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Tierquälerische Hirnforschung in Tübingen

Labormaus

Labormaus

Angeblich für die neurologische Grundlagenforschung müssen in Tübingen Affen, Krähen, Ratten und Mäuse zu Versuchszwecken unverantwortbar leiden. Diese Versuche stehen schon einige Jahre in der Kritik von Tierschützern, aber aktuell haben Recherchen des bundesweiten Vereins „Ärzte gegen Tierversuche“ diese Mißstände erneut aufgegriffen. Dort werden beispielsweise den Raben ihre Intelligenz und komplexen kognitiven Fähigkeiten („Umwelt & Aktiv“ berichtete: http://www.umweltundaktiv.de/allgemein/raben-wirklich-intelligente-zeitgenossen/) zum Verhängnis. Als ob deren Gedächtnisleistung zum einen nicht längst – genau genommen seit Überlieferung deren Berichterstattung für Allvater Odin – bekannt wäre, bzw. darüber hinaus spielerische Versuchsanordnungen durchführbar wären, installieren Forscher am Instituts für Neurobiologie der Universität Tübingen den klugen Vögeln Steckdosen auf die Köpfe, aus denen Elektroden in das Hirngewebe ragen, um deren Nervenaktivitäten im Gehirn zu messen, wenn man ihnen „beibringt“, Fotos auf Bildschirmen wiederzuerkennen. Futter gibt’s bei erwünschter Reaktion.

Um herauszufinden, wie Ratten mit ihren Tasthaaren Oberflächen erkennen können, wird ihnen eine Schraube in den Schädelknochen gedreht, an der das wache Tier fixiert wird. Als „Trainingsmethode“ für die Versuchsaufgaben wird mit Wasserentzug gearbeitet, um durch Flüssigkeit als Belohnung das gewünschte Verhalten zu erzwingen. Wie auch bei den Krähen und Ratten werden nach der selben Methode seit Jahrzehnten auch Affenhirnversuche durchgeführt. Mit angeschraubtem Kopf und geplagt von ständigem Durst müssen die sensiblen Primaten täglich Aufgaben am Bildschirm ausführen. Die aktuelle Recherche des Vereins Ärzte gegen Tierversuche brachte zutage, daß zwischenzeitlich vier Institutionen finanziert durch öffentliche Gelder Affenhirnforschung betreiben. Dabei handelt es sich um das Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik, das Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung, das Institut für Neurobiologie der Universität Tübingen und das Exzellenzcluster Werner Reichhardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN).

Derartige nur die Neugierde befriedigende zweckfreien Versuchsanordnungen belegen – entgegen gebetsmühlenartiger Behauptung -, daß diese Tierversuche keineswegs für die Entwicklung lebensrettender Medikamente durchgeführt würden, kritisierte sinngemäß Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. Wer sich eingehender hierüber informieren möchte, dem sei mittels des nachfolgenden Weltnetzverweises das aktualisierte Infoblatt von Ärzte gegen Tierversuche empfohlen:

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/infomaterial/tuebingen.pdf

Darüber hinaus fordert „Umwelt & Aktiv“ dazu auf, sich über den nachfolgenden Weltnetzverweis an einer online-Petition zu diesem Thema zu beteiligen, um den Druck auf die „grüne“ Regierung in Baden-Württemberg zu erhöhen:

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/petitionen/index.php/2-uncategorised/1

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

Gerhard Keil

 

Bildquelle: 406726_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de

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