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Bundesregierung knickt europäische Energieziele

energieUnsere Bundesregierung ist als ökologischer Musterknabe auf der ganzen Welt unterwegs. CO2-Ausstoß verringern hier, Stromsparen da. Aber wieder einmal steckt auch hier mehr Schein als Sein dahinter. Von den ehrgeizigen Energiezielen wird Schwarz-Gelb sich im Jahr 2013 verabschieden, wie die FAZ am 14.2.2013 berichtet. Demnach hat die Regierung das Ziel aufgegeben, bis zum Jahr 2020 den Stromverbrauch im Land um 20 Prozent zu senken. Selbst die nach unten korrigierten Zahlen würden noch unter weitere Bedingungen gestellt, wie die wirtschaftliche Entwicklung und die Witterung; weitere negative Abweichungen könnten somit hinzukommen.
Das sogenannte Energieeffizienzziel, das damit fallen gelassen wird, hatte die EU erst 2007 beschlossen. Da es sich um EU-Vorgaben handelt, muß die Bundesregierung natürlich trotzdem Zahlen liefern. Dies soll wie so oft durch einen Taschenspielertrick erreicht werden. Laut FAZ werde sich die Bundesregierung nun die »Maut für Lastwagen, Netzentgelte, die Stromsteuer und das Erneuerbare-Energien-Gesetz auf ihre Energiesparziele anrechnen lassen.« Da alle diese Maßnahmen den Energiepreis erhöht hätten, seien sie ein Anreiz weniger zu verbrauchen. Nettes Argument, nur seien diese »preisbildenden Schritte« nie zum Zwecke des Energiesparens eingeführt worden. Laut FAZ wurde durch die Bundesregierung sogar überlegt, die Mehrwertsteuer ebenfalls als Energiesparmaßnahme anrechnen zu lassen.
Laut FAZ erschleicht sich Merkels Regierung mit dieser Umwidmung von Steuerzahlerabzockerei die Hälfte der vorgegebenen Einsparungen. So schnell hat man ach so viel Energie eingespart. Wenn Umweltschutz so einfach wäre…

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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