutschland beschäftigt. Wirksamer Protest wird kaum mehr möglich sein, denn: Was kümmert´s dem Beamten in Brüssel, wenn beispielsweise hundert oder tausend Demonstranten den Ausbau der Donau zu verhindern suchen? Nichts!</p>
<p><strong>Weitere Artikel</strong></p>
<p>- Influenza, Grippe und Homöopathie von Dr. med. Johann Loibner<br />
- Beim indischen Widerstand  gegen Monsanto &amp; Co von Ernst Schneider<br />
- Good Food &#8211; Bad Food &#8211; Filmbesprechung von Dankwart Mireille<br />
- Das Fukushima des Naturschutzes von Laura Horn<br />
- Seelenverwandtschaften von Ulrich Dittmann<br />
- Bauernland in fremder Hand von Bettina Rauch<br />
- Im Gespräch mit Michael Beleites</p>
<p>&#8230;und viele weitere interessante Themen</p>
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		<title>Zuviel Antibiotika: Rußland verzichtet auf deutsche Schweine</title>
		<link>http://www.umweltundaktiv.de/tierschutz/zuviel-antibiotika-rusland-verzichtet-auf-deutsche-schweine/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 11:42:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da Deutschland den Anforderungen hinsichtlich des Einsatzes von Antibiotika bei Schweinen nicht nachkommt, stellt Rußland die Importe von lebenden Schweinen aus der Bundesrepublik ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/11/schweinemast.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/11/schweinemast.jpg" alt="" title="schweinemast" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-586" /></a>Da Deutschland den Anforderungen hinsichtlich des Einsatzes von Antibiotika bei Schweinen nicht nachkommt, stellt Rußland die Importe von lebenden Schweinen aus der Bundesrepublik ein. Wie der Chef der russischen Agraraufsichtsbehörde &#8211; Sergej Dankwert &#8211; erläuterte, dürfen die Schweine 30 Tage vor ihrem Verkauf nach Rußland keine Antibiotika mehr bekommen. Bei einer Inspektion habe sich allerdings herausgestellt, daß dies nicht der Fall sei. So müsse Rußland nach Erhalt der lebenden Schweine noch einen Monat warten, da den Tieren eine Woche zuvor noch ein Antibiotikum verabreicht worden sei. Die Bundesrepublik könne nicht sicherstellen, daß die Tiere 30 Tage vor Verkauf kein Antibiotika mehr erhalten haben. Im vergangenen Jahr hat Rußland noch 120.000 Tiere aus der Bundesrepublik erhalten. Im Jahr davor waren es sogar 247.000 Tiere. </p>
<p>Durchschnittlich werden in Deutschland rund 8,7 Mio. Kilo Fleisch <em>(1)</em> erzeugt. Davon entfallen rund 63 Prozent auf Schweinefleisch, wovon wiederum 99 Prozent aus konventioneller Haltung stammen. Um Epidemien vorzubeugen, greifen Schweinezüchter in der Regel sehr häufig zu Antibiotika. Dies hat zur Folge, daß der starke Einsatz Keime resistent werden läßt, die durch den Fleischverzehr in den menschlichen Körper gelangen. </p>
<p>Erschreckend, daß dieser Mißstand Rußland auffällt, während die eigene Regierung seit Jahren untätig darüber hinweg sieht. Und dabei handelt es sich nicht nur um Schweinefleisch. Eine Studie des Verbraucherschutzministeriums Nordrhein-Westfalen wies kürzlich bei 83 Prozent der getesteten Hähnchen antimikrobiell wirksame Mittel nach. Daraufhin reagierte Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner mit einem entsprechenden Maßnahmenpaket, das stärkere Kontrollen beinhalten soll. Eine wirkliche Alternative ist dieses Vorhaben jedoch nicht. Denn auch heute schon unterliegt der Einsatz von Antibiotika dem Arzneimittelgesetz, wonach Antibiotika nur zur Behandlung kranker Tiere eingesetzt werden darf. Doch welcher Kontrolleur kann rückwirkend die vermeintliche Erkrankung eines Tieres feststellen? Wer entscheidet, ob das Tier tatsächlich Antibiotika benötigte oder nicht. Der Veterinär? In den meisten Fällen schon. Aber auch sie neigen dazu, äußerst schnell Antibiotika zu verabreichen. So lassen sich Krankheiten binnen weniger Tage in den Griff bekommen, zumindest vordergründig. Zusätzlich schrecken Schweinezüchter in Einzelfällen nicht davor zurück, Antibiotika als Wachstumsförderer zu gebrauchen. Kleinere Wunden, die den Antibiotika-Einsatz legitimieren, finden sich in Zeiten der Massentierhaltung immer. Die EU hat zwar Antibiotika aus den Futtertrögen verbannt, der vorbeugende Einsatz von Medikamenten gehört jedoch weiterhin zum Tagesgeschäft. </p>
<p>Ein Problem, das längst bekannt ist. Bereits im Jahr 2005 berichtete „Öko-Test“ von hohen Belastungen. Viele Antibiotika sind nicht mehr wirksam. Gerade in Industrienationen nehmen bakterielle Infektionserkrankungen wieder zu, weil viele Erreger Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt haben. Eine Gefahr, die nicht nur Tiere langfristig schwächt, sondern für den Menschen tödlich enden kann. Lediglich 0,5 Prozent der Schweineproduktion entfällt auf den ökologischen Sektor. In der ökologischen Landwirtschaft gibt es keine Antibiotika im Fleisch. Antibiotika, Tiermehle, hormonelle Masthilfen, synthetische Futterzusätze und gentechnisch veränderte Pflanzen sind dort tabu. Ist Ihnen Ihre Gesundheit etwas wert, dann greifen Sie auf gesundes, ökologisches Fleisch zurück!</p>
<p><em>(1) Quelle Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie e.V. (2010)</p>
<p>Bildquelle: soylent-network.com</em></p>
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		<title>Bundesrat kippt Duldung von Käfighaltung</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 08:29:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Entscheidung vom 23.09.2011 des Bundesrates läßt hoffen: Ein Sieg für alle Tierschützer und Gegner der Käfighaltung. Dem Antrag des Bundesagrarministeriums, die Genehmigungen für die Haltung in Kleingruppenkäfige bis 2035 zu verlängern, wurde nicht statt gegeben. Es bleibt beim Stichtag. Bis zum 31. März 2012 muß eine Neuregelung erfolgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/09/kaefighaltung.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/09/kaefighaltung.jpg" alt="" title="kaefighaltung" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-567" /></a>Die Entscheidung vom 23.09.2011 des Bundesrates läßt hoffen: Ein Sieg für alle Tierschützer und Gegner der Käfighaltung. Dem Antrag des Bundesagrarministeriums, die Genehmigungen für die Haltung in Kleingruppenkäfige bis 2035 zu verlängern, wurde nicht statt gegeben. Es bleibt beim Stichtag. Bis zum 31. März 2012 muß eine Neuregelung erfolgen.</p>
<p>Obwohl Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) im Februar 2011 noch das Ende der Käfighaltung postulierte, sprach sie sich nun für die Duldung von Kleingruppenkäfige für Legehennen bis 2035 aus. Ein bloßes Lippenbekenntnis? Die Ernsthaftigkeit ihres „Tierschutzpaketes“ war ohnehin fraglich, denn schließlich handelte es sich um ihren Parteikollege Horst Seehofer (CSU), der 2006 die Hühnerhaltung in Kleingruppen als Ersatz für die verbotene konventionelle Käfighaltung einführte.</p>
<p>Tierschützer kritisieren diese Kleingruppenhaltung, die keine wesentliche Verbesserung für die Tiere darstellt. Die Fläche pro Tier ist kaum größer als ein DIN-A4-Blatt. Bereits am 12.10.2010 erklärte das Bundesverfassungsgericht, nach einer Klage der Landesregierung Rheinland-Pfalz, die Verordnung für die Haltung von Legehennen in Kleingruppenkäfigen für nichtig.</p>
<p>Für Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, war der Verordnungsentwurf von Ilse Aigner inakzeptabel. Umso mehr begrüßt er die Entscheidung des Bundesrates und erklärte kurz nach der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses: &#8220;Das ist ein Lichtblick für die Hühner in Käfigen. Wir freuen uns, daß es gelungen ist, diese noch für Jahrzehnte von der Bundesregierung vorgesehene Qualhaltung vorerst zu stoppen. Die Niederlage der Bundesregierung ist ein Etappensieg für den Tierschutz. Unser Dank gilt der Landesregierung Rheinland-Pfalz, aber auch den anderen Bundesländern, die diesen Beschluß heute gefaßt haben. Wir kämpfen weiter, um einen zeitnahen Ausstieg aus der Käfighaltung zu erreichen.</p>
<p>Die dominierende Haltungsform deutscher Eiererzeuger ist inzwischen die Bodenhaltung mit gut 19 Millionen Tieren. Sie hat die Käfighaltung glücklicherweise abgelöst. Im Einkaufskorb der Verbraucher landen nahezu keine Käfigeier mehr. Gebrauch finden Produkte aus Käfighaltung jedoch weiterhin in der Industrie und im Gastgewerbe. Hier muß der Druck wachsen! Umwelt und Aktiv spricht sich für eine ökologische Freilandhaltung aus und hofft, daß diese artgerechte Form der Haltung Standard wird.</p>
<p><strong>Aus welcher Haltung ein Ei stammt, zeigt der Stempel auf der Schale:</strong></p>
<p>0 = ökologische Erzeugung<br />
1 = Freilandhaltung<br />
2 = Bodenhaltung<br />
3 = Käfighaltung</p>
<p><i>Bildquelle: PeTADeutschland &#8211; pixelio.de</i></p>
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		<title>Ausgabe 3 &#8211; 2011</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 14:10:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Beim Titelbild der Ausgabe 03 &#8211; 2011  könnte die Frage auftauchen, ob die Gesinnung unserer Redaktion eine radikale weltanschauliche Kehrtwendung genommen habe. Dem ist natürlich nicht so – wir wollen mit dem Abdruck des Gespräches mit dem „letzten 68-er“ Rainer Langhans aufzeigen, daß es eine Fülle von Übereinstimmungen gibt und damit auch die Absurdität des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/09/ausgabe3-2011.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-560" title="ausgabe3-2011" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/09/ausgabe3-2011.jpg" alt="" width="250" height="250" /></a>Beim Titelbild der Ausgabe 03 &#8211; 2011  könnte die Frage auftauchen, ob die Gesinnung unserer Redaktion eine radikale weltanschauliche Kehrtwendung genommen habe. Dem ist natürlich nicht so – wir wollen mit dem Abdruck des <strong>Gespräches mit dem „letzten 68-er“ Rainer Langhans</strong> aufzeigen, daß es eine Fülle von Übereinstimmungen gibt und damit auch die Absurdität des Rechts-Links-Denkens bestätigt wird. Wir jedenfalls wollen es mit Herbert Gruhl halten, der durch Ausrichtung auf Zukunftsfragen ideologische Differenzen zu überwinden versuchte nach dem Motto „Weder links, noch rechts, sondern vorn!“</p>
<p>Grenzenloses Vertrauen auch in sogenannte „grüne“ Projekte könnte nicht immer berechtigt sein, wie das Beispiel WWF zeigt. Verflechtungen von Politik, Wirtschaft und Industrie kratzen am guten Ruf der weltweit größten Umweltschutzorganisation mit dem Panda-Logo. Anfänglicher Idealismus wird eben in vielen Bereichen menschlichen Handelns zum Opfer seiner selbst – lesen sie bitte dazu den Artikel <strong>„Der Pakt mit dem Panda“</strong>.</p>
<p>Die zunehmend politisch gewollte Demontage der Basis unserer Gesellschaft, nämlich der Familie im herkömmlichen Sinn, wird in dem Beitrag<strong> „Deutschland stirbt“</strong> aufgezeigt. Emphatisch und unmißverständlich weist der Autor auf den biologischen und geistigen Niedergang unseres deutschen Volkes hin. Seine kritischen Gedanken sollen trotz allem aber auch Mut machen.</p>
<p><strong>Weitere Artikel:</strong></p>
<p>- Haltbarmachung, Einlagerung, Vorratshaltung für den Winter von G. Weber<br />
- Zugekiest &#8211; Kiesgärten von Laura Horn<br />
- Die Essensfälscher &#8211; Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen von B. Rauch<br />
- Wie bringen wir den Tierschutz voran? &#8211; von Ulrich Dittmann<br />
- Landflucht von Christine Hofmann<br />
- &#8220;Internationals&#8221; &#8211; gibts die? &#8211; von Birgit Schönberger</p>
<p>&#8230;und viele weitere interessante Beiträge</p>
<p>Alle Abonnenten erhalten die Ausgabe in den nächsten Tagen zugesandt. Einzeln ist das Heft wie immer in unserem Umwelt &amp; Aktiv – Netzladen erhältlich.</p>
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		<title>„Das System Wiesenhof“</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 08:49:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die ARD berichtete im Rahmen ihrer Dokumentationsreihe „Exklusiv“ über den zur PHW-Gruppe gehörenden Geflügelproduzenten Wiesenhof und veröffentlichte erschreckendes Filmmaterial. Statt der vom Konzern suggerierten Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt fanden die Journalisten eine verabscheuungswürdige Hühnerhaltung vor. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/09/das-system-wiesenhof.jpg"><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/09/das-system-wiesenhof.jpg" alt="Das System Wiesenhof" title="Das System Wiesenhof" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-546" /></a>Die ARD berichtete im Rahmen ihrer Dokumentationsreihe „Exklusiv“ über den zur PHW-Gruppe gehörenden Geflügelproduzenten Wiesenhof und veröffentlichte erschreckendes Filmmaterial. Statt der vom Konzern suggerierten Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt fanden die Journalisten eine verabscheuungswürdige Hühnerhaltung vor. Während der kurzen Mastzeit von nur 10 Monaten vegetieren die Hühner in maroden und zum Teil erheblich heruntergekommenen Hallen auf engstem Raum. In jedem der gefilmten Anlagen waren tote Tiere zu sehen. Der Mangel an Ausweichmöglichkeiten und das fehlende Tageslicht führt nicht selten zum Kannibalismus. SWR-Redakteur Edgar Verheyen äußert sich schockiert über das Ausmaß der Mißhandlung: &#8220;Man sieht, daß sich mindestens 25.000 Tiere in einer Halle befinden. Das bedeutet: Auf einem Quadratmeter sind mehr als 23 Tiere. Sie stehen auf ihrem eigenen Kot.&#8221; Darüber hinaus verwies die Recherche auf massive, hygienische Mißstände an den Schlachthöfen der Wiesenhof-Hänchen. Die zu hohe Bandgeschwindigkeit ließe keine genaue Prüfung der Tieren zu. Folglich sei es ein leichtes, daß kranke Tiere in die Produktion gelangen. Apropos Produktion: Der Konzern beschäftigt überwiegend Osteuropäische Arbeiter die einen Stundenlohn von 5,50 Euro erhalten. Soviel zur Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kritische Nachfragen sind nicht erwünscht.</strong></p>
<p>Erst kurz vor Veröffentlichung des Filmbeitrages stimmte Wiesenhof einem Interview zu. Peter Wesjohann, Vorstandschef des Wiesenhof-Mutterkonzerns PHW, wies die Vorwürfe zurück. Er bezweifle, daß die Inhalte der Wahrheit entsprechen. Bereits vor einigen Jahren sorgte ein Dokumentarfilm für kräftige Umsatzeinbußen des Geflügelproduzenten. Nur systematisch, daß der Konzern die Anschuldigungen lapidar beiseite schiebt. Der Film manifestiert erneut, welchen hohen Preis Mensch, Tier und Umwelt für immer noch günstigere Preise bezahlen. Unternehmen, die diesen Preiskampf erst ermöglichten und sich an der rücksichtslosen Gewinnmaximierung beteiligen, haben das Vertrauen der Verbraucher nicht verdient. Artgerechte bzw. Tiergerechte Haltung sieht anders aus. Wir hoffen sehr, daß Sie mit uns einer Meinung sind und bei Ihrem nächsten Einkauf genau wählen, WAS in ihrem Korb landet.</p>
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		<title>Ausgabe 2 &#8211; 2011</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 13:27:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der Ausgabe 2 &#8211; 2011 der Umwelt &#038; Aktiv behandeln wir folgende Themen: Der Ausstieg aus der Atomenergie und die Hinwendung zu erneuerbaren Energien ist das beherrschende Thema in den Medien. Doch wie soll diese Energie gespeichert werden? Der Artikel &#8220;Energiespeicher für erneuerbare Energien&#8221; von Prof. Sigurd Schulien ist daher der Hauptartikel im Bereich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/06/ausgabe2-2011.jpg" alt="Umwelt und Aktiv - Ausgabe2 - 2011" title="Umwelt und Aktiv - Ausgabe2 - 2011" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-522" />In der Ausgabe 2 &#8211; 2011 der Umwelt &#038; Aktiv behandeln wir folgende Themen:</p>
<p>Der Ausstieg aus der Atomenergie und die Hinwendung zu erneuerbaren Energien ist das beherrschende Thema in den Medien. Doch wie soll diese Energie gespeichert werden? Der Artikel <strong>&#8220;Energiespeicher für erneuerbare Energien&#8221;</strong> von Prof. Sigurd Schulien ist daher der Hauptartikel im Bereich <em>Naturschutz</em>.</p>
<p>&#8220;Wenn die Biene verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben&#8221;, soll Albert Einstein einmal gesagt haben. Da die Bienenbestände in Deutschland und Europa rasant zurückgehen, widmen wir dem <strong>Bienensterben</strong> den Leitartikel im Bereich <em>Tierschutz</em>.</p>
<p>An vielen Stellen in Deutschland finden sich Zeugen dafür, dass das Spiel &#8220;Mühle&#8221; nicht nur heute beliebt ist, sondern bereits bei unseren Vorfahren einen hohen Stellenwert hatte. Aus diesem Grund ist der Artikel <strong>Steinerne Mühlenspiele</strong> der Hauptartikel im Bereich <em>Heimatschutz</em>.</p>
<p><b>Weitere Artikel:</b></p>
<p>- Klimaschutz in den eigenen vier Wänden &#8211; ein Selbstversuch von A. Stöppel<br />
- Permakultur &#8211; Massentierhaltung contra Nutztierhaltung von G. Weber<br />
- Statistiken vernebeln zunehmend die Realität von Dr. W. Thüne<br />
- Wüstenstrom und kosmische Stürme von M. Howanietz<br />
- Globaler Landraub von B. Rauch<br />
- &#8220;Blutmilch&#8221; &#8211; Wie die Bauern um&#8217;s Überleben kämpfen von D. Mireille<br />
- Das Rautenmuster und seine astronomische Bedeutung von K. Baumgartl</p>
<p>&#8230;und viele weitere interessante Beiträge</p>
<p>Alle Abonnenten erhalten die Ausgabe in den nächsten Tagen zugesandt. Einzeln ist das Heft wie immer in unserem Umwelt &#038; Aktiv – Netzladen erhältlich.</p>
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		<title>Ausgabe 1 &#8211; 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 13:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Ausgabe 1 &#8211; 2011 der Umwelt &#038; Aktiv behandeln wir folgende Themen: Wir sind stolz darauf, Ihnen im Bereich Naturschutz ein exklusives Gespräch mit Volker Kempf, dem Vorsitzenden der Herbert-Gruhl-Gesellschaft, präsentieren zu dürfen. &#8220;Tierliebe bis in den Tod&#8221; ist der Leitartikel im Bereich Tierschutz. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Bishnoi vor. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2011/03/ausgabe1-2011.jpg" alt="Ausgabe 1 - 2011" title="ausgabe1-2011" width="250" height="250" class="alignleft size-full wp-image-505" />In der Ausgabe 1 &#8211; 2011 der Umwelt &#038; Aktiv behandeln wir folgende Themen:</p>
<p>Wir sind stolz darauf, Ihnen im Bereich <strong>Naturschutz</strong> ein exklusives Gespräch mit Volker Kempf, dem Vorsitzenden der Herbert-Gruhl-Gesellschaft, präsentieren zu dürfen.  </p>
<p>&#8220;Tierliebe bis in den Tod&#8221; ist der Leitartikel im Bereich <strong>Tierschutz</strong>. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Bishnoi vor. Ein Volksstamm in Indien, der sich seit 500 Jahren dem Schutz allen Lebens verschrieben hat.</p>
<p>Im Bereich &#8220;Heimatschutz&#8221; stellt der engagierte Kunstkritiker Dr. Walter Marinovic &#8220;Kunst und Antikunst&#8221; gegenüber. </p>
<p><b>Weitere Artikel:</b></p>
<p>- Der Krisengarten<br />
- Rosen aus Afrika<br />
- Europas Steckdose in der Sahara<br />
- Rindermarkt in Polen &#8211; Ein Ort der Grausamkeiten<br />
- Pangasius der perfekte Industriefisch<br />
- Der genormte Mensch<br />
- &#8220;Das kann man nicht übersetzen&#8221;<br />
&#8230;und viele weitere interessante Beiträge</p>
<p>Alle Abonnenten erhalten die Ausgabe Ende März 2011 zugesandt. Einzeln ist das Heft wie immer in unserem Umwelt &#038; Aktiv – Netzladen erhältlich.</p>
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		<title>Ausgabe 4 &#8211; 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 10:25:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Jahr neigt sich dem Ende zu und pünktlich zum Julfest erscheint die Umwelt &#038; Aktiv Ausgabe 4 – 2010, mit einem Gespräch mit Alan Weisman und vielen weiteren interessanten Artikeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-471" title="Umwelt &amp; Aktiv Ausgabe 4-2010" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/12/ausgabe-4-2010.jpg" alt="Umwelt &amp; Aktiv Ausgabe 4-2010" width="250" height="250" />Das Jahr neigt sich dem Ende zu und pünktlich zum Julfest erscheint die Umwelt &amp; Aktiv Ausgabe 4 – 2010.</p>
<p>Wir sind stolz darauf, Ihnen in der aktuellen Ausgabe ein Gespräch mit Alan Weisman zu präsentieren, der weltweit mit seinem Buch „Die Welt ohne uns“ Aufsehen erregte. Im Gegensatz zur herkömmlichen Umweltliteratur befasst sich Weisman in einem Art Gedankenexperiment auch mit „Was wäre, wenn die Weltbevölkerung durch Selbstbeschränkung in den nächsten 100 Jahren wieder auf den Stand von 1900 zurückgehen würde und dadurch unserem kleinen Planeten, uns und anderen Lebewesen wieder mehr Raum zurückgeben würde?“ Das Gespräch mit Alan Weisman bildet gleichzeitig das Leitthema im Bereich Umweltschutz.</p>
<p>Auch im rezensierten Buch „Angeklagt: Der Mensch“  geht es um die Verantwortung der Menschen ihren Mitlebewesen gegenüber, es ist eine Art Tierschutz-Streitschrift mit radikalen Argumentationen, die durchaus ihre Berechtigung haben. Aber lesen Sie selbst!</p>
<p>Im Bereich Heimatschutz lesen Sie eine Vorstellung des fast vergessenen, großen deutschen Malers Hermann Hendrich, sowie einen Artikel über das germanische Julfest und Hinweisen zur Ausgestaltung der Feierlichkeiten.</p>
<p><strong>Weitere Artikel:</strong></p>
<p>- Permakultur &#8211; Ein zukunftsfähige Landnutzung<br />
- Gewässer entlasten – mit Conlei<br />
- Der nächste Streich der Pharmalobby<br />
- Tierische Einwanderer<br />
- Katzenjammer &#8211; Gesetzliche Kastrationspflicht als Lösung?<br />
- Betäubungsloses Schächten von Tieren &#8211; wie lange noch diese Quälerei?</p>
<p>Alle Abonnenten erhalten die Ausgabe in den nächsten Tagen zugesandt. Einzeln ist das Heft wie immer in unserem Umwelt &amp; Aktiv – Netzladen erhältlich.</p>
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		<title>Auf der Suche nach der Ehrfurcht vor dem Leben</title>
		<link>http://www.umweltundaktiv.de/heimatschutz/auf-der-suche-nach-der-ehrfurcht-vor-dem-leben/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 09:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom 25. bis 27. September 2009 tagte die Herbert-Gruhl-Gesellschaft im fränkischen Marktheidenfeld. Das Hotel Schöne Aussicht wurde dafür sicher nicht zufällig als Tagungsort gewählt: In seinen Räumen wurde am 20. Juli 1975 unter Mitwirkung von Dr. Herbert Gruhl der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Anm.d.Red.) gegründet, dem er von 1975 bis 1977 selbst vorstand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf der Suche nach der Ehrfurcht vor dem Leben</strong></p>
<p><strong>Tagung der „Herbert-Gruhl-Gesellschaft“</strong></p>
<p><em>Vom 25. bis 27. September 2009 tagte die „Herbert-Gruhl-Gesellschaft“ im fränkischen Marktheidenfeld. Das Hotel „Schöne Aussicht“ wurde dafür sicher nicht zufällig als Tagungsort gewählt: In seinen Räumen wurde am 20. Juli 1975 unter Mitwirkung von Dr. Herbert Gruhl der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Anm.d.Red.) gegründet, dem er von 1975 bis 1977 selbst vorstand. Zahlreiche Vorträge und interessante Diskussionen drehten sich auf der Tagung um den heute inflationär gebrauchten Nachhaltigkeitsbegriff, die Ehrfurcht vor dem Leben und die Probleme heutiger Umwelt-, Natur- und Tierschutzschutzvereinigungen.</em></p>
<div id="attachment_460" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-460" title="Gespräch während der Exkursion im Spessart" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/12/gespraech.jpg" alt="Gespräch während der Exkursion im Spessart" width="250" height="264" /><p class="wp-caption-text">Gespräch während der Exkursion im Spessart</p></div>
<p>Gleich zwei schlechte Nachrichten erhielten die Teilnehmer am 25. September. Der Träger des diesjährigen „Herbert-Gruhl-Preises“, der Philosoph, Abtreibungs- und Sterbehilfegegner Prof. Dr. Dr. hc. mult. Robert Spaemann, mußte krankheitsbedingt absagen, und auch ein Referent war leider verhindert. Der guten Stimmung und der Qualität der Veranstaltung schadete dies jedoch nicht. Überraschend hinzu stieß am Nachmittag des 26. September dafür Regina Maria Lehsel, Leiterin der Regionalgruppe Marktheidenfeld des „Vegetarierbund Deutschland“ (VEBU).</p>
<p>Volker Kempf, der Vorsitzende der „Herbert-Gruhl-Gesellschaft“, hielt am Abend des 25. September wie geplant seine Begrüßungsrede. Diese stand unter dem Leitsatz „Zwischen Kulturverfall und Umweltkrise“. Kempf kritisierte die heutige Umweltkrise als Folge eines europäischen Nihilismus. Dieser wiederum sei Folge eines totalen geistigen und ethischen Verfalls. Die Plünderung der Erde sei somit Ausdruck einer Kulturkrise. Der Vorsitzende wörtlich: „Rückt man zudem den Tierschutz in den Horizont, wird das noch unterstrichen. Denn wie viele Tiere vernutzt werden, für Massengüter und den angeblichen medizinischen Fortschritt, läßt sich gar nicht mehr zählen. Selbst der Umgang mit dem ungeborenen menschlichen Leben ist unserer Kultur nicht heilig, im Gegenteil, die Schwächsten der Gesellschaft genießen nur noch sehr eingeschränkt einen rechtlichen Schutz. Da dem so ist, kämpfen Natur-, Tier- und Ungeborenenschützer an einer Front, in der einen und derselben Kultur.“</p>
<p><strong>Unbedingter Lebensschutz</strong></p>
<p>Am 26. September eröffnete der Medizinjournalist Rainer Klafka das Vortragsprogramm. Klafka ist Vorsitzender des Regionalverbandes Aachen der „Aktion Lebensrecht für Alle e.V.“ (ALfA). Er sprach zum Thema „Ungeborenenschutz: Erfahrungen – Blockaden – Perspektiven“ und nahm dabei einen streng katholischen Standpunkt ein. Er betonte jedoch, daß die ALfA eine überkonfessionelle Organisation für alle Lebensschützer sei.</p>
<p>Klafka kritisierte, daß Abtreibungen seit Ende der 1960er Jahre in den westlichen Demokratien eine Selbstverständlichkeit seien. Weder die Politik, noch die Kirchen hätten ein Interesse daran, den Abtreibungsparagraphen 218 StGB auf die Tagesordnung zurückzuholen. Dabei habe das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil vom 28. Mai 1993 ausdrücklich festgestellt, daß das Grundgesetz den Staat auch auf den Schutz des ungeborenen Lebens verpflichte. Dies sei auch in der Rechtsordnung zu gewährleisten, und zwar nicht nur abstrakt, sondern auch konkret für jedes einzelne Ungeborene. Die jetzige Rechtslage, so der Referent, verstoße daher gegen die Würde des Menschen (Art. 1 I GG) und gegen das Recht auf Leben (Art 2 I GG).</p>
<p>Aus der Beratungspraxis berichtete Klafka, daß eine Schwangerschaft bei unsicheren Frauen zu einer Denkblockade führe. Es entwickle sich die Haltung „Augen zu und durch… [die Abtreibungsprozedur]“. Mitarbeiter von Beratungsstellen berichten immer wieder, daß Studium/Ausbildung, Geldsorgen und die ablehnende Haltung des Kindsvaters die größten Sorgen seien. Dominierender Grund der Entscheidung sei jedoch die Angst, keine Karriere machen zu können. Dies seien aber alles lösbare Probleme, die eine Abtreibung nicht rechtfertigen. Er hält es für erwiesen, daß Frauen, denen man in der Beratung die Lösungswege konkret aufzeigt, sich für das Kind entscheiden.</p>
<p>Überhaupt sei eine Abtreibung eine zu kurz gedachte Problemlösung. Mitarbeiter von Beratungsstellen hätten berichtet, daß der Schwangerschaftsabbruch im Nachhinein von der Frau als persönliches Scheitern empfunden werden könne. Viel schlimmer sei jedoch das „Post-Abortion-Syndrom“: Zum errechneten Geburtstag des Kindes können Jahresreaktionen auftreten (Zuhängen von Spiegeln, Panik durch Staubsaugergeräusche oder den Anblick von Kinderwagen usw.).</p>
<p>Der Medizinjournalist verurteilte aufs Schärfste, daß die gesamte gynäkologische Ausbildung auf eine Billigung der Abtreibung ausgerichtet sei. Ein Medizinstudent, der keine Abtreibung vornehmen möchte, könne sein Studium heute nicht mehr beenden. Schon die Stellenausschreibungen für Gynäkologen seien darauf ausgerichtet, daß man sich dieser Praxis nicht entziehen könne.</p>
<p>Auch die Abtreibungsdiskussion sei immer nur auf Extremfälle ausgerichtet, die das Klima bestimmen, aber gar nicht die Regel darstellen würden. So seien im Jahr 2008 21 Kinder, die infolge einer Vergewaltigung gezeugt wurden, offizieller Abtreibungsgrund gewesen; ein äußerst geringer Anteil der vom Statistischen Bundesamt für 2008 in Deutschland registrierten 114.484 Schwangerschaftsabbrüche. Klafka meint, daß die Dunkelziffer etwa doppelt so hoch war, was sich unter anderem aus Berichten der Krankenkassen folgern lasse.</p>
<p>Rainer Klafka distanzierte sich ausdrücklich von einer positiven Bevölkerungspolitik. Das heißt, auch die Behinderung eines Kindes sei für ihn kein Abtreibungsgrund. Wohin der menschliche Drang führe, über Wert und Unwert eines Lebens entscheiden zu wollen, zeige der Vormarsch der aktiven Sterbehilfe. In den Niederlanden sei sie seit 2002 legal, in England ist sie geplant. Es finde mittlerweile eine Entsorgung von sozialen Lasten statt, die mit der Abtreibungsmentalität begonnen habe und nun jeden von uns noch im Alter treffen könnte. Insofern solle sich jeder gut überlegen, mit welchen Gründen er einem Embryo das Lebensrecht absprechen wolle.</p>
<p>Für die Zukunft plädierte Klafka für „Lebensschutz vom Anfang bis zum Ende“. Noch sei die Lebensschutzbewegung in Deutschland zwar schwach. Vor allem fehle ihr ein Aushängeschild aus dem öffentlichen Leben. Außerdem sei wegen der bunten Zusammensetzung der Aktivisten noch kein gemeinsames Grundziel formuliert worden, das man gemeinsam erreichen wolle und könne. Doch Bilder aus den USA, wo bis zu 80.000 Menschen an Lebensschutzmärschen teilnehmen, machen dem Referenten Hoffnung.</p>
<p>Die nach dem Vortrag einsetzende Diskussion kann hier leider nicht wiedergegeben werden. Sie war sehr kontrovers. Es meldete sich z.B. ein Notfallarzt zu Wort, der darauf hinwies, daß sein Alltag nicht nur aus einfachen „Ja- und Nein“-Antworten bestehe, wenn es um Leben und Tod ginge.</p>
<div id="attachment_461" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-461 " title="Gedenkplatte am Hotel Schöne Aussicht" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/12/gedenkplatte.jpg" alt="Gedenkplatte am Hotel Schöne Aussicht" width="400" height="196" /><p class="wp-caption-text">Gedenkplatte am Hotel Schöne Aussicht</p></div>
<p><strong>Gelähmte Riesen?</strong></p>
<p>Den zweiten Vortrag des 26. September hielt Dr. med. Götz Fenske. Sein Thema lautete „Naturschutz: Gelähmte Riesen? Die großen Naturschutzverbände im Streit um eine ökologisch orientierte Politik“. Fenske ist seit über 50 Jahren im Naturschutz aktiv. So überraschte es nicht, daß er auch außerhalb seines Vortrages immer wieder die Veranstaltung mit hochinteressanten Wortbeiträgen bereicherte.</p>
<p>Der Referent holte in seinem historischen Überblick über die Geschichte des Umweltschutzes in Deutschland weit aus und verwies auf die Romantik als Wurzel der Ökologie. Seit etwa 100 Jahren hätten sich dann zunächst kleine, schließlich immer größer werdende Verbände zum Schutze von Tier- und Pflanzenwelt gegründet. Erhaltenswert galt vorwiegend, was als „schön“ empfunden wurde, womit Dr. Fenske schließlich tief einstieg in den geistesgeschichtlichen Hintergrund des Umweltschutzes. Die Schilderungen können hier leider aus Platzgründen nicht angemessen vertieft werden.</p>
<p>Zur heutigen Lage meint Dr. Fenske: Die großen Umweltverbände stünden vor einer besonderen Problemaufschaukelung: Der Rückzug der Menschen aus dem Ehrenamt lasse die riesigen Verbände einerseits zu Riesen auf tönernen Füßen werden. Profis müßten diese Arbeit daher zunehmend wie einen Beruf ausüben. Andererseits verwenden Profis aber zwangsläufig eine volksferne Sprache, die den Bürger zusätzlich von der Arbeit der Verbände entfremde. Als Beispiel wurde hier der neue Modebegriff „Biodiversität“ genannt, der bei Profis nichts anderes als den Begriff Naturschutz ersetze.</p>
<p>Aber nicht nur hier sei der aktive (bzw. nicht mehr so aktive) Bürger das Problem. Es fehle schon die Möglichkeit, die den Bürger für Zukunftsprobleme zu sensibilisieren. Der technische Forstschritt habe dazu geführt, daß wir unser Leben immer weniger selbst gestalten könnten. Am extremsten zeige sich dies darin, daß wir sogar für die Gestaltung unserer Freizeit Geld benötigen. Es sei dadurch eine totale Abhängigkeit entstanden, die einen Menschen hilflos mache, sobald er ohne Geld in den Händen dastünde. Der tiefgreifende Wertewandel unserer Zeit sei dieser „ökonomischen Schreckstarre“ geschuldet. Konsum habe den Lebenssinn ersetzt. Niemand könne oder wolle sich noch etwas vorstellen unter Problemen, die uns im Jahre 2030 oder 2100 treffen werden. Daher habe der Naturschutz heute weniger Chancen denn je.</p>
<p>Dr. Fenske fand sich mit diesem Rückzugsgefecht aber nicht ab: „All das entbindet uns nicht von der Pflicht, für die Wende zu kämpfen – weil es keine Alternative gibt.“ Für ihn liege es klar auf der Hand, daß Großprojekte im Umweltschutz keine Massen mehr mobilisieren. Kleine Initiativen vor Ort der jeweils Betroffenen hätten einen weitaus größeren Zulauf und eine höhere Schlagkraft. Dies ließe sich schon psychologisch begründen: Wer selbst betroffen ist, kämpft engagierter; immer! Wenn z.B. der BUND mit etwa 5 Millionen Mitgliedern einen Aktionstag veranstalte, kämen vielleicht 300 Leute. Genau so viele Leute kämen aber auch in einem Dorf zusammen, das sich gegen eine Autobahn oder eine Mastanlage wehre. Diese kleinen Initiativen gelte es daher zu begründen und zu fördern. Hier könnten die großen Umweltverbände höchstens flankierend eingreifen.</p>
<p><strong>Waldgänger</strong></p>
<div id="attachment_462" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-full wp-image-462" title="40 Jahre alter Eichenbestand bei Bischbrunn" src="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/12/eichenbestand.jpg" alt="40 Jahre alter Eichenbestand bei Bischbrunn" width="250" height="333" /><p class="wp-caption-text">40 Jahre alter Eichenbestand bei Bischbrunn</p></div>
<p>Nach dem Mittagessen ging es bei heißstrahlender Herbstsonne auf eine dreistündige Wanderung in den Hochspessart. In Bischbrunn übernahm ein Beamter der (mittlerweile privatisierten) bayerischen Forstverwaltung die Führung der Gruppe.<br />
Von den 17.500 Hektar Waldfläche sind 5 % Eichenbestände. Während sich die Buchenwälder natürlich verjüngen, müssen die Eichenbestände durch Aussaat erhalten und besonders geschützt werden. Im natürlichen Wettbewerb würde die Buche die Eiche verdrängen. Zudem gelte es, die Eichen(-aussaat) z.B. vor Wildscheinen zu schützen. Die Eichenbestände im Spessartgebiet sind bis über 300 Jahre alt. Begünstigt wurde diese Lage dadurch, daß das Gebiet dem Adel einst nur zur Jagd diente und nicht zur Holzgewinnung.</p>
<p>Rot- und Schwarzwild sind in diesem Waldgebiet ebenso zu finden wie vor etwa 20 Jahren dort ausgewilderte Wildkatzen. Auch zwei Luchse seien mittlerweile gesichtet worden. Der Forstbeamte hält es zudem für wahrscheinlich, daß in Zukunft die ersten Wölfe aus der Lausitz folgen werden. Besonders wichtig sei der Wald für Tierarten, die auf alte Bäume angewiesen seien, wie z.B. bestimmte Fledermausarten oder Spechte. Als besonders schutzbedürftige Tierarten im Spessart gäbe es zudem den Schwarzstorch und die einzige baumnistende Mauerschwalbenkolonie Deutschlands.</p>
<p>Die Zeit im Walde verging wie im Fluge. Zwischen den Kurzvorträgen und Diskussionen konnte man sich mit Bucheckern und Brombeeren vom Wegesrand versorgen.</p>
<p><strong>Der Mensch als Psychopath</strong></p>
<p>Nachdem über Lebensschutz und die großen Umweltverbände ausgiebig gesprochen wurde, brach am 27. September der letzte Vortrag eine Lanze für den Tierschutz. Der Tierschützer Peter Arras sprach zum Thema „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Über die psychischen Ursachen des paradoxen Verhältnisses der Menschen zu ihren Mitlebewesen“. Arras ist Begründer der „Aktion Konsequenter Tierschutz“ (AKT) und des „Institut für Mitweltethik und ethologische Psychologie“. Er ist seit über 30 Jahren aktiver Tierschützer, betreibt eine Auffangstation für Exoten und Wildtiere und wurde dafür in seinem Heimatort mit einem Preis ausgezeichnet.</p>
<p>Peters Arras „enttäuschte“ seine Zuhörer zu Beginn des Vortrages mit der Mitteilung, daß er nicht über Tierschutz reden wolle. Die weltweite Ausbeutung und Vernichtung der Tiere durch den Menschen sei allgemein bekannt. Er würdigte Dr. Herbert Gruhl als einen der „allerersten Politiker, die das volle Ausmaß dessen erfaßten, was man die systematische Plünderung eines Planeten nennt“. Arras wollte nicht zeigen, was der Mensch mache, sondern weshalb er es mache. Vorweg schob er daher die Ablehnung des Begriffes Umwelt. Die Welt um uns herum sei unsere Mitwelt, so wie die Menschen um uns herum Mitmenschen.</p>
<p>Sehr ausführlich und hier nur vereinfacht wiedergegeben sieht Arras das herrische und vernichtende Verhalten des Menschen gegenüber seiner Mitwelt als das Resultat der menschlichen Vergangenheit. Der Mensch sei im Gegensatz zu Tieren körperlich einer feindlichen Umgebung schutzlos ausgeliefert gewesen; zum Überleben untauglich. Dem Tier voraus habe er nur die Vernunft und die Phantasie. Die aus seiner Schutzlosigkeit resultierende Angst um sein Bestehen in der Welt, habe ihn erfinderisch gemacht und so im Überlebenskampf über das Tier gehoben. Heute müsse der Mensch sich nicht mehr im Überlebenskampf mit dem Tier messen, habe aber seine angstverursachten Verhaltensweisen beibehalten. Da den Menschen keine Not zu einer erneuten Verhaltensänderung zwinge, sei er in diesem Stadium verblieben: „Die Weitergabe unserer immanenten Angst vor Tieren und Natur, den Unbilden, die wir in der Prähistorie erleben mußten, und die sich noch heute in diversen Phobien vor bestimmten Tieren, Gewittern, der Dunkelheit etc. widerspiegeln, macht uns noch heute unbewußt vor, daß wir noch immer gegen die Mitwelt und ihre Wesen Angst haben und kämpfen müßten.“</p>
<p>Das heutige Verhalten der Menschen erklärt der Referent schließlich mit interessanten und gut begründeten psychologischen Herleitungen und vergleicht ihn mit einem Psychopathen und dessen Verhalternsweisen gegen seine Opfer. „Die Menschheit verhält sich gegenüber der Mitwelt psychopathisch, narzißtisch und bezüglich der fatalen Folgen ihres Tuns autistisch. Der Homo sapiens, wie wir uns selbstgefällig bezeichnen, also der weise bzw. wissende Mensch, ist außer Stande, seinem Wissen gemäß zu handeln. Er weiß alles, aber er hat nichts begriffen“.</p>
<p>Die „Psychosafari“, auf die der Referent sodann die Vortragsgäste mitnahm, ist zu tiefgehend und detailliert, als daß sie hier angemessen dargestellt werden könnte. Die psychologische Kritik am Menschen greift letztlich aus in einen Rundumschlag gegen die bereitwillige Selbstentmündigung des Einzelnen, den sozialen Zersetzungsprozeß und die kapitalistische Ausbeutungsideologie, die alle Existenz dem Gelde unterordne.</p>
<p>Peter Arras rief abschließend zu einem Neuanfang auf, der zu einer Welt führen solle, die es wieder verdient habe, daß Leben in sie hineingeboren werde. Der Mensch müsse sich als Wesen höher entwickeln und zu einer neuen Ehrfurcht vor dem Leben finden. Der Mensch müsse begreifen, daß er nicht mehr in der Steinzeit lebe und seine Mitwelt ihm nicht mehr der tödliche Feind von einst sei.</p>
<p>Man mußte Arras nicht in jedem Detail zustimmen. Grundsätzlich traf seine Fundamentalkritik aber den Kern der heutigen Probleme des Menschen und des Tierschutzes. Peter Arras’ wirklich lesenwerter Vortragstext kann gegen Spende als geheftete Broschüre angefordert werden. Kontaktdaten siehe unten!</p>
<p>Mit diesem Vortrag endete die Tagung der „Herbert-Gruhl-Gesellschaft“. Die Teilnehmer dürften ein harmonisches, familiäres und mit vielen Informationen und Denkanstößen befruchtendes Wochenende erleben.</p>
<p>Diesen Artikel können Sie hier als PDF-Datei herunterladen:<br />
<a href="http://www.umweltundaktiv.de/wp-content/uploads/2010/12/auf-der-suche-nach-der-ehrfurcht-vor-dem-leben.pdf" target="_blank">Umwelt &amp; Aktiv Ausgabe 4-2009 &#8211; Auf der Suche nach der Ehrfurcht vor dem Leben</a></p>
<p><em>Autor: Robert Blum<br />
Dieser Artikel erschien in der Umwelt &amp; Aktiv Ausgabe 4-2009</em></p>
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