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Globales Bevölkerungswachstum

ueberbevoelkerungIn diesem Jahr ist – so wie in den Vorgängerjahren – die menschliche Erdbevölkerung um weitere ca. 80 Millionen Menschen angestiegen. Dieser Anstieg bedeutet ein  t ä g l i c h e s  Wachstum von mehr als 200.000 menschlichen Wesen, es bedeutet ein Wachstum von 2,5 Köpfen pro Sekunde!

Unterstellt man weiterhin, dass jedes zusätzliche menschliche Lebewesen einen flächenmäßigen Grundbedarf für Ernährungserzeugung, Infrastruktur usw. von ca. 2 ha  hat, wurden 2013 rund 160 Millionen Hektar Natur für die wachsende Erdbevölkerung verbraucht.

Dieser Verbrauch – und wir betonen es nochmal nachdrücklich – wird sich Jahr um Jahr ungebremst fortsetzen und in gleichem Maße, wie die „Landnahme“ für die Menschheit erfolgt, wird freie Natur verschwinden und unwiederbringlich zerstört werden.

Das ungebremste Wachstum der Menschheit ist die Grundursache, durch welche die Zukunft von Mensch, Tier und Natur nachhaltig und dauerhaft vernichtet wird. Den Wenigsten wird es bekannt sein: Jedes neugeborene Kind ist – statistisch gesehen – während seiner Lebenszeit der Verursacher von ca. 200.000 kg Müll und Konsument von ca. 20.000 Säugetieren und Fischen.

Wer sich mit dieser komplexen Materie tiefer befassen möchte, dem sei als Lektüre das Buch „Fluch der Geburt“ empfohlen.  (http://www.gegensicht.de/index.php?page=shop.product_details&product_id=4&flypage=flypage.tpl&pop=0&option=com_virtuemart&Itemid=26)

Seien wir uns bewusst, dass so wenig, wie eine Badewanne mit beliebig viel Wasser gefüllt werden kann, so wenig ist unser Heimatplanet in der Lage, ungebremstes Wachstum der menschlichen Spezies zu ertragen. Schon heute liegt der menschliche Ressourcenbedarf weltweit – möchte man ihn aufrechterhalten – bei einer Größenordnung von 1,5 Erdkugeln und wächst bis 2030 auf 2 Erdkugel an!

Details für Kontinente und einzelne Länder können Sie gerne hier nachlesen:

http://www.footprintnetwork.org/de/index.php/GFN/page/footprint_for_nations/

Das ist der große Trugschluss, dass die Bevölkerungsexplosion durch technische Mittel beherrscht werden kann oder alternativ zum Aussterben der Menschheit führt. Dieses gewünschte Gnadenscenario wird nicht eintreffen, sondern es wird sich ein neuer Gleichgewichtszustand herauskristallisieren, der eine Restbevölkerung befähigt, auf einem völlig denaturierten, vergifteten, verbauten Kunstgebilde, vormals Erde genannt, in sklavenhafter Abhängigkeit und qualvoller Enge zu vegetieren.

Menschenrechte, Menschenwürde, Humanismus, Ehrfurcht vor dem Leben, Freiheit und Selbstbestimmung werden Klänge aus längst verflossenen Zeiten sein.

Die Massen-Menschhaltung, nur graduell unterschieden zur Massen-Tierhaltung, wird Realität. Die Menschheit wird am eigenen Leib alle Grausamkeiten modifiziert erleben, die vorher der Tierwelt durch die humanoide Spezies zugefügt wurden.

Man wird die Fortpflanzung viel zu spät ächten, nämlich erst dann, wenn jedem Geborenen ein Toter entgegenstehen muss, vergleichbar dem überfüllten Parkhaus, das nur einen neuen Stellplatz bietet, wenn ein Fahrzeug das Haus verlassen hat.

Das erbärmliche Vegetieren wird solange andauern, ein fürchterlicher Verteilungskampf auf den nächsten folgen, bis die letzten Restressourcen zu Neige gegangen sind, der Gleichgewichtspunkt gegen Null wandert oder bis eine andere Spezies Macht und Herrschaft übernommen hat und die Menschheit in vergleichbarer Manier erst reduziert und dann eliminiert, wie es zuvor mit der Tierwelt durch den Menschen geschah.

Die Würfel der Evolution fallen eisern, mit harter, klarer Notwendigkeit und Folgerichtigkeit, kompromisslose Selektion ist das Rad, um das sich die Natur dreht.

Das Hoffen auf eine Bewahrung der „Schöpfung“, das Hoffen auf ein Eingreifen eines fiktiven Schöpfergottes, entbehrt jeder rationalen Grundlage, schon allein deshalb, weil solch ein Eingreifen in der Geschichte noch nie erfolgte und es keinerlei vernünftigen Grund gibt, ein Eingreifen in Zukunft zu erwarten.

Und man komme argumentativ ja nicht mit dem demografischen Problem der Bundesrepublik Deutschland. Wir betrachten ein globales Wachstum, in dem das „Problemchen“ des kleinen Flecks „Deutschland“ eine mehr als nachrangige Bedeutung hat! 

Für uns Tierrechtler und Tierschützer bedeutet vorstehendes, dass alles, was heute für die Tierwelt mit größtem Engagement getan wird, einer Symptombehandlung gleichkommt. Es ist – anders ausgedrückt – der Versuch, mit Kamillentee einen Herzstillstand zu verhindern oder gar zu beheben.

Selbstverständlich ist es etwas Großartiges, einzelne Lebewesen zu retten, sie vor einem schrecklichen Ende zu bewahren. Viele phantastische Organisationen leisten Unglaubliches, Übermenschliches. Aber man darf sich nicht täuschen, sich keiner falschen Illusionen hingeben, dieser Einsatz ändert nichts am weiter zunehmenden Tierleid dieser Welt, solange die Ursache, die Wurzel des Übels, nicht beseitigt ist!

Wir bitten Sie deshalb zum Jahreswechsel, wagen Sie den Schritt vom Hoffen zum Handeln, vom Wunschdenken zur Erkenntnis, vom Reagieren zum Agieren, treiben Sie die Politiker aus ihrer kollektiven Lethargie gegenüber globalen Problemen und gehen Sie an die Wurzel, nicht nur an die Symptome, des Tierleides, Wer Ohren hat, zu hören, der höre! steht mehrfach in den Evangelien.
Wir ergänzen den fehlenden, den wichtigeren Teil: Wer Verstand hat, zu denken, der denke … und handle!

Quelle: www.pro-iure-animalis.de

Bildquelle: Klicker  / pixelio.de

Eine Online-Petition zur Geburtenregelung finden Sie hier: http://chn.ge/1bSmBDH

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2 Kommentare zum Artikel “Globales Bevölkerungswachstum”


  1. Petro meint:
    30.12.2013 um 11:00


    Leider wird diese Problematik in den meist gleichgeschalteten Medien völlig außer Acht gelassen. Die Ursache der aus dem Gleichgewicht geratenen ökologischen Balance ist die Überbevölkerung mit all ihren negativen Folgen. Es gibt keinen besseren Umweltschutz als weniger Menschen. Alles andere ist Traumtänzerei!

  2. UB meint:
    07.01.2014 um 23:40


    Ständiges Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum und die daraus resultierende Umweltpolitik kann nur falsch sein. Das hatte schon der Ökologe und Politiker Herbert Gruhl in seinem Buch „Ein Planet wird geplündert“ festgestellt (1975). In seinem Letztwerk „Himmelfahrt ins Nichts“ (1993) kommt er zu einem verheerenden Ergebnis, nämlich, daß die Menschheit keine Chance mehr hat.
    Es ist die unendliche Dümmlichkeit unserer Politiker, die allesamt der Meinung sind, den Bevölkerungsüberschuß der 3. Welt in unserer kleinen überbevölkerten brd aufnehmen zu müssen. In den Herkunftsländern ändert sich nichts an der Situation. Im Gegenteil, man beraubt dieser Länder deren Potential. Die noch halbwegs funktionierende Wirtschaft und Sozialsysteme in Mitteleuropa werden dagegen (absichtlich) an die Wand gefahren.