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Silvester – eine Katastrophe für unsere Vogelwelt

Ein Silvester ohne Feuerwerk ist für viele Menschen undenkbar. Was jedoch der Lärm der Raketen und Böller für (Wild-)Tiere bedeutet, darüber machen sich wohl die wenigsten Gedanken. Nicht nur zahlreiche Haustiere wie Hunde und Katzen geraten in Panik oder in Todesangst, sondern auch – und darüber herrscht größtenteils Unwissen – die Tiere in freier Natur.

Ahnungslos sitzen die meisten Vogelarten auch in dieser Nacht an ihren Schlafplätzen und versuchen, ihre kostbare Energie in der kalten Jahreszeit zu sparen. Und dann geht es los: Ob in ländlichen Regionen oder in den Städten, Abertausende von Raketen schießen in die Lüfte und explodieren mit lautem Knall. Die verhängnisvollen Folgen: Innerhalb von wenigen Minuten steigen Tausende von Vögeln vor Schreck von ihren Schlafplätzen auf bis in Höhen von über 1000 Metern, um schnellstens dem Böller- und Raketenlärm zu entkommen und irgendwo wieder Schutz zu suchen.

Verlust von überlebenswichtiger Energie

Durch den Aufstieg in derart große Höhen (die täglichen Pendelflüge liegen normalerweise unter 100 Metern) verlieren die Vögel sinnlos die im Winter für ihr Überleben wichtige Energie. Zu den fatalen Folgen wie Orientierungslosigkeit, Blendung durch das grelle Licht der Feuerwerke oder schlechte Sicht durch Rauch gehört auch der tödliche Flug der Tiere gegen Hindernisse.

Auch Winterschlaf haltende Tiere wie Igel, werden durch den lauten Feuerwerkslärm gestört und/oder wachen auf, wodurch auch sie ihre überlebenswichtigen Energiereserven verlieren, oft auch mit der (vergeblichen) Suche nach einer neuen Unterkunft.

Tiere nehmen den ohrenbetäubenden Lärm, die grellen Blitze und die unbekannten Gerüche als lebensbedrohliche Situation wahr und versuchen, all dem in Panik zu entkommen. Daher sollten wir Menschen, ob in Deutschland oder anderswo, auch an die Tiere denken und das Jahresende möglichst ohne Raketen und Knallkörper feiern.

Gründe gäbe es genug, den alljährlichen Wahnsinn – abgesehen vom Leid der Tiere – zumindest auf ein Minimum zu begrenzen: Der erzeugte Feinstaub von jährlich 5.000 Tonnen (entsprechen lt. Umweltbundesamt 17% des gesamten Jahresaufkommens!), die vielen, z.T. schweren Verletzungen, das gigantische Müllaufkommen, die Lärmbelästigung. Im letzten Jahr wurden in Deutschland137 Millionen für die Silvesterböllerei ausgegeben – viel Geld, das friedvoller und sinnstiftender eingesetzt werden könnte.

Umwelt & Aktiv wünscht daher allen Lesern eine schöne Silvesterfeier ohne Raketen- und Böllerlärm!

Bildquelle: Lupo  / pixelio.de

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Datum
31.12.2018

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