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Bis 11. April noch Petition gegen grausame Tierversuche unterzeichnen!

Labormaus

Elf Wochen lang in einen Zustand ständiger Angst und Schmerzen versetzt – klingt wie aus einem Horrorfilm. Traurigerweise ist dies für unzählige Labormäuse am Institut für Physiologische Chemie der Universitätsmedizin Mainz grausame Realität. Makabres Ziel ist, Depressionen zu simulieren und die Veränderungen im Gehirn zu untersuchen. Man könnte bösartig formulieren, daß dies nur von evolutionär rückständigen Zeitgenossen für sinnvoll erachtet werden kann, die ihre eigene zerebrale Entwicklung einem Nagergehirn gleichsetzen. Im Regelfall sind die etablierten Bundespolitiker überaus eilfertig, sich jeglichem EU-Diktat bereitwillig zu unterwerfen, doch nicht so im Falle der bereits 2010 verabschiedeten Richtlinie 2010/63/EU, eine Schmerz-Leidens-Obergrenze einzuführen, ab der Tierversuche unter keinen Umständen durchgeführt werden „sollten“. Unsere etablierten „Qualitätspolitiker“ allerdings räumen der Forschungsfreiheit den Vorrang ein um dieses Verbot zu umgehen und gestatten auch besonders qualvolle Tierversuche.

Ăśber elf Wochen werden Labormäuse unsäglichen Torturen ausgesetzt. Der Käfig mit den Tieren wird teils stundenlang geschĂĽttelt, doch dem nicht genug wird den Tieren eine Substanz in einen Hinterbeinmuskel gespritzt, um lang anhaltende starke Schmerzen auszulösen. Zudem wird der forcierte Schwimmtest durchgefĂĽhrt, bei dem eine Maus in einem wassergefĂĽllten Behälter bis zur apathischen Erschöpfung schwimmen muĂź. SchlieĂźlich werden die Tiere getötet, um das Gehirn zu untersuchen. Und welch bahnbrechendes Ergebnis: chronisch gestresste Mäuse haben eher Angst und Depressionen und reagieren empfindlicher auf starke Schmerzen. „Umwelt & Aktiv“ stellt analog hierzu fest: Es bedĂĽrfte auch keiner unfähigen Schadpolitiker, um zu wissen, daĂź das Volk durch schlechte Politik nicht zufriedenzustellen ist… Ein weiteres Beispiel fĂĽr den tierschutzrechtlichen Wahnsinn in unserem Land gefällig? GlĂĽcklicherweise hatten in Nordrhein-Westfalen CDU und FDP keine Mehrheit fĂĽr ihren Gesetzentwurf, das Verbandsklagerecht und Mitwirkungsrechte fĂĽr Tierschutzvereine aufzuheben.

Was können wir tun? Zumindest können wir uns daran beteiligen, die nachfolgendem Verweis zu entnehmende Bundestagspetition zu unterstützen:

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2017/_01/_09/Petition_69364.html

Wenn bis zum 11. April 50.000 Unterschriften erreicht werden, kann der Initiator „Ärzte gegen Tierversuche“ das Anliegen eines gesetzlichen Verbots wenigstens der allerschlimmsten Experimente in einer öffentlichen Anhörung im Bundestags-Petitionsausschuss vortragen. – Es gibt nichts Gutes, auĂźer man tut es!

Ihr

Gerhard Keil

Bildquelle: 406726_original_R_K_B_by_Stephanie-Hofschlaeger_pixelio.de

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