Artenschutzkonferenz ohne Konsequenz
Im Emirat Katar findet vom 13.-25.3.2010 die 15. Konferenz der 175 Vertragsstaaten des 1975 in Kraft getretenen “Washingtoner Artenschutzabkommens” (CITES) statt, das wichtigste internationale Instrument zum Schutz von wilden Tier- und Pflanzenarten. Der unkontrollierte Handel mit Fleisch bedrohter Tierarten soll verboten werden, dies ist die Forderung von TierschĂĽtzern und Umweltexperten. Doch diese haben nicht die Rechnung mit den Wirtschaftsunternehmen gemacht, die sich durch einige Staaten sehr gut vertreten wissen.
So sorgte schon zu Beginn ein Antrag Manacos für Streit: Das Fürstentum wollte dem stark bedrohten Blauflossen-Thunfisch höchsten Schutz einräumen. Doch da Frankreich, Spanien und Italien große Thunflisch-Fangflotten unterhalten, gab es seitens der EU für diesen Antrag keine Unterstützung des Handelsverbotes. Auch Japan leistete Widerstand, da Thunfisch eine wesentliche Grundlage der Sushi-Tradition darstellt.
Ebenfalls gescheitert ist “dank” Kanada und Grönland der Antrag der USA, die inzwischen bedrohten Eisbären nicht mehr zu bejagen.
Auch ein verbesserter Schutz von Haiarten durch mehr Transparenz im Handel mit Haifischprodukten fand keine UnterstĂĽtzung. Diese Initiative der EU, den USA und anderen UnterstĂĽtzern fand keine 2/3-Mehrheit, obwohl inzwischen der Bestand, insbesonders wegen der hohen Nachfrage nach Haifischflossensuppe in China, drastisch zurĂĽckgegangen ist.
So könnte am Ende das Fazit auch für den Artenschutz lauten: Konferenzen ohne Konsequenzen!




Pflanzenliebe