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Ein alter mythologisch Bekannter kehrt zurück – Wolfszentrum eröffnet!

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Der Wolf nimmt von alters her eine bedeutende Rolle in unserer Mythologie ein – und wenngleich auch eine naturspirituelle Renaissance in unserer Gesellschaft noch auf sich warten läßt oder bestenfalls ein zartes Pflänzchen bildet, so ist doch sukzessive seit einigen Jahren eine physische Rückkehr des Wolfes zu verzeichnen. Der Fenriswolf oder die Odins Raben begleitenden Wölfe Geri und Freki sowie der sonnenjagende Schattenwolf Skalli oder dessen Zwillingsbruder, der Mondwolf Hati, bilden das vorchristliche kulturreligiöse Ensemble ihrer Art, die sich wieder ihrer angestammten Heimat bemächtigen wollen. Und wer weiß, ob nicht nach anfänglicher Skepsis so mancher naturentfremdeter Zivilisationsneurotiker angesichts einer unkontrollierten Masseninvasion aus einem fremden Kontinent – man könnte auch von einer Ansiedlung „humanoider Kulturneophyten“ sprechen -, die Akzeptanz für den ursprünglich angestammten Wolf zunimmt. Schon 2011 hatte das Bundesamt für Naturschutz nach einer großangelegten Studie ganz Deutschland zum „Wolfserwartungsland“ erklärt und festgestellt, dass bundesweit Platz für immerhin 440 Rudel sei. Einzig das Ruhrgebiet wurde, weil zu dicht besiedelt und verkehrsmäßig zu belastet, als Lebensraum von Experten inzwischen weitgehend ausgeklammert. Inzwischen gibt es wieder 31 Wolfsrudel, verteilt auf sechs Bundesländer in Deutschland. Hinzu kommen durchwandernde Tiere in weiteren Regionen.

Eine Rückkehr der Wölfe nach Deutschland stellt Bundes- und Landesbehörden vor Aufgaben, die einer bundesweiten Koordination bedürfen, welche ein neues Dokumentations- und Beratungszentrum des Bundes leisten soll, indem es die zuständigen Landesbehörden bei offenen Fragen rund um den Wolf naturschutzfachlich berät und bundesweit Daten zur Ausbreitung des Wolfes sammelt. Mit der Einrichtung des neuen Zentrums kam die Bundesregierung einer Bitte der Länder nach. Getragen wird das Beratungszentrum unter der Führung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) von einem Konsortium aus mehreren wissenschaftlichen Institutionen, wie u. a. dem LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland oder dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW). Konkret soll die neue Stelle bei schwierigen Fällen zur Koordination und Konfliktlösung beitragen sowie dafür sorgen, dass die Behörden kontinuierlich und aktuell mit bundesweiten Informationen zum Wolf versorgt werden.

„Alle Einrichtungen verfügen über langjährige wissenschaftliche und praktische Erfahrung in der Arbeit mit den Wölfen in Deutschland. Hier bauen international ausgewiesene Experten eine wissenschaftsbasierte und anwendungsorientierte Dokumentations- und Beratungsstelle auf”, äußerte sich der Generaldirektor der Senckenberg-Gesellschaft, Prof. Mosbrugger zuversichtlich. – Und nicht nur die Naturschutzorganisation WWF begrüßte die Einrichtung eines bundesweiten Wolfszentrums, selbstverständlich wünscht auch Umwelt & Aktiv dem Projekt, aber insbesondere den Wölfen viel Erfolg!

GK

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Datum
12.02.2016

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