Umwelt & Aktiv

Das Magazin fĂĽr gesamtheitliches Denken

Das Magazin fĂĽr ganzheitliches Denken

Umweltschutz, Tierschutz, Heimatschutz

Tierschutz, was ist das?

Als Tierschutz werden alle Aktivitäten des Menschen bezeichnet, die darauf abzielen, Tieren ein artgerechtes Leben ohne ZufĂĽgen von Leiden, Schmerzen und Schäden zu ermöglichen. Der Tierschutz steht damit oft im Widerspruch zu den Interessen der Tiernutzung, darin liegt das größte Konfliktpotential der Thematik. Denn die Nutzung der Tiere ist häufig – wie in der Landwirtschaft oder Forschung – mit einer Schädigung der Tiere verbunden.

In der Geschichte der Kirche spielt der Tierschutz leider so gut wie keine Rolle. Der Mensch als von Gott geschaffen steht über den Tieren und ist berechtigt, sich ihrer zu seinem Nutzen zu bedienen. Franz von Assisi dagegen bezog das Gebot der Nächstenliebe auch auf die Tiere und auch Albert Schweitzer war mit seinem Konzept zur Ehrfurcht vor dem Leben ein Außenseiter zur damaligen Zeit. Für ihn folgte, dass die Grundsätze der Ethik nicht an der Artengrenze zwischen Mensch und Tier enden sollte.

In der Antike wird der Gedanke des Tierschutzes erstmals mit der Forderung nach einer vegetarischen Lebensweise verbunden, im Römischen Reich dagegen galten Tiere als Sachen, eine Auffassung, die bis in die Gegenwart hineinreicht.

Die Konfliktfelder in unserer Zeit reichen von Massentierhaltung, Pelztierhaltung ĂĽber Tiertransporte bis zu den Versuchstieren. Das Aufzählen des leidvollen Lebens und Sterbens von Tieren lieĂźe sich fortsetzen und hinter all der größtenteils grausamen Realität steht der Mensch mit seiner Gier nach Macht und Reichtum. Aber auch religiöse Argumente wie das muslimische und jĂĽdische Schächten ohne Betäubung bereiten Schlachttieren unnötige Leiden (dieses Thema wird in unserer Erstausgabe unter dem Titel „Betäubungsloses Schächten – Barbarei im 21. Jahrhundert“ ausfĂĽhrlich behandelt).

Obwohl in Deutschland das Staatsziel Tierschutz seit 2002 im Grundgesetz festgelegt ist, hat sich bislang fĂĽr die Tiere nichts Wesentliches zum Positiven geändert, wie die Beispiele „Schächten ohne Betäubung“ und Massentierhaltung zeigen. Auch wenn sich national und international viele Tierschutzorganisationen um die Belange der Tiere kĂĽmmern, so sollten wir uns nicht allein darauf verlassen.

Wenn der Staat bzw. die Politik versagt, sollte und muß jeder einzelne, der nur einen Funken Mitgefühl mit der Kreatur hat, ebenfalls seinen eigenen kleinen Beitrag leisten. Dies beginnt im Haushalt mit dem Kauf von Lebensmitteln aus ökologischer und/oder artgerechter Tierhaltung möglichst aus der Region, Boykott von Pelzen, Meidung von Kosmetikartikeln mit Tierversuchen usw. Dies umzusetzen, ist meist nicht eine Frage des Geldes, sondern eine Frage der Einstellung, des Bewusstseins, der Wertschätzung und vor allem: Erbarmen mit den Tieren!

Verwandte Artikel:


Artikel-Metadaten

Datum
04.01.2010

Kategorie



Kommentare sind nicht mehr zugelassen.