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Keine politischen Fortschritte bei Ferkelkastration festzustellen!

Ferkelei 2

Ferkelei 2

Vor erst etwa zweieinhalb Wochen berichtete „Umwelt & Aktiv“ zum Thema betäubungslose Ferkelkastration, welche noch bis 2019 gesetzlich erlaubt sein soll. Einer aktuellen Bundestagsdrucksache vom heutigen 30. März ist zu entnehmen, daß zwar erhebliche Fortschritte bei der Entwicklung alternativer Verfahren gemacht wurden, sprich der „grundlegende Forschungsbedarf bearbeitet ist“, wie es wörtlich heißt, jedoch von einer vorgezogenen Gesetzesnovelle im Sinne des Tierschutzes ist nichts zu lesen. Dies ist umso bestürzender, wenn man bedenkt, mit welcher Geschwindigkeit seinerzeit ein Bankenrettungspaket von 500 Mio. € geschnürt werden konnte. Jedoch diese verbesserte Tierschutzmaßnahme würde dem Staat keine Kosten verursachen. Für die Bundesregierung ist jetzt in erster Linie die Wirtschaft gefordert, „den Umstellungsprozess zu vollenden“. Hier ruft „Umwelt & Aktiv“ alle Verbraucher als Bestandteil der Wirtschaft auf, in ihrem Umfeld aktiv zu werden und beim Einkauf gezielt nach dem Schweinefleischlieferanten/-produzenten und dessen Praxis nachzufragen.

Hinsichtlich der Anwendung von Isofluran als Inhalationsnarkotikum bei der Ferkelkastration prüft immerhin das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft rechtliche und fachliche Aspekte der Anwendung, es wird jedoch darauf verwiesen, daß das Arzneimittelgesetz nicht die Möglichkeit für die Bundesregierung enthält, die Umwidmung von Isofluran bundesweit generell zulässig zu machen. Beziehungsweise man redet sich damit vielmehr heraus, als dass man nur darauf verweist. Denn immerhin könnte die Bundesregierung zumindest in Betracht ziehen, auf dem Verordnungswege Tierhaltern mit einem entsprechenden Sachkundenachweis die Durchführung der Betäubung von Ferkeln zu ermöglichen. Doch laut eigenem Bekunden ist seitens der Bundesregierung nicht geplant, von der Verordnungsermächtigung, nach der das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Vorschriften erlassen kann, nach denen die Betäubung im Rahmen der Ferkelkastration von bestimmten anderen Personen als Tierärzten vorgenommen werden darf, Gebrauch zu machen.

Der hartgesottene Betrachter kann über nachfolgenden Weltnetzverweis zu einem Youtube-Video von VeganCentury.com gelangen, in dem die schreckliche Tortur, der die jungen Ferkel ausgesetzt werden in ihrem unverblümten Ausmaß sichtbar wird:

https://www.youtube.com/watch?v=8iMjI734iqk

Spätestens jetzt sollte Ihre Entscheidung zum Verbraucherverhalten getroffen worden sein! Erneut weist „Umwelt & Aktiv“ über die beiden nachfolgenden Weltnetzverweise hin, mithilfe derer man sich kundig machen kann, wo Schweinefleisch zu beziehen ist, bei dessen Produktion keine betäubungslose Kastration im Spiel ist:

http://www.tierschutzlabel.info/verbraucher/

http://www.tierschutzlabel.info/marktsuche/

Gerhard Keil

 

Bildquelle: 337753_web_R_K_B_by_Karl-Heinz Liebisch_pixelio.de.jpg

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Datum
30.03.2016

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