Umwelt & Aktiv

Das Magazin für gesamtheitliches Denken

Das Magazin für ganzheitliches Denken

Umweltschutz, Tierschutz, Heimatschutz

Tag der biologischen Vielfalt

brandrodungDer 22. Mai ist der Internationale Tag zur Erhaltung der Biodiversität, er wurde im Jahr 2000 durch die UNO eingeführt und soll an das Inkrafttreten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) erinnern.

Das derzeitige rasante Artensterben wird oft mit dem großen Massenaussterben der Vergangenheit verglichen – der entscheidende Unterschied ist jedoch, daß im Gegensatz zu früher das heutige Artensterben durch die Menschen mit seinen Aktivitäten und seinem Raum- und Ressourcenansprüchen verursacht werden.

Exakt ist nicht bekannt, wie viele Lebewesen heute auf unserem Planeten leben, es wird von etwa 15 Millionen existierender Arten ausgegangen, bekannt und beschrieben sind erst etwa 1,8 Millionen, von denen wiederum bisher erst ca. 40.000 Arten auf ihre Gefährdung hin untersucht wurden. Die biologische Vielfalt ist ungleichmäßig über unsere Erde verteilt, wie die Beispiele Brasilien (ca. 56.000) und Deutschland (nur ca. 2.700 höhere Pflanzenarten) zeigen.

Weltweit nimmt die Biodiversität kontinuierlich und in atemberaubender Geschwindigkeit ab. Allein zwischen 1970 und 2000 hat die Gesamtzahl der Arten um 40 Prozent abgenommen, Schätzungen zufolge sterben täglich 130 Arten aus. Besonders gefährdet sind Amphibien und Reptilien. Die Ursachen für den Artenverlust sind längst bekannt: Vernichtung der Lebensräume, Verschmutzung, Überdüngung, Überfischung, Jagd, aber auch Ausbeutung der Ressourcen und Ausbreitung fremder Arten.

Bei der Aufzählung der wichtigsten Ursachen kommt meist leider das weltweite dramatische Ansteigen der Menschheit nicht vor – die Zusammenhänge Überbevölkerung und Umwelt werden geradezu sträflichst vernachlässigt. Daher werden weiterhin gigantische Flächen von wertvollen Lebensräumen insbesondere in sog. Schwellenländern vernichtet. Ein Aufhalten der Zerstörung von Ökosystemen und damit ein Aufhalten des Artensterbens dürften damit nicht in Sicht sein und auch ein „Internationaler Tag der Biodiversität“ wird daran nichts ändern.

Verwandte Artikel:


Kommentare sind nicht mehr zugelassen.