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Schluß mit C3H8NO5P – Politik will Monsanto-Gift verlängern!

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Im Märzen der Bauer

Da hätten Bündnis90/Grünen ausnahmsweise einmal etwas vernünftiges vorgeschlagen – selten genug der Fall -, dann treibt das Parlament quer. Am Donnerstag, den 25. Februar wurde im Deutschen Bundestag ein Antrag behandelt, der darauf abzielte, die Erneuerung der Anwendungsgenehmigung des Wirkstoffes Glyphosat in der Europäischen Union vorerst auszusetzen. Weil die Zulassung von Glyphosat in Europa Ende Juni ausläuft, will die EU-Kommission diese um nicht unerheblich lange 15 Jahre verlängern. Bereits Anfang März soll darüber endgültig entschieden werden. Doch eine deutliche Bundestagsmehrheit von 446 Abgeordneten lehnte es ab, auch nur eine Vertagung der Entscheidung über eine Genehmigung anzustreben. Das deutsche Umweltbundesamt veröffentlichte bereits im Januar 2014 eine Pressemitteilung, in der es die großflächige Ausbringung von Glyphosat in Verbindung mit einer Einschränkung der biologischen Vielfalt bringt.

Glyphosat wird vor allem vom US-Konzern Monsanto, der auch das zugehörige genmanipulierte Getreide produziert, an Bauern rund um die Welt verkauft. In Deutschland werden laut dem Julius-Kühn-Institut etwa 40 % der Ackerfläche mit glyphosathaltigen Pflanzengiften behandelt. Glyphosat steckt in Hunderten von Pflanzenschutzmitteln und wird unter verschiedenen Handelsnamen vertrieben, allein in 2012 sollen 720.000 Tonnen hergestellt worden sein. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO (IARC) stufte Glyphosat Ende Juli 2015 als wahrscheinlich krebserregend ein, wobei sie sich dabei vor allem auf Ergebnisse von Tierversuchen bezog. Der Herbizidwirkstoff wurde laut IARC auch in Böden, Gewässern und Grundwasser gefunden. Da auf die politisch Verantwortlichen nicht zu hoffen ist, liegt es an den landwirtschaftlich und gärtnerisch Tätigen selbst, auf Glyphosat zu verzichten, wobei ein Verzicht auf glyphosatbasierte Pflanzenschutzmittel nicht zum Substitut anderer, womöglich noch schädlicherer Herbizide, verleiten soll! Eine effektive und auch pfluglose Unkrautbekämpfung läßt sich auch durch vielfältige Fruchtfolgen, Zwischenfruchtbau, und Eggen, ggf. unterstützt durch Maßnahmen des ökologischen Pflanzenschutzes realisieren. Natürlicher Ökolandbau statt synthetischer Agrovergewaltigung! – Zudem stellt „Umwelt & Aktiv“ fest: Glyphosatrückstände im Bier entsprechen auch keinesfalls dem seit 1516 traditionellen bayerischen Reinheitsgebot! Prosit, oder zu deutsch, möge es nützen!

Gerhard Keil

 

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Datum
26.02.2016

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