Umwelt & Aktiv

Das Magazin für gesamtheitliches Denken

Das Magazin für ganzheitliches Denken

Umweltschutz, Tierschutz, Heimatschutz

Staatsanwaltschaft Münster geht gegen das Töten von Küken vor

536211_web_R_K_by_Angelina-S........_pixelio.de

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat wohl eine Staatsanwaltschaft Anklage wegen der Tötung männlicher Eintagsküken erhoben. Dies geht jedenfalls aus einem Bericht des Spiegels hervor. In diesem Fall geht es um die massenhafte Tötung bei der Brüterei Brinkschulte in Senden im Münsterland.

Der Grund: für männliche Nachkommen von Legehühnern hat die Agrarindustrie keine Verwendung, weil sie weder Eier legen können noch ordentlich Fleisch ansetzen. Deswegen werden bundesweit pro Jahr geschätzte 50 Millionen männliche Eintagsküken geschreddert oder vergast. Dies verstößt nach allgemeiner Auffassung jedoch gegen das Tierschutzgesetz. Bislang wurde unter dem Vorwand des sog. Verbotsirrtums seitens der Behörden nicht ermittelt und die Tötung blieb folgenlos. Diese Praxis scheint sich nun zu ändern, wie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Münster vermuten lassen.

Der Spiegel berichtet hierzu, daß „im aktuellen Fall, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster, … sich die Brüterei aber nicht mehr darauf berufen (kann), das Töten für rechtmäßig gehalten zu haben – die Brüterei war spätestens seit 2013 durch eine Strafanzeige der Tierschutzorganisation Peta über die Unrechtmäßigkeit ihres Tuns informiert.“

Vermutlich wird am Ende der Bundesgerichtshof endgültig entscheiden müssen. Umwelt & Aktiv findet trotzdem, ein wichtiger und richtiger Schritt auf dem Weg zu einem effektiven Tierschutz in Deutschland, auch gegen die Interessen der Agrarindustrie.

 

Bildquelle: 536211_web_R_K_by_Angelina-S…….._pixelio.de_.jpg

Verwandte Artikel:


Kommentare sind nicht mehr zugelassen.




;