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Honig-Urteil

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg urteilte diese Woche, daß Honig mit Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen nicht mehr in der EU verkauft werden darf. Derartiger Pollen seien eine Gentechnik-Zutat, die aus Sicherheitsgründen eine Zulassung benötigt. Das gelte „unabhängig vom Anteil des genetisch veränderten Materials“. Es sei egal, ob der Pollen dabei beabsichtigt oder unbeabsichtigt in das Lebensmittel geriet. Somit hat der EuGH dem Antrag des Bio-Imker Karl-Heinz Bablok stattgegeben, der Pollen von Mon 810 in seinem Honig fand und daraufhin entsorgen mußte. Bereits im Jahr 2005 forderte er diesbezüglich vom Freistaat Bayern Schadensersatz.

Nicht nur Umweltorganisationen und Verbraucherschützer begrüßen dieses Urteil, sondern auch Umwelt & Aktiv. Wir hoffen, daß die Politik dieses Urteil als Zeichen versteht. Nach wie vor wird grüne Gentechnik vom Gros der Bundesbürger abgelehnt. Das trotz des MON810-Verbots in Deutschland weiterhin zahlreiche gentechnisch manipulierte Pflanzen auf unseren Äckern zu finden sind, ist nicht tragbar. Hier ist die Politik gefragt. Die gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen sind weiterhin unbekannt. Gentechnik ist mit Risiken verbunden, zerstört Biodiversität und schadet Mensch und Tier.

Bildquelle: Maren Beßler, pixelio.de

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Datum
09.09.2011

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