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Alle Jahre wieder: Das grausame Schicksal der Weihnachtsgänse

Für Millionen Familien gehört die Weihnachtsgans zur Tradition. Das Angebot ist vielfältig – tiefgefroren  aus dem Supermarkt (etwa vier Euro/kg) oder frisch vom Biobauern (bis über 20 Euro/kg). Die meisten Gänse, die auf unseren Tellern landen, stammen aus osteuropäischen Massenproduktionen (Polen und Ungarn) und erlebten nie eine artgerechte Haltung. Denn  dafür wird viel Platz und Bademöglichkeit benötigt und das rechnet sich nicht bei niedrigen Preisen, für die dann der Verbraucher billigend in Kauf nimmt, daß meist massive Tierquälerei hinter dem Produkt steht.

Bio-Gans statt Ramschware

Bio-Gänse haben viel Auslauf und ihre Zeit zum Wachsen und daher zumindest vor ihrem Tod ein gutes und artgerechtes Leben. Außerdem erhalten sie natürliches Futter, ohne Einsatz vorbeugender Antibiotika. Dies alles spiegelt sich natürlich im Preis wider, der es aber wert sein sollte.

Gänse können von Natur aus 25-30 Jahre alt werden – aus Billigmast leben sie nur wenige Wochen, falls sie nicht mehrmals lebendig qualvoll für Daunen gerupft werden. Dies jedoch ist eine andere Thematik, hinsichtlich Tierquälereien jedoch nicht minder problematisch.

Wer also auf den Weihnachtsbraten nicht verzichten will, sollte wenigstens darauf achten, daß das Tier aus artgerechter Haltung kommt und dementsprechend einen höheren Preis bezahlen.

In diesem Sinne wünscht Umwelt & Aktiv allen seinen Lesern schon heute ein „tierfreundliches“ Weihnachtsfest!   

Quelle: ARD plusminus 4.12.2019

Bildquelle:
Rainer Sturm  / pixelio.de

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Datum
07.12.2019

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1 Kommentare zum Artikel “Alle Jahre wieder: Das grausame Schicksal der Weihnachtsgänse”


  1. Christoph meint:
    16.12.2019 um 12:01


    Tradition hin oder her, das größte Problem ist wie richtig beschrieben das Billigfleisch von Tiermästungen.

    Ich denke, dass mehr Bewusstsein beim Endkunden geschafft werden muss, um Tierquälerei und Massenproduktion nachhaltig unterbinden zu können.

    Im Endeffekt sind immer wir, die Käufer und Konsumenten, „schuld“.