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Genmanipulierter Lebend-Impfstoff für Pferde!

Ab Frühjahr 2012 soll in Deutschland ein genmanipulierter bakterieller Lebend-Impfstoff für Pferde eingeführt werden. Der neue Impfstoff ist für Zuchtfabriken gedacht, in denen mehrere tausend Pferde auf engstem Raum gehalten werden. Gemäß einer Bekanntmachung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) soll sich das Gestüt des früheren Springreiters Paul Schockemöhle in Südwestmecklenburg bereit erklärt haben, seine Fohlen mit dem neuen bakteriellen Impfstoff behandeln zu lassen, um sie gegen eine Lungenerkrankung immun zu machen.
Wie die Umweltorganisation BUND mitteilte, handele es sich bei dem Hersteller des Impfstoffs um den Pharmahersteller Intervet International B.V.
Indes hat das Umweltinstitut München beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Ende Januar eine Einwendung gegen einen geplanten Freisetzungsversuch mit genmanipulierten Lebend-Impfstoff für Pferde (Mecklenburg-Vorpommern) eingereicht. Das Institut fordert das BVL auf, den Antrag des niederländischen Pharmaherstellers abzulehnen. „Gen-Lebend-Impfstoffe stellen ein nicht abschätzbares Risiko für die Umwelt und die Gesundheit von Mensch und Tier dar“, erklärte Anja Sobczak, Gentechnik-Referentin beim Umweltinstitut München. „Da nicht ausgeschlossen werden kann, daß genmanipulierte Bakterien auch Krankheiten bei immungeschwächten Menschen verursachen, muß die Freisetzung von Gen-Lebend-Impfstoffen grundsätzlich verboten werden“, so Sobczak weiter. Zudem prangert das Umweltinstitut München die Unangemessenheit des Tierversuchs an, denn der Impfstoff solle allein dazu dienen, die Haltungsbedingungen von Sportpferden weiterhin auf ein Minimum zu reduzieren. Reaktionen seitens des BVL oder der Ministerin sind noch nicht bekannt.

Unter dem Motto „Massentierhaltung ohne Ansteckungsgefahr – mit Genmanipulation soll es nun umfassend möglich werden. Doch das ist keine Lösung. Wir brauchen eine intakte Umwelt und gesunde Lebensbedingungen für alle Menschen und Tiere!“ können Sie an Ministerin Ilse Aigner und Minister Daniel Bahr per e-Post einen Protest schicken. Weitere Informationen erhalten Sie unter nachstehendem Link:
http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/onlineaktion-gegen-gen-lebend-impfstoff-965.html

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Datum
06.03.2012

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