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Schweizer Umweltkolonialismus

Das Schweizer Energieunternehmen REPOWER plant in Kalabrien (Italien) ein Gigawatt-
Steinkohlekraftwerk mit einem jährlichen Ausstoss von ca. 7 Mio Tonnen CO2. Dieses
Unternehmen ist in öffentlichem Besitz. Die Bevölkerung in Kalabrien und in der Schweiz lehnt das Kohlekraftwerk wegen der schädlichen Emissionen ab. Dennoch lassen Regierungen und Behörden in der Schweiz REPOWER gewähren. Mit dieser neuen Form von Umweltkolonialismus setzt sich die Schweiz weiterer Kritik aus.

Die Schweiz hat entschieden bis im Jahre 2050 auf Atomkraftwerke zu verzichten und setzt auf erneuerbare Energien und Energieeinsparungen. Kohlekraftwerke könnten in der Schweiz nicht gebaut werden. Das Unternehmen REPOWER möchte aber Kohlekraftwerke realisieren und weicht ins Ausland aus, wo sie sich weniger umweltfreundliche Rahmenbedingungen und Gesetze, und eine weniger umweltschützende Regierung erhofft.

Mit 46% Aktienanteil an dieser Firma ist die Regierung im schweizerischen Kanton Graubünden hauptbeteiligt. Graubünden lebt zur Hauptsache vom Tourismus und seinen Gästen, und gerade dieser
Tourismus ist auf saubere Luft angewiesen. Wie in der Schweiz agiert auch in Italien die Regierung gegen die Interessen der Bevölkerung. Die Ministerien in Rom wollen den Bau des umstrittenen Kraftwerks zulassen, während die Bevölkerung der betroffenen Provinz, das Kraftwerk ablehnt. REPOWER ist auch entscheidender Partner bei der Planung des größten projektierten Steinkohlekraftwerks in Europa. Dieses in Deutschland (Brunsbüttel) vorgesehene Kraftwerk dürfte wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit nicht realisierbar sein. Beide geplanten Kohlekraftwerke in Deutschland und Italien würden einen jährlichen CO2 Ausstoss von 17,5 Millionen Tonnen produzieren. Das entspricht ca. 40% der CO2- Emissionen der gesamten Schweiz.

Diese Form von Umweltkolonialismus von Regierungen und REPOWER in der Schweiz ist unethisch und
verwerflich. Bei einer unveränderten Haltung der in der Verantwortung stehenden Regierungen, droht der
Schweiz nach Finanz- und Bankenskandal im Bereich Umweltkolonialismus ein neues Ungemach.

Quelle:

Peter Tarnutzer
Via Tignuppa 44
7014 Trin (Schweiz)
Tel +4179 211 85 89
Email : peter_tarnutzer@bluewin.ch

Weiterführende Informationen
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=2daf5996-ce6a-419f-b498-b11985227d7d
http://www.zukunftstattkohle.ch
http://www.suedostschweiz.ch/politik/bevoelkerung-kalabrien-lehnt-kohlekraftwerk-ab
http://www.gr.ch/DE/INSTITUTIONEN/REGIERUNG/Seiten/Regierung.aspx

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Datum
30.06.2012

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