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Nein zur ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern

Milchk√ľhe

Die Tierschutzorganisationen TASSO e.V., Landestierschutzverband Hessen e.V., Deutsche Juristische Gesellschaft f√ľr Tierschutzrecht e.V., VIER PFOTEN ‚Äď Stiftung f√ľr Tierschutz; Albert Schweitzer Stiftung f√ľr unsere Mitwelt, Menschen f√ľr Tierrechte ‚Äď Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V., Europ√§ischer Tier- und Naturschutz e.V. und der Bund gegen Mi√übrauch der Tiere e.V. begr√ľ√üen die Initiative zum Ausstieg aus der ganzj√§hrigen Anbindehaltung, fordern jedoch den generellen Ausstieg.

Am 14. November 2015 hatte Hessen einen Antrag zum Ausstieg aus der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern in den Bundesrat eingebracht.
Bei der sogenannten Anbindehaltung, die deutschlandweit unter anderem immer noch etwa 25 % der Milchk√ľhe betrifft, m√ľssen die Tiere st√§ndig angebunden auf einem Platz im Stall stehen ‚Äď sie k√∂nnen sich weder ungehindert ablegen noch aufstehen.

Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland von TASSO e.V., f√ľr die beteiligten Tierschutzorganisationen: ‚ÄěSeit Jahrzehnten ist bekannt, da√ü die elementaren Bed√ľrfnisse und Verhaltensweisen von Rindern wie das Fortbewegungs-, Ruhe-, Komfort-, Nahrungsaufnahme- und Sozialverhalten in Anbindehaltungen erheblich eingeschr√§nkt werden, was wiederum zu Schmerzen, Leiden und Sch√§den bei den Tieren f√ľhrt.‚Äú
Somit verstößt die Anbindehaltung von Rindern auch gegen die Staatszielbestimmung Tierschutz und gegen §2 Tierschutzgesetz.
Bereits Anfang Juli haben die acht Tierschutzorganisationen mit einem Verbändebrief die Hessische Umweltministerin Priska Hinz u. a. unter Berufung auf den Hessischen Koalitionsvertrag zum Ausstieg aus der Anbindehaltung in Hessen aufgefordert.

Leider sieht der jetzt dem Bundesrat zugeleitete Antrag nur den Ausstieg aus der ganzj√§hrigen Anbindehaltung vor. Aus Tierschutzsicht ist aber der generelle Ausstieg aus dieser Haltungsform zu fordern, da auch eine monatelange Fixierung ‚Äď z. B. √ľber die gesamten Wintermonate, auf einem Platz f√ľr die Tiere mit unn√∂tigem Leid verbunden ist. Zudem kritisieren die Tiersch√ľtzer die im Antrag vorgesehene viel zu lange √úbergangsfrist von 12 Jahren.

Pressemitteilung vom 17.11.2015
Albert Schweitzer Stiftung f√ľr unsere Mitwelt
Berlin

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Datum
22.11.2015

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