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Positive Meldung zum Thema Schächten

In der TĂĽrkei wird ab Dezember 2011 – neben anderen Tierquälereien – ein betäubungsloses Schächten verboten sein!

Der TĂĽrkische Minister fĂĽr Landwirtschaft und Dorfangelegenheiten, Mehdi Eker:
“Anläßlich der Verhandlungen mit der EU war neben der Bearbeitung des Tagesordnungspunktes Ernährung auch das Thema über die schmerzlose Schlachtung der Tiere anhand von Elektroschocks Gegenstand der Unterredung. Die schmerzlose Schlachtung wird ab Dezember 2011 beginnend in den Schlachthöfen überall eingeführt. Die Vorbereitungen der sekundären Gesetzgebung und der Verwaltungsvorschriften dauern noch an. Und das Präsidium für Religiöse Angelegenheiten hat in einer Erklärung angekündigt, daß „…es aus religiöser Sicht keine Bedenken gegen die Anerkennung der Tiere als Opfergabe habe, die, aufgrund der Vermeidung von Qualen für das Tier, vor der Schlachtung durch Elektroschock betäubt werden.”

So die Zeitungsmeldung von “Hurriyet“, der am weitesten verbreiteten Zeitung in der Türkei. (Quelle: http://hurarsiv.hurriyet.com.tr/goster/ShowNew.aspx?id=16178008)

Der islam-geprägten (!) Türkei ist also möglich, was dem “christlichen“(!?) Deutschland bisher nicht gelungen ist: Grauenhaftes betäubungsloses Schächten von Tieren (siehe Ausnahmegenehmigung § 4a Abs.2 Nr.2 TierSchG) gesetzlich zu untersagen.

Ein Skandal, eine Groteske ohne gleichen: In der TĂĽrkei wird betäubungsloses Schächten, vorsätzliche Tierquälerei, verboten – in der Bundesrepublik hingegen per „Ausnahmegenehmigung“ erlaubt. Die Kritikresistenz und Unfähigkeit unserer Politiker in Deutschland ist leider (nicht nur in Tierschutzbelangen) in dem gleichen MaĂźe entsetzlich – wie die Qualen der Schächttiere entsetzlich sind.
Die Entwicklung in der Türkei muß auch in der Bundesrepublik einer rechtlichen Würdigung zugeführt werden: § 4a Abs.2 Nr.2 TierSchG ist zu eliminieren; hilfsweise wäre dieser Paragraph zumindest im Sinne des Gesetzesbeschlusses der Länderkammer (BT-Drs.17/1226) zu novellieren.

V.i.S.d.P. Ulrich Dittmann / 17.11.2010

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Datum
17.11.2010

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